Wer sich zum Ziel gesetzt hat, alle Kantonshöhepunkte der Schweiz zu besteigen, muss auch auf den Sommet des Diablerets im Waadtland (3210m). Die «Teufelshörner» sind weder furchteinflössend noch braucht es besonderen Mut. Zwar war es am 5. August sehr warm, aber höllisch heiss dann nun doch nicht – zumindest nicht in den Bergen.
Da die Tour schon 2025 geplant war und wegen schlechten Wetters nicht durchgeführt werden konnte, freute ich mich sehr auf den 1. Juli 2026. Doch auch an diesem Tag waren die Wetterprognosen so schlecht, dass an eine Durchführung der Tour nicht zu denken war. Zum Glück hat Sandra ein Ausweichdatum vorgeschlagen: Am 5. August konnten wir den Sommet des Diablerets in Angriff nehmen. Mit Zug und Postauto sind wir zum Col de Pillon und mit der Seilbahn zum Scex Rouge hochgefahren.
Zuerst fällt der Weg über die Skipiste etwas ab und wir wandern durch eine karge Mondlandschaft, die bald von Steinen und Felsen durchsetzt ist, Richtung Dome (3016m) hinauf. Es folgt ein Abstieg über eine felsige Stufe, die mit einem schon etwas in die Jahre gekommenen Fixseil ausgestattet ist. Sandra und Jonas sichern den Abstieg mit einem eigenen Seil. Auf dem Glacier des Diablerets montieren zwei Seilschaften die Steigeisen – es geht aber auch ohne. Der Gletscher ist sehr ausgeappert und leidet unter der Wärme. Und ja, es hat Spalten. Vorsicht ist geboten. Immer rechts haltend und leicht ansteigend laufen wir Richtung Gipfel und erreichen diesen pünktlich zum Zmittag.
Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf den Rückweg. Schon beim Start am Morgen hatte es einige Wolken, die sich langsam, aber sicher verdichten. Dadurch ist die Aussicht auf die umliegenden hohen Berge etwas getrübt. Wir machen uns auf dem gleichen Weg zurück Richtung Scex Rouge. Die touristischen Attraktionen sind heute nicht lohnend, da der Nebel die Aussicht nun definitiv verhüllt. So machen wir uns auf die Rückreise und sind pünktlich zum Abendessen wieder zurück in Bern.
Vielen Dank an Sandra und Jonas für die gute Planung und das umsichtige Führen. Es hat sehr viel Spass gemacht!
Mit dabei: Angelina, Barbara, Dieter, Felizitas (Tourenbericht), Jonas (Tourenleiter), Martin, Michael, Patricia, Sandra (Tourenleiterin), Selina, Silke, Stefan
Tourenbericht Oberaarhorn, 1. und 2. August 2026 – Die Powerfrauen
Kurzbericht
Sieben Frauen, zwei sonnige Tage und eine wunderschöne Hochtour aufs Oberaarhorn: Als bisher grösste Frauengruppe auf der Oberaarjochhütte sorgten wir bereits am ersten Tag für Aufmerksamkeit. Nach der Überquerung des Oberaargletschers erreichten wir die Hütte, bevor uns am zweiten Morgen ein einzigartiger Sonnenaufgang auf dem Gipfel erwartete. Ein Berg, der wie ein auftauchender Orka aus dem Nebelmeer wirkte, eindrückliche Gletscherspalten, fast abgefrorene Hände trotz Hochsommer und viele gemeinsame Lacher machten diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine gelungene Hochtour mit viel Frauenpower, guter Stimmung und vielen schönen Momenten.
Samstag, 1. August
Zur Feier der Schweiz haben wir Tourenteilnehmerinnen nicht ausgeschlafen, sondern sind früh losgereist. Dass wir die erste Verbindung genommen haben, erwies sich im Nachhinein als sehr nützlich. Ruth startete bereits um 05:18 Uhr ab Schwarzenburg, die restlichen Frauen stiessen in Bern, Thun oder Spiez dazu. Mit dem Zug fuhren wir über Meiringen bis nach Innertkirchen und anschliessend mit dem Poschi bis zum Grimsel Hospiz, wo wir kurz nach halb neun ankamen. Die Fahrt nutzten wir, um uns kennenzulernen: vier jüngere und drei ältere Frauen, alle mit viel Power.
Ab dem Grimsel Hospiz fuhren wir mit den beiden Transportbähnli über den Grimselsee. Also, nachdem wir zuerst herausgefunden hatten, wie man die Gondel überhaupt startet.
Ab der Bergstation Oberaar wanderten wir los. Zuerst ging es dem See entlang gemütlich und plaudernd bis auf die Höhe des Gletscheranfangs. Dort führte Sandra mit uns ein Gletscherbriefing durch. Wir besprachen die Seilschaften und wie wir uns im Falle eines Spaltensturzes verhalten. Bevor wir den Gletscher betraten, stärkten wir uns mit unserem Zmittag.
Der Gletscher begann bereits aper, liess sich aber gut begehen. Im weiteren Verlauf folgten teilweise verschneite Spalten. Mehrmals sanken wir dabei leicht in den Schnee einer Spalte ein, konnten uns aber jedes Mal selbständig wieder befreien. Es folgten weitere schneebedeckte Gletscherabschnitte und ganz zum Schluss mehrere gut sichtbare Spalten, die wir überwinden mussten. Eine davon war so tief und unterhöhlt, dass man nur ins Schwarze blickte. Dieser Anblick war für einige von uns durchaus etwas furchteinflössend. Nach dem Gletscher folgte der schöne Aufstieg über die Leitern hinauf zur Hütte.
Bei der Hütte wurden wir von Hüttenwartin Stella herzlich begrüsst. Besonders freute sie sich darüber, dass eine reine Frauengruppe bei ihr ankam. Eine so grosse Frauengruppe habe sie auf ihrer Hütte bisher noch nie erlebt. Leider teilten nicht alle Gäste diese Begeisterung. Ein anderer Hüttenbesucher fühlte sich offenbar rasch in seiner Männlichkeit angegriffen und machte mehrere unpassende Bemerkungen zu unserer Gruppe. Das fanden wir doch etwas schade.
Am Nachmittag konnten wir die Sonne und die Aussicht auf die Gletscher und das Finsteraarhorn geniessen. Dazu gab es Kaffee, Bier oder Rivella sowie hausgemachten Haslikuchen. Wer wollte, konnte den Sonnenschein sogar gemütlich im Liegestuhl geniessen.
Später erfuhren wir von anderen Hüttenbesuchenden, dass wir grosses Glück gehabt hatten, die erste Zugverbindung genommen zu haben. Eine Verbindung später wären die Postautos aufgrund eines schweren Unfalls nicht mehr gefahren. Wir waren einfach froh, dass bei uns alles reibungslos und glimpflich verlief.
Zum Znacht gab es Pasta mit Tomatensauce, bevor wir früh schlafen gingen.
Sonntag, 2. August
Unsere Wecker klingelten um 4 Uhr. Auf der Hütte bekamen wir etwas zu trinken. Da wir noch kein Frühstück gebucht hatten, machten wir uns bereits kurz nach halb fünf auf den Weg Richtung Oberaarhorn.
Der Aufstieg begann mit steilen Passagen und ersten leichten Kletterstellen. Schritt für Schritt krakselten wir im Dunkeln den Berg hinauf. Mal war der Mond sichtbar, mal verschwand er hinter Wolken oder Nebel.
Plötzlich sahen wir links beim Finsteraarhorn etwas ganz Besonderes. Zunächst war nur ein Nebelmeer zu sehen, von den Gipfeln fehlte jede Spur. Langsam sank der Nebel nach unten und ein schwarzer Gipfel mit einem ovalen Schneefeld kam zum Vorschein. Es sah aus, als würde ein Orka aus dem Nebelmeer auftauchen. Ein wunderbarer und einzigartiger Moment.
Den grössten Teil des Aufstiegs legten wir über mehr oder weniger stabilen Fels zurück, bevor wir den letzten Firnhang mit Steigeisen querten. Die letzten zehn Meter kletterten wir nochmals über Felsen bis zum Gipfel.
Pünktlich um 6 Uhr erreichten wir den Gipfel. Nur fünf Minuten später ging die Sonne auf. Was für ein Moment! Orange-, Violett- und Blautöne, sich rasch verschiebende Wolken und die ersten Sonnenstrahlen sorgten für ein überwältigendes Farbenspiel. Wir alle konnten den Sonnenaufgang in vollen Zügen geniessen und waren unglaublich dankbar, diesen Moment erleben zu dürfen.
Nach dem Geniessen und einem Gipfelfoto machten wir uns aber bald wieder an den Abstieg. Wer bei 30 °C im Flachland diesen Bericht liest, wird es kaum glauben: Uns froren auf dem Gipfel fast die Hände ab. Umso mehr freuten wir uns auf das wohlverdiente Frühstück in der Hütte, das nach der morgendlichen Anstrengung besonders gut schmeckte.
Nach dem Frühstück mussten wir allerdings noch etwas Geduld mitbringen. Zuerst beim Toilettengang und anschliessend beim Abstieg über die Leiter. Einzelne benötigten an diesen beiden Orten wohl etwas mehr Zeit als üblich.
Trotz dieser kleinen Staus erreichten wir den Gletscher, seilten uns wie am Vortag in einer Vierer- und einer Dreierseilschaft an und machten uns auf den Rückweg. Vor allem die ersten 100 Meter auf dem Gletscher mit den sichtbaren und nur noch teilweise eingeschneiten Spalten waren heikel und sorgten für etwas Herzklopfen. Danach ging es aber sehr gut über den aperen Gletscher hinunter. Wir kamen zügig und ohne Zwischenfälle voran und erreichten mit genügend Zeitreserve bereits wieder den Wanderweg.
Nun folgten wir dem Oberaarsee zurück zum Transportbähnli. Dort zogen wir, wo möglich, frische Kleider an oder schlüpften in Flipflops oder Birkenstöcke. Nach einem kleinen Snack blieb noch Zeit für einen Blick auf das spannende Anlagenschema der Kraftwerke im Grimselgebiet, bevor wir mit dem Transportbähnli wieder hinunter zum Grimsel Hospiz fuhren.
Nach einer kurzen Verpflegungspause auf der Terrasse des Hotels Grimsel Hospiz stiegen wir wieder ins Poschi. Fast wie Sardinen standen wir im Gang, und in den Kurven sowie bei starken Brems- oder Beschleunigungsmanövern konnten wir gratis gleich noch unsere Armmuskulatur trainieren.
In Meiringen angekommen, konnten wir kaum glauben, dass uns am Morgen auf dem Gipfel noch fast die Hände abgefroren waren. Danach machten wir uns alle auf den Heimweg.
Fazit
Es war eine wunderschöne Hochtour mit viel Frauenpower und unvergesslichen Momenten. Ein herzliches Dankeschön an Sandra für die tolle Organisation und Durchführung der Tour, an Selina für die Führung der zweiten Seilschaft und an alle Frauen für die zwei humorvollen und erlebnisreichen Tage.
Mit dabei: Anna, Denise,Selina, Caroline, Ruth und Samira (Tourenbericht)
Wer Einsamkeit und eine lange Hochtour sucht, ist hier richtig. Das Einzige was es nicht gibt, ist ein Hüttenzu- und abstieg. Den brauchts aber auch nicht mehr, ist schon so lang genug.
Aber alles der Reihe nach:
Für eine Hochtour mit dem Auto am Samstag bis zur Hütte zu fahren, ist schon sehr angenehm. Wenn dann im Gespräch mit dem Hüttenwart noch die Möglichkeit aufkommt, am Sonntag mit dem Auto weiter bis auf 2400m hinaufzufahren und er uns Dank Eric seiner 1/4-Walliser-Abstammung auch noch die Bewilligung aushändigt, sind alle Vorzeichen auf eine erfolgreiche Gipfelbesteigung positiv.
Bei sternenklarer Nacht starten wir um 03.45h unsere Tour mit einem längeren Zustieg über den blau-weissen Wanderweg und später über weglose Matten und geröllduchsetzte Gletschervorfelder. Nach ca. 2h erreichen wir das steile Einstiegcouloir. Im ersten Morgenlicht gelangen wir auf den Blockgrat und steigen in anregender Kraxlerei bis auf ca. 3200m. Der nun folgende Felsaufschwung bildet die klettertechnische Schlüsselstelle, die wir aber alle souverän meistern.
Der Verbindungsgrat scheint endlos wie auch der gelegentliche, gewaltige Teifblick durch die schroff abfallende Nordwand. Schlussendlich erreichten wir den steil ansteigenden Gipfelaufschwung, über den wir uns durch das Blankeis bis auf den Gipfel hinaufschrauben. Zum Glück reissen die Wolken kurz auf, damit wir auch wirklich feststellen können, oben auf dem Gipfel zu sein. Der erhoffte Blick gegen den Grand Combin bleibt uns aber verwehrt.
Schnell treten wir den Rückweg an. Der Abstieg zieht sich und ist begleitet von einem dauernden Rollen und Donnern von sich lösenden Fels- und Eispartien aus der Nordwand. Schon eindrücklich wenn sich ganze Chalets aus der Nordwand verabschieden.
Müde und glücklich erreichen wir das Auto und sind im Nu zurück auf der Hütte und geniessen den wohlverdienten Aprikosenkuchen.
Wir waren den ganzen Tag komplett alleine in dieser grossen abgeschiedenen Bergwelt – es gibt sie noch diese Einsamkeit und Stille, die wir uns mit dieser langen Tour erarbeiten haben: Ein anstrengendes und in Erinnerung bleibendes Bergerlebnis
Die schlagkräftige Truppe: Anna, Livia, Eric, Matthias, Roland, Sandro
Ein Tag voller Erlebnisse. Oder genauer gesagt ein ganzes Wochenende voller schöner Erlebnisse. Wir lernten viel! Beispielsweise über den sicheren Umgang auf dem Gletscher, wie ein Flaschenzug funktioniert, um eine Person aus einer Gletscherspalte zu ziehen, wie man sich beim Rutschen bremsen kann mithilfe des Pickels, Wetterkenntnisse und vieles mehr. Achja, und dass leichtes Packen viel hilft :)Der Samstag beinhaltete die Anreise zur Lämmerenhütte und Lerninhalte beim Lämmerengletscher - unter anderem das Rutschen und anschliessendes Bremsen mit dem Pickel, Eisschrauben zu setzen und Wetterkenntnisse. Als wir nämlich wegen ersten Tropfen zügig zurück zur Hütte mussten, begann es mal mehr, mal weniger zu regnen und laut Wettervorhersagen wollte ein Gewitter folgen. Von der Hütte aus waren später Blitze zu sehen und Donner zu hören. In Gruppen planten wir die Tour via Wildstrubelgletscher auf den Mittelgipfel des Wildstrubels selber, um auch die Routenplanung zu üben. Im Verlauf des Abends trafen wir auch Pedro. Wer das ist? Der Fuchs, der laut Stefan so gut wie zur Hütte gehört. Am Sonntag war die vorhin genannte Tour dann angesagt. Für mich persönlich war diese Begehung eine besondere Erfahrung. Denn ich war zum ersten Mal auf einem Gletscher, zum ersten Mal auf einer Hochtour. Und es war sehr schön - die Anstrengung hat sich auf jeden Fall gelohnt! Im Vergleich zu den anderen fühlte ich mich zwar ab und zu wie ein langsames Entlein. Aber: Übung macht den Meister, oder? Als wir wieder zurück bei der Hütte ankamen, wartete bereits ein sehr leckerer Aprikosenkuchen auf uns. Sogar ein Sprung in den Bergsee neben der Hütte begeisterte zwei. Während der Rückreise war die Gesprächsrunde mh naja, eher zurückhaltend, es schienen alle etwas müde zu sein. Müde aber zufrieden.
Ich würde sagen: Gerne wieder!
Deborah Wälti
Tourenbericht Bike Woche Queyras 2026
Gut gereist kommen wir in Molines en Queyras an. Bei schönem Wetter geniessen wir unser Ankommen mit einem Apéro auf der Terrasse des Hotel Gaudissard. Ein sympathisches Familienunternehmen, welches die weitverbreitete Meinung der französischen Küche rehabilitiert. Frühstückbuffet, abwechslungsreiches Pic nic und mehrgängige ausgewogene Abendessen sorgen dafür, dass wir in der kommenden Woche mit genügend Energie versorgt sind.
Gespannt und mit Vorfreude warten wir am nächsten Tag auf unseren Bike Guide Cyril (dubeauvelo.com) Etwas verspätet (er musste noch seine Katze einfangen) starten wir gemeinsam zur ersten Tour.
Dank guten Ortskenntnissen unseres Guides lernen wir den Parc national regional des Queyras in seiner ganzen Schönheit kennen. Wir unternehmen Touren in verschiedenen Geländekammern des Parkes. Die Natur ist atemberaubend schön, Blumen, unterschiedliche Schmetterlings - und Insektenarten, Berge, welche je nach Sonneneinstrahlung in unterschiedlichen Steinfarben schimmern. Auch an Wasser scheint es hier nicht zu mangeln. Unzählige Brunnen liefern frisches Wasser, welches wir dankbar annehmen, um nach schweisstreibenden Anstiegen unsere Flaschen aufzufüllen.
Mit geschultem Auge beobachtet uns Cyril und so erhalten wir wertvolle Typs um unsere Abfahrtstechniken zu verfeinern. So können wir noch leichter über Steine, Geröll, Wurzeln und enge Kurven flitzen.
Die abwechslungsreichen Abfahrten (manchmal auch Aufstiege) entlocken uns Allen den einen oder anderen Juchtzer. Durch seinen Charme, die Positivität und soziale Kompetenz schliessen wir den Guide Cyril schnell in unser Gruppenherz. Als er dann auf unserer letzten Tour zum Col Fromage für alle ein Raclette auf dem mitgebrachten Mini-Kerzen-Racletzepfännli brutzelt, wird er definitiv zu unserem «Best-Gueyras Gide» erkoren.
So geniessen wir in einer sehr ausgeglichenen Gruppe, wo wir uns auf uns verlassen können, eine abwechslungsreiche, unfallfreie, genussvolle von Wetterglück begleitete Woche.
Danke Tegi für deine Organisation.
Teilnehmende: Tegi, Glöisi, Barbara, Marcel, Brigitte, Jürg, Monika
Tourenbericht: Monika
Obwohl ich aus der SAC Sektion Blüemlisalp bin, wurde ich sehr herzlich in der Gruppe aufgenommen. Danke dafür.
Am Samstag stiegen wir zur Lobhornhütte hinauf.
Der Früchtekuchen war ein Gaumenschmaus.
Am Abend spielten wir ein Kniffelspiel wobei wir fast die schwierigste Stufe im Team schafften.
Die Nacht war durch stark beindruckendes Schnarcheln nicht sehr ergiebig.
Trotzdem nicht weniger motiviert liefen wir am nächsten Morgen um 06:15 hinauf zu den Lobhörner.
Die Tour ist eine Mischung aus Fels-Kletterei, Alpines gehen, Kraxeln, Abseilen und Seilhandhabung.
Ich habe ein neues Wort gelernt: Mikroseillänge :-)
Zudem haben wir gehen am kurzen seil geübt und angewendet.
Die Lobhörner sind imposante Zacken, wir haben alle von links nach rechts (siehe Foto) überquert.
Die Abseilerei nach den jeweiligen Zacken war wunderbar. 50m gerade, manchmal leicht überhängend, runter.
Nach der Kletterei erfrischten wir uns noch im kühlen Bergsee.
Es war eine sehr eindrückliche und eine schöne Tour die mir lange in Erinnerung bleiben wird. :-)
«Lohnende, unbekannte und selten begangene Tour in bestem Fels», ist in diversen Ecken des Internets über die Tour zu lesen – gefühlt öfters, als von der Tour an sich. Um das vielversprechend tönende Unterfangen als ÖV-Tagestour durchzuführen, geht's in Bern zeitig los (und nur minder zeitig für die in Thun Dazusteigenden). Ein etwas längerer Aufenthalt in Brig wird genutzt, um die Wasserspeicher schon ein erstes Mal nachzufüllen und die Einkaufssituation für die Heimreise – bei allenfalls knapper Umsteigezeit – zu rekognoszieren. Und dann herrscht auch schon erste kurze Aufregung: Steht doch an «unserer» Haltekante ein falsch beschriftetes Postauto. Auch der Fahrer scheint verwirrt und erklärt uns, dass sowohl die Anzeigetafel als offenbar auch alle seinen Kollegen heute einfach völlig lätz sind. Seiner plötzlich weichenden Redseligkeit nach vermuten wir, dass ihm dann aber doch recht schnell dämmert, wer heute falsch tickt, als doch noch ein Poschi mit Destination Blatten in den Busbahnhof einbiegt.
Nach kurzer Fahrt und entspannten Luftseilbahn-Höhenmetern sind unsere Beine an der Reihe für den Weiterweg. Was erstaunlich locker geht, weil bergab. Allerdings nur kurz, bis zum Chelchbach. Diesen gefurtet, steilen sich nun nämlich die grossen Hänge der Öügstchumma vor uns auf. Flotten Schrittes zickzacken wir empor, viele nach wie vor angeregt quatschend, während sich zumindest bei einem schon mal der «Ruhepuls» für die nächsten neun Stunden einstellt...
Etwas vor der angepeilten Zwischenzeit erreichen wir schliesslich die Scharte, welche den Einstieg zum Südgrat markiert. Gut 800 Klettermeter trennen uns nun vom Gipfel (nicht alle senkrecht 😉). Mit Polyamidfäden zu unzertrennlichen Schicksalsgemeinschaften verschnürt, nehmen wir die Kraxelei sogleich unter die Füsse. Jonas und Stefan machen den Anfang und gehen ab wie Zäpfli. Role und Sändu schliessen direkt an (eher wie Zapfen), gefolgt von Nicolas und Sandra und schliesslich Ädu und Barbara, welche den Besenwagen machen.
Das Aufwärm-Kraxeln ist nur von kurzer Dauer, bald schon stellen sich einzelne Wändchen und Türmchen in den Weg, welche etwas mehr Aufmerksamkeit und Trittgefühl verlangen. Wir stecken nun also mittendrin, im Grisighorn-Südgrat-Ambiente und tatsächlich weiss der Granit über weiteste Strecken mit herrlich zu kletternden Formationen zu überzeugen. Der eine oder andere lose Stein liegt natürlich auch mal rum (oder in der Hand), irgendwo müssen die ganzen «Rüstabfälle» ja liegen, die über die Jahre beim Herausschnitzen des Grates angefallen sind. (Es könnte sein, dass Tourenleiter Jonas an der Stelle nun gar nicht glaubt, dass die Felsqualität tatsächlich geschätzt wurde. Eventuell wurde ihm unterwegs von einzelnen Teilnehmenden ein völlig anderes Bild vermittelt. Müsste dann wohl ein Missverständnis gewesen sein...).
Nach den ersten paar Türmchen dämmert es dann wohl allen langsam, dass der weitere Aufstieg durchaus noch seine Zeit brauchen wird, zeitweise will die vor uns liegende Kletterstrecke gefühlt nicht weniger werden. Da kommt es gerade recht, dass sich das letzte Stück vor der Abseilstelle zur markanten Gratscharte, welche ungefähr Halbzeit markiert, effizient am kurzen und halblangen Seil begehen lässt. Diese Scharte bietet sich an für eine Mittagspause, wenn auch etwas makaber, inmitten all der knöchernen Überreste früherer Begeher, welche sich zu Unrecht über die Felsqualität beschwert hatten.
Die grössten Leckerbissen erwarten uns nach der Pause. Ein knapp 20 Meter hohes Wändchen aus Schuppen, Nocken und Rissen und delikatem Ausstieg beispielsweise. Oder ein äusserst luftig zu umkletternder Felsklotz, bei dem man im Falle eines Sturzes die gut 1000m bis zum Talboden des Gredetschtals nahezu ohne Zwischenlandung hätte bewältigen können. (Ja okay, ganz ohne Zwischenlandung geht's wohl nicht, sagt die Karte, aber es ist auf jeden Fall viel Luft unter dem Hintern, die im Falle eines Falles rasch weniger würde...) Dann will ein exponierter, mit messerscharfen Granitzacken gespickter Gratabschnitt erklommen werden, bevor das Gipfelkreuz langsam aber sicher in greifbare Nähe kommt und sich dank nun wieder deutlich einfacherem Gelände tifig erreichen lässt. Rund viereinhalb Stunden hat die Kletterei beansprucht, nach und nach trudeln die Seilschaften am Gipfel ein.
Diesen geniessen wir in vollen Zügen. Es wird gratuliert und Gipfelraten praktiziert. Und natürlich werden die delikatesten Kletterstellen nachbesprochen, was den Grund für das beim einen oder anderen immer noch erkennbare Schweisströpfchen offenbart...
Gestärkt geht's jetzt schliesslich über den Ostgrat runter. Der ist zwar nicht besonders schwierig, erfordert über Felsstufen und Blockhalden mit den nicht mehr ganz taufrischen Beinen aber durchaus nochmals Konzentration. Souverän peilen unsere Tourenleiter die Schwachstelle im untersten Felsband an, welche uns den Weg auf die – teils aufgrund Moorboden, teils dank Alpenrosen – deutlich knieschonender zu begehenden Hänge von Bäleru scheenu Biel und Öügstchumma freigibt.
Hier geht's richtig tifig runter. So tifig, dass einer, der lieber anonym bleiben will (und sich deshalb extra gemeldet hat, den Tourenbericht zu schreiben, damit er die Anonymität auch ja selbstbestimmt wahren kann) sogar am Pickeldepot vorbeigerannt ist. Freundlicherweise haben die anderen sieben etwas mehr studiert. Nachdem alles Material wieder seinen Platz hat, wird schliesslich verkündet, dass wir einen Versuch starten, das 18:20-Uhr-Bähnli zu erreichen. Und so schnell wird aus einem gemütlichen Spaziergang ein veritabler Endspurt, der tatsächlich mit einer Punktlandung zu unseren Gunsten ausgeht. Der kurze Gegenanstieg zur Bahn – bei der Wärme schon unter normalen Verhältnissen ein gemeinhin beliebter Leckerbissen – hat dann immerhin auch die letzten beiden gezwungen, ihren Ruhepuls kurzzeitig zu verlassen...
Am Lädeli in Blatten zeigt sich schliesslich ein letztes Mal die Natischer Gastfreundschaft, welche wir ja schon den ganzen Tag in vollen Zügen geniessen (auch ohne Gipfelwein und -fondue): Extra für uns wird der Ladenschluss nochmals Rückgängig gemacht, sodass wir uns endlich mit lang ersehnten, kühlen Getränken eindecken können. Die sind so schnell verdunstet, dass wir das Prozedere, in Brig angekommen, gleich wiederholen. Das haben wir ja schliesslich am Morgen schon so vorgeplant.
Herzlichen Dank Jonas fürs Zeigen dieser Perle in deiner Heimat, Ädu fürs Bäsewägele und Abstiegsspürnäslen und allen Teilnehmenden für die gelungene Tour und den lässigen Tag.
Ein Tourenbericht im Geiste der Bergsteigerromantik der 1930er Jahre [Erstellt von einer KI – natürlich heutzutage]
Am frühen Morgen des Tourensonntags – der Himmel noch bleiern, die Luft schwer vom nächtlichen Tau – versammelte sich unsere Schar am Fuße der Bürglen. Zwölf Männer und Frauen, hart wie der Fels, den sie bezwingen wollten, und zwei Führer, deren Blicke schon die Gipfel maßen, als wären sie ihr Eigentum. Die Namen der Teilnehmer? Unwichtig. Denn hier zählte nicht der Einzelne, sondern der unerbittliche Wille, der uns alle verband: den Ochsen zu bezwingen, oder im Versuch unterzugehen.
Der Anstieg begann nicht mit sanften Pfaden, nein – der Nordgrat der Bürglen ist kein Ort für Schwächlinge. Steil, fast senkrecht, zwang er uns, jeden Griff, jeden Tritt mit dem Leben zu bezahlen. Die Luft wurde dünn, die Muskeln brannten, doch die Gruppe schwieg. Hier sprach nur der Fels.
Und dann – die erste Prüfung: Seilübungen im Zweierteam, ohne Sicherung, ohne Gnade. Kein Haken, kein Karabiner, nur das Vertrauen in den Kameraden und die eigene Hand. Ein falscher Schritt, ein rutschiger Tritt – und der Abgrund lauerte. Doch wir bestanden. Die Seile spannten sich, die Männer und Frauen lernten, was es heißt, ein Leben in den Händen des anderen zu tragen.
Von der Bürglen aus ging es weiter, über schroffe Grate und brüchiges Gestein, bis wir zu einem weiten Schneefeld gelangten. Hier, so hatte es der Älteste der Führer verordnet, sollte das Sturztraining stattfinden. Einer nach dem anderen stürzte sich in den eisigen Abhang, um zu lernen, wie man den Sturz bremst – oder zumindest, wie man ihn überlebt.
Doch die wahren Herren dieser Höhe, die Gemsen, zeigten sich nur von ferne. Hoch oben, auf den unnahbaren Felszacken der Gemsflue, beobachteten sie uns mit kühler Verachtung. „Zu gefährlich für die Tiere“, hatte einer der Führer gemurmelt. Zu gefährlich? Bah! Wir waren die Gefährlichen, wir, die den Berg bezwingen wollten! Doch die Gemsen wussten es besser. Sie blieben fern, als ahnten sie, dass dieser Tag noch lange nicht zu Ende war.
Und dann – der Gemsgrat. Ein Name, der Schauer über den Rücken jagte. Fixseile, scharf wie Messer, führten uns über einen Grat, so ausgesetzt, dass der Blick in die Tiefe den Magen umdrehte. Ein falscher Schritt, und der Sturz wäre unaufhaltsam gewesen. Doch wir kletterten, Hand für Hand, Fuß für Fuß, während der Wind um unsere Ohren heulte wie ein wütender Dämon.
Die Direttissima-Variante zum Gipfel des Ochsen war kein Weg – sie war eine Herausforderung an den Tod selbst. Steil, fast senkrecht, ohne Halt, ohne Erbarmen. Die Felsen waren glatt vom Regen der Vorwoche, die Luft so dünn, dass jeder Atemzug eine Qual war. Doch wir kämpften uns vorwärts, getrieben von dem eisernen Willen, den Gipfel zu erreichen – oder auf ihm zu sterben.
Und dann, endlich, stand die Gruppe auf dem Ochsen. Der Gipfel war unser. Doch was für ein Sieg! Die Männer und Frauen, einst stolz und voller Tatendrang, waren nun nur noch Schatten ihrer selbst. Die Blicke leer, die Hände zitternd. Der Berg hatte uns genommen, was er wollte – unsere Kraft, unseren Stolz, fast unseren Verstand.
Der Abstieg zum Schwefelbergbad war ein einziger, langer Albtraum. Die Beine schwer wie Blei, die Seelen zerschunden von der Anstrengung. Doch was uns wirklich traf, war nicht die Erschöpfung – es war die Wut.
Kaum hatten wir das Tal erreicht, brach sich der Zorn der Teilnehmer Bahn. „Unverantwortlich!“, schrie einer. „Wahnsinn!“, brüllte ein anderer. Die Führer, sonst unerschütterlich, standen da wie geprügelte Hunde. „Ihr habt uns in den sicheren Tod geführt!“, rief ein Dritter. Und er hatte nicht Unrecht. Denn was war das gewesen? Keine Tour – ein Selbstmordkommando.
Die Fixseile am Gemsgrat? Zu kurz, zu rissig. Die Direttissima? Ein Wahnsinnsunternehmen, das selbst die erfahrendsten unter uns an den Rand des Abgrunds brachte. Und die Gemsen? Die einzigen Vernünftigen an diesem Tag.
So endete unsere Tour. Nicht mit Ruhm, nicht mit Ehre, sondern mit verbitterten Blicken und zerschundenen Seelen. Die Führer schworen, es nie wieder so zu machen. Die Teilnehmer schworen, nie wieder mit ihnen zu gehen.
Doch der Ochsen steht noch. Unbezwungen. Unerbittlich. Und irgendwo, in den unendlichen Weiten des Himmels, lachen die Gemsen.
„Der Berg vergisst nicht. Und wir auch nicht.“
Alpinismus II – Gehen und Klettern am kurzen Seil 30.05.2026
Wir trafen uns an einem sonnigen Samstag Morgen unterhalb des Rüttelhorns und starteten mit einer weniger erfreulichen Nachricht in den Tag. Willi, der eigentlich die Leitung des Kurses übernehmen sollte, konnte dies nun leider aufgrund einer Verletzung nicht. Glücklicherweise übernahm Roland die Verantwortung auf sich und wir konnten gleichwohl den Kurs starten.
Wir starteten mit ein paar «Trockenübungen», die uns die Techniken «Gehen am kurzen Seil», Abseilen und Standbau (nochmals) in Erinnerung rufen sollten. Für ein paar Teilnehmer:innen waren die Techniken noch neu und Roland, Jonas und Stefan, sowie ein paar erfahrenere Teilnehmer:innen konnten wertvolle Tips für die Praxis geben. Kurz vor dem Mittag stiegen wir dann an den Wandfuss hoch, wo sich die Gruppe teilte. Beide Gruppen bestiegen das Rüttelhorn in Mikroseillängen. Die Sonne brannte erbarmungslos und liess den Hunger immer grösser werden, weshalb die verdiente Pause im schattigen Wald ganz oben sehr willkommen war.
In der Zwischenzeit wurden zwei Abseilpisten eingerichtet, an denen wir uns in den Seilschaften abseilen und nochmal erneut ein paar Mikroseillängen wieder nach oben klettern konnten. Der Abstieg über eine mit losen Steinen gespickte Geröllhalde am kurzen Seil war zum Schluss nochmals eine kleine Herausforderung, vor allem um keine Steine loszutreten.
Nach einem tollen Tag mit vielen guten Übungen und Informationen waren wir alle müde aber glücklich wieder beim Parkplatz und traten die Heimfahrt an.
– Merci Ursula für den schönen Tourenbericht!
Klettertage im Aostatal 2026
Eindrücke der Teilnehmenden:
Im Klettergarten bot sich die Möglichkeit Klettertechniken und Handhabung mit dem Seil auszuprobieren und zu üben. So habe ich das Piazzen kennengelernt und konnte dies in den Mehrseillängen anwenden.
Danke Tegi und Willi für eure Unterstützung und die Organisation. Als Gruppe haben wir gelacht, geapèrölet, Witze ausgetauscht, zusammen gelernt und geschwitzt, manchmal auch gefroren, lernten unsere Klettergrenzen kennen und immer konnten wir uns aufeinander verlassen.
Monika
Die Wettervorhersage war alles andere als vielversprechend. Tegi und Willi haben aber überall gute Beziehungen und so hat uns Petrus wunderbar sonnige Tage beschert. Die ersten Berührungen mit dem Felsen, dem Material und der Verbindung der Elemente haben uns sicher die Routen hochgebracht: Plattenklettern, Abseilen, Stand einrichten, Klettertechnik, Flaschenzug, Bremsknopf, Halbmastwurf und Laura hat auch das Vorstieg-Klettern für sich entdeckt. Wir haben einmal mehr wunderbaren Erinnerungen mit wunderbaren Menschen gesammelt und danken Tegi und Willi für die Organisation und die Führung.
Family Valeri Anita, Chiara, Laura und Gianni
Auffahrts-Klettern
Mit unerwartet gutem Wetter haben wir den Fels im Aostatal genossen.
Mit dem Wissen von Willi, dem Organisations -Talent von Tegi gutem Essen, das eine oder andere Apéro einer tollen Gruppe perfetto!
Mark
Speck-Bilanz nach 4 Tagen hervorragend organisiertem Aosta-Klettern in bester Gesellschaft und in allen vier Jahreszeiten, trotz abgespecktem Frühstücksbuffet: leicht positiv, aber das wars Wert 😉
Role
Regen oder noch mehr Regen? Zum Glück hat sich das Blatt gewendet und wir konnten uns Mi und Do bei sonnigen Bedingungen im Klettergarten bei Aosta an den Fels gewöhnen und schon mal die Grenzen etwas ausloten - Technik am Fels und Seiltechnik kamen auch nicht zu kurz. Der Freitag entspannt von Fels zu Bar und zurück in Montestrutto und Samstag bei optimalen Bedingungen auf den MSL. Was will man mehr? Danke an Tegi, Willi und dem tollen Team.
Beat
Dank guter Vorbereitung Und voller Konzentration, war sogar das Stürzen in der MSL möglich.
Alles andere steht da schon 🤗
Chiara Cosi
TN: Anita, Chiara C., Chiara V., Laura, Möni, Beat, Gianni, Mark, Role, Tegi und Willi
Tourenbericht MTB Technikkurs Métabief
Wie jeden Frühling verbrachten wir auch dieses Jahr einen Tag mit Bikeguide Silvan von den Bikebuebe um aufzufrischen was wir schon können und Neues dazuzulernen. Diesmal reisten wir (7 SACler verstärkt durch 3 Wohlenbiker) dafür nach Frankreich ins grenznahe Métabief: im Winter ein Skigebiet, im Sommer eine Wander- und Bikedestination mit Downhilltrails in allen Schwierigkeitsgraden von der Familienabfahrt bis zur weltcuptauglichen «Double Black Diamond»…
Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten und Pannen mit den Bikes, und nachdem wir uns mit den Tücken des Bikeverlades am Sessellift vertraut gemacht hatten, ging es los mit ein paar Basics wie Balanceübungen, enge Kurven fahren und bremsen im steilen Gelände.
Danach fühlten wir uns bereit, die erste Abfahrt in Angriff zu nehmen. Wir starteten mit der «Grünen», der Familienabfahrt, einer schön ins Gelände gelegten einfachen und flowigen Strecke mit kleinen Sprüngen und sauber geshapten Steilwandkurven. Mit immer wieder neuen Inputs von Silvan ging es munter den Berg hinunter, eine Abfahrt zum Geniessen. An der Talstation hatte sich inzwischen eine lange Schlange gebildet, das Publikum ist bunt gemischt: nebst den hardcore Downhillern standen da auch ganz normale Biker, Eltern mit ihren Kindern, Wanderer und Ausflügler.
Bis zum Mittag kamen noch zwei weitere Abfahrten dazu, es ist schon komfortabel, wenn man für die Bergfahrt jeweils die Bahn nehmen kann! Vor allem bleibt genug Power, um den Fokus auf die Technik in den Abfahrten zu legen.
Zum Mittagessen gab es dann für die meisten ihr mitgebrachtes Sandwich, für die anderen Kuchen oder statt der erhofften Schnecken an Knoblauchbutter einen Hot Dog, was ist bloss aus der vielgerühmten französischen Haute Cuisine geworden..!
Frisch gestärkt wagten wir uns am Nachmittag auf eine etwas anspruchsvollere Strecke, einer Kombination aus einer Blauen und einer Roten, diese war nun steiniger und wurzeliger. Alles sauber zu fahren, und dabei auch noch die Tipps von Silvan umzusetzen, forderte höchste Konzentration. Umso schöner, dass wir nur einen einzigen Sturz zu verzeichnen hatten. Obschon viele Leute aller Könnerstufen unterwegs waren, herrschte ein rücksichtsvolles und freundliches Miteinander.
Am Ende des Tages waren wir alle müde und zufrieden, Silvan hatte es einmal mehr geschafft, trotz unserer unterschiedlichen Fahrlevels, jedem etwas mitzugeben. Auf der Heimfahrt war es dann einiges ruhiger im Bus als auf der Hinfahrt 😉.
Da wir so sehr mit biken beschäftigt waren, haben wir leider nur sehr wenige Fotos gemacht…
Mit von der Partie waren: Barbara H., Barbara S., Tegi, Tina (TL und Bericht), Glöisi, Henä, Märçu, Mätthu, Thömu, Urs.
Vielen Dank an Jürgu, dass wir seinen formidablen Bikeanhänger benutzen durften!
Sodeli, dr Schitreger isch wäg vom Outo, die letschti Mittwuchstur vo hür isch vrbi.
Schön isch si gsi- aber itz vo vor.
I eir Hergottsfrüechi, no im fischtere, si mir los. I schlafe aube nid so guet ir Angscht dä Wecker z
verpasse so quasi zmitz ir Nacht. Nu. 6.30 losloufe in Steigletscher unger am Suschtepass. Denn
isch ja zum Glück scho häu ud Bärgschpitzli scho ir Sunne. So simr hingere i Tauchessu, süferli
chli ufe, Schnee vo Afang a gnue, am Bächli na u d Sandra isch grad chli gleitig los.
Chli schtotziger hei mr no hurti chli d Harschise montiert wüu s schono rächt gfrore isch gsi zur
früeche Schtung. Chli schpeter hei mir ,wüu ufm Gletscher, ono d Chlättergschtäutli mit Seili u
Karabiner montiert. Mit dr Sunne isch o dr Schnee schnäu weicher worde u Pouse heimer vorem
schteile Bitz gmacht. Zerscht mau für mi hani die Liechtschtigise ad Schischue bunge ud Schi uf
e Rucksack ufgschnüeret. Bi däm Nadelöhr si o angeri Türeler agschtange. I bi mir fasch vorcho
wie am Mount Everest. Vo sore Zilete Lüt i Funktionswösch hani es Biud ir Zittig gse a däm ewige
Bärg. U grad eso si mir schteil ufe mit dene Chralle ade Füess u de ono chli quer. Für mi, wo d
Komfortzone churz näbem Lähnschtueu ufhört ,scho fasch chli gfürchig. Aber nach dere
Chlätterpassage isch s nume no sanft u gmüetlech ufe uf dä Giglischtock.
D Ussicht u das Prachtswätter, die mega vile Gipfle ringsum. Eifach wunderbar u fasch kitschig.
Nach de Gratulatione hei mir no a Role Schütz dänkt, wo vor churzem unerwartet isch gschtorbe.
Wäge dr Lüte Dichti si mir gli wider losgfahre. U das isch ja itz dr purluter Hammer gsi. Es
Sulzfährtli vom perfektischte. Eifach nume super. D Höhemeter si leider abe schnäuer düre aus
ufe. Punkt 12 i hei mir ghaute für ds Zmittag, wie sechs ghört. Sisch när nümm wit gsi bis id Beiz
bim Hotel Steingletscher.
Vile Dank Sandra u Manuel für dä wunderbar Saisonabschluss.
Mit derbi: Christa, Felizitas, Madeleine, Magdalena, Marianne, Selina, Walter und Susanne (Tourebricht)
Nachdem die Simplon Breithorn Tour dem frühlingshaften Wetter und den schlechten Verhältnissen zum Opfer fiel, startet wir am Freitagmorgen, etwas dezimiert, zu einer Ersatztour, welche uns vom Lötschental nach Leukerbad, hoch zur Gemmi und schliesslich über Sunnbühl nach Kandersteg führen sollte.
Das Wetter war besser als angenommen. Nur beim Anstieg auf das Hockenhorn bliess uns der Wind kalt ins Gesicht und Wolken zogen auf. Immer wieder beeindruckend, wie schnell das Wetter in den Bergen wechseln kann.
Die erste Abfahrt zur Lötschenpasshütte und der anschliessende Aufstieg zur Gitzifurggu wärmte uns. Der Schnee war noch hart gefroren. Die Sonne tat aber ihr Bestes und pünktlich um 11:00 Uhr standen wir auf der Gitzifurggu startklar. Und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht. 1500 Höhenmeter Abfahrt, ganz für uns alleine. Der Sulz von seidenfein bis nass und schwer. Aber genau diese Herausforderung, immer den richtigen Weg zu finden, die Skis laufen zu lassen und Schwung für Schwung sicher runterzukommen, war das Schöne an dieser Tour.
So ging es mit der Gemmibahn auch gleich wieder hoch. Trotz geschlossener Sunnbühlbahn waren wir motiviert weitere Skimeter in Angriff zu nehmen und im Notfall die Skis zu tragen. Schlussendlich fehlten uns nur wenige Meter Schnee, aber dies spielte absolut keine Rolle. Den Bus bei der Talstation Sunnbühl erreichten gerade rechtzeitig und als wir glücklich und zufrieden über den gelungenen Tag und die abwechslungsreiche Tour in Richtung Bahnhof Kandersteg fuhren, begann es zu regnen. Besser hätten wir es nicht machen können.
Danke Hanspeter und Rögu für die tolle, gemeinsame Tour. Den gesundheitlich angeschlagenen Mitteilnehmerinnen, die auf die Tour verzichten mussten, gute Besserung! Auf ein nächstes Mal, Damian
Tourenbericht – Alphubel 10./11.04.2026
Am Freitag, 10. April, starteten wir frühmorgens um 05.30 Uhr in Schwarzenburg Richtung Spiez. In der überfüllten Bahn, fuhren wir stehend nach Visp, dann mit Postauto weiter nach Saas-Fee. Von dort ging es mit der Gondel zur Station Felskinn und anschliessend mit der Metro hinauf bis Mittelallalin. Wir stiegen nicht, wie alle anderen Skifahrer aus und fuhren wieder ein Stück zurück bis zum Ausgang Stollenloch – drei Rüschegger gönnten sich dafür sogar eine extra Fahrt.
Die Tour begann bei herrlichem Wetter, das sich im Verlauf des Tages zunehmend windig zeigte. Über den Allalinpass erreichten wir die Täschhütte. Aufgrund der geringen Schneelage deponierten wir die Skis oberhalb der Hütte und legten das letzte Stück zu Fuss zurück.
Am Samstagmorgen brachen wir bereits um 05.45 Uhr auf. Der Weg führte zunächst hinauf zum Skidepot, danach der Aufstieg mit Stirnlampe weiter über das Alphubeljoch. Die Morgenstimmung war wunderschön – das Matterhorn im Rücken, während der Samstag langsam erwachte und sonniges Wetter versprach.
Gegen Mittag erreichten wir den Gipfel des Alphubel auf 4206m. Die Rundsicht war eindrücklich und für zwei Teilnehmende sogar der erste Viertausender – ein ganz besonderes Erlebnis. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto machten wir uns bereit für die lange Abfahrt über den Gletscher nach Saas-Fee. Unterwegs stärkten wir uns mit einer feinen Walliser Rösti.
Bei sommerlichen Temperaturen kamen wir schliesslich wieder in Saas-Fee an und traten zufrieden die Heimreise an.
Bernina Haute Route, 5. bis 8. April 2026
Bergführer: Marco Poltera führte uns sorgsam, mit viel Gespür und gleichzeitig ambitioniert durch die Bernina Haute Route. Er machte nicht einfach, sondern erklärte, leitete an und coachte. So ermutigte er Selina, als Seilführerin den Piz Palü zu erklimmen – was sie souverän meisterte.
Gruppe: Felizitas, Lukas, Martin, René, Role, Sandra, Selina
Hüttengehilfe: Martin de Bruin aka Debi spürte bereits am ersten Tag seine Achilles- und Patellasehne. Mit diesen Schmerzen war für ihn klar, er legt einen Ruhetag ein und bietet sich als Hüttengehilfe an. Gesagt, getan – Hüttenschuhe ordnen, in der Küche helfen, die Crew unterhalten. Seine Aufgaben erledigte er mit Bravour und erhielt zum Dank einen Flug im Helikopter nach Samedan, der ohnehin für Dienstag geplant gewesen war.
Material: Ein «Flugski» und ein «Flughelm» (alles wieder eingesammelt), eine kaputte Skischuhschnalle, welche unser Bergführer Marco aka MacGyver professionell flickte.
Organisation: Sandra Crameri, unsere Tourenleiterin, Reiseführerin, Fotografin und Organisatorin in einer Person, kümmerte sich um alles und alle. Sie ist die gewissenhafte gute Seele, die keinen Aufwand scheut: plant lange im Voraus, studiert Karten und Fahrpläne, reserviert, fragt nach, schreibt E-Mails, informiert klar und präzise.
Unterkunft und Verpflegung: Chamanna Coaz: 10 von 10 Punkten. Rifugio Marinelli: Fleisch- und Käseplättli sowie Pasta vom Feinsten. Perfekter Caffè (für die Möchtegern-Italos) und sogar Caffè Latte nach 11 Uhr ohne Rüffel und als Digestif hauseigener Genepi.
Wetter: Top. Sonne pur. Kein Nebel keine Wolken, kaum Wind. Besser geht nicht.
Schnee: von allem etwas: Sulz, kompakter und windgepresster Pulver, Rumpelschnee, Nassschnee, drehfreudig bis bremsend.
Programm:
Einer für alle
Noch leicht verschlafen aber gut gelaunt starten wir unsere Reise ins Engadin. Es wird viel berichtet und erzählt von vergangenen Bergabenteuern, verlorenen Pickeln, vergessenen Klettergstältli und wilden Touren. In Silvaplana treffen wir unseren Bergführer. Mit der Corvatschbahn geht es hinauf in die Höhe. Aufgrund der langen Anreise sind wir spät unterwegs und machen zügig. Wir verlassen das Skigebiet und queren zur Schlüsselstelle, wo wir eine mit Seil gesicherte Felspassage abklettern. Ein Ski nimmt eine Abkürzung, kommt aber zum Glück fast unbeschadet unten an.
Danach fellen wir an und steigen bei frühlingshaften Temperaturen über den Chapütschin-Gletscher auf. Bei der ersten Pause überrascht uns Lukas mit einem Koffeinkick – genau das Richtige. Gestärkt erreichen wir das Skidepot beim Nordwestgrat, montieren die Steigeisen, seilen uns an und steigen die letzten Meter zu Fuss im Trittschnee auf den Gipfel.
Durch ein enges Couloir lässt uns Marco rückwärts mit Ski an den Füssen am Seil ab – für einige eine neue Erfahrung. Ungewohnt ist es für alle. Anschliessend fahren wir durch abwechslungsreichen Schnee in die Coazhütte. Die umgebaute Hütte ist sehr schön findet der Architekt – nicht durchdacht finden ein paar andere. Auf alle Fälle ist die Hüttencrew freundlich und bestens organisiert. Das Essen und die Bewirtung sind hervorragend.
Für jede Gruppe einen
Am zweiten Tag geht es nach dem Frühstück um 8 Uhr los. Es ist keine Eile geboten. Wir trotten in angenehmem Tempo mit Spitzkehren durch eine imposante Eiswelt umgeben von Abbrüchen und Seracs hoch Richtung Gletschersattel. Plötzlich beschleunigt Marco. Über uns stehen zwei Tourenfahrer und rufen ihm etwas zu. Marco realisiert: Spaltensturz. Kurzentschlossen eilt er zur Stelle. Dem Tourenfahrer ist glücklicherweise nichts passiert. Er hat sich in rund sieben Metern Tiefe auf einem kleinen Absatz die Steigeisen montiert und kann an Marcos Seil gesichert aus der Spalte klettern. Kurz darauf trifft der Rettungshelikopter ein und fliegt die Gruppe aus.
Angeseilt laufen wir hoch durch die Ebene zwischen La Sella und Piz Glüschaint. Die Rettungsaktion wirkt nach. Marco spürt das und bietet uns an, das Tourenziel anzupassen. Wir teilen uns auf. Marco nimmt Role und Lukas ans Seil und nimmt mit ihnen den Piz Glüschaint in Angriff, welchen sie über eine technisch einfache, aber ausgesetzte Gratkletterei erreichen. Sandra verzichtet auf den Piz Glüschaint und übernimmt die andere Gruppe. In Zwei Zweierseilschaften stapfen Sandra, Felizitas sowie René und Selina durch sehr guten Trittschnee auf die Schneekuppe der Cima di Sondrio, von wo aus wir unsere Kollegen am Grat beobachten.
Nach einer Pause treffen wir uns wieder, um gemeinsam und am Seil gesichert durch die Serac- und Spaltenzone abrutschen. Endlich abgeseilt sucht uns Marco die unverfahrenen Hänge und findet sogar noch Pulverschnee. Zurück bei der Hütte haben wir Zeit für Kaffee und Kuchen. Marco bietet uns an, eine Spaltenrettung zu üben. Dieses Angebot nehmen wir an.
Drei an einem Tag
Heute starten wir früher und lassen die Coazhütte hinter uns. Wir steigen zuerst über den Vadret da Roseg und machen gut Höhe in Spitzkehrengelände weiter auf den Vadret da la Sella. Im Spaltengebiet bilden wir wiederum drei Seilschaften und laufen bei schönstem Wetter dem ersten Zwilling (Westgipfel) entgegen. Das Laufen am Seil durch eine wunderschöne Zastrugi-Landschaft ist recht anstrengend, da sich das Seil oft in den Zastrugi verhakt. Nach einem kurzen Fussaufstieg laufen wir zurück zum Skidepot und fahren in windgepresstem Schnee an den Fuss des höheren Westgipfels, wo wir schon bald die Ski schultern und zu Fuss die letzten paar Höhenmeter in Angriff nehmen.
Nach einem kurzen Abstieg steigen wir einen Rücken leicht aufsteigend querend auf den höchsten Gipfel des Tages, den Piz Sella. Danach fahren wir auf holprigem Schnee, rasant und mit brennenden Oberschenkeln auf die Fuorcla de la Sella, wo wir uns eine ausgiebige Pause am warmen Felsen gönnen. Wir geniessen den Blick in die Weite und erholen uns für die Abfahrt, welche pures Vergnügen in wunderbarem Sulzschnee-Cruising-Gelände ist. Der letzte Aufstieg zum Passo Marinelli Occidentale kostet nochmals Kraft. Die Sonne scheint mit aller Kraft. Das Tagesziel ist in Sichtweite. Wir sind die ersten Gäste im Rifugio Marinelli Bombardieri und haben die Sonnenterasse lange alleine, wo wir unsere feuchten Kleider und Innenschuhe trocknen lassen und endlich eine feine Verpflegung mit wunderbarem Panorama geniessen.
Einer nur für uns
Um 6 Uhr früh erwacht der Tag und wir starten ohne Stirnlampe. Den ersten steilen Anstieg Richtung Passo Marinelli Occidentale hat Marco noch am Vorabend gespurt, nachdem die letzten Tourengänger im Rifugio angekommen waren und die Aufstiegsspur verfahren hatten So gestaltet sich der steile Aufstieg im harten Schnee recht angenehm. Hinter uns geht die Sonne auf. Die Morgenstimmung ist eindrücklich. Vor uns türmt sich plötzlich ein Gletschertor auf: dieses hübsche Fotomotiv lassen wir nicht aus und reihen uns auf. Über den Fellaria-Gletscher ziehen wir unseres Skis in gleichmässigem Tempo konstant ansteigend hoch zum Passo Sasso Rosso. Die Berg- und Gletscherwelt um uns herum ist grandios. Richtung Puschlav schauend sehen wir einen leichten Nebel und witzeln über den «Puschlaver-Smog», nichts ahnend, dass es wohl der Rauch vom Waldbrand ist, der am Dienstagabend in Brusio ausser Kontrolle geraten war.
Unser Ziel im Blick laufen wir in der wunderbaren stillen Bergwelt Richtung Piz Palü, bis sich die Wand auftürmt. Wir machen ein Skidepot, schnallen die Steigeisen an und bilden unsere Seilschaften. Und wieder ist Flugwetter. Der Skihelm von Lukas rollt von dannen. Doch dafür ist jetzt keine Zeit.
Kurz steil in Trittschnee erreichen wir die kurze, knackige Kletterstelle, die mit einem Fixseil versehen ist. Danach laufen wir auf den breiten Gipfel des Piz Palü. Es ist windstill. Wir sind die einzigen Gipfelstürmer und geniessen die Aussicht. Glücklich und dankbar stehen wir auf dem Gipfel und gratulieren uns, im Wissen, dass noch der Abstieg und eine lange Abfahrt durch eine wilde Gletscherwelt bevorstehen.
Und auch der verschwundene Skihelm muss zurückgeholt werden. Gut gesichert klettern wir durch den Felsen zurück Richtung Skidepot. Mit einer rassigen Fahrt am Fusse des Piz Spinas kommen wir auf die Fuorcla Bellavista, wo wir uns noch einmal eine kurze Pause gönnen.
Danach sind Konzentration und Disziplin gefragt. In der Spur von Marco starten wir die Fahrt über den Vadret Morteratsch. Ausrutschen verboten. Die Steilheit lässt nach und schon bald kurven wir leichteren Herzens und dennoch vorsichtig durch die weiss-blaue Gletscherwelt. Der Schnee ist stellenweise drehfreudig und leicht, an anderen Stellen windgepresst und anstrengend zu fahren. Es ist eindrücklich und bedrückend zugleich, nicht wissend, wie lange es den Gletscher noch geben wird.
Aus der Richtung Bovalhütte rumpeln Steine und Schutt die Gletschermoräne runter. Wir kurven bis zum Ende der Gletscherzunge und machen einen Abstecher zum Gletschertor, das den Sommer kaum überleben wird. Danach fahren und stöckeln wir auf dem Wanderweg nach Morteratsch. Die Skier müssen wir erst knapp vor dem Gleis ausziehen. Der Frühling ist im Engadin angekommen.
Die Touristen und Alpinisten füllen die Terrasse. Wir gesellen uns dazu. Selten schmeckt ein Getränk besser als nach so einem Abenteuer. Die lange Rückfahrt durch den Albula-Tunnel durch das UNESCO Weltkulturerbe ist eine willkommene Zugabe und rundet die wunderschöne Bernina Haute Route würdig ab. Anfänglich haben wir noch viel zu berichten, doch irgendwann überkommt uns die Müdigkeit und wir sind alle froh, dass wir Bern kurz vor halb acht Uhr erreichen.
Tourenbericht: Felizitas
Ostertouren - Berner Oberland West Traversierung - die wilden W's
(Ersatz für Bernina Haute Route)
Karfreitag: Mit der Luftseilbahn schweben wir leicht vom Col du Pillon auf den Glacier 3000 empor. Der Empfang ist einzigartig, Sonnenschein und kaum Wind. Der "Aufstieg" mit einer Skiabfahrt zu starten behagt mir besonders, leichtfüssig gleiten wir über die sanften, frisch präparierten Pisten, letztlich im Pulverschnee dem Col du Sanetsch entgegen.
In unübersichtlichem Gelände durch den verschwundenen Gletscher müssen wir auffellen und bald starten wir mit dem Aufstieg über den Südwestgrat auf den Arpelistock 3036m. Bald sind die Spitzkehren am steilen Grat unumgänglich, die Portage (Ski auf dem Rucksack) ist nur kurz, bald erreichen wir den "stotzigen" Schlusshang, welcher bereits aufgesulzt ist. In grossen Entlastungsabständen erreichen wir schwitzend den Gipfel. Belohnt werden wir mit einem einzigartigen Panorama, welches vom Genfersee zum Mont Blanc, all den 4000er des Wallis, weiter zu den Berner Alpen, bis zu unseren heimischen Voralpen des Gantrisch reicht.
Als Dessert starten wir die fantastische Pulverschneeabfahrt durch die Steilhänge - welch Glücksgefühl. Tomi kreiert in erstaunlicher Freeride Manier einen Steilhang mit der Version "fadegrad grad abe" (siehe Foto). Aber auch unendlich viele Schwünge zeichnen wir in die Hänge bis zur Geltenhütte. Auf der Terrasse der Hütte beglücken wir uns mit kühlen Drinks, auch das obligate Eiertütschen ist Pflicht der Ostertouren.
Gegenüber der Hüttenterrasse findet Tomi anspruchsvolles Freeride Gelände à la "Verbier extreme", so unterhielt er die Anwesenden der Terrasse mit Spektakel an Sprüngen und einem 360er. Der Applaus blieb ihm nicht aus. Beachtlich was vom SAC Gantrisch alles geboten wird. Auf der Terrasse lässt sich gut chillen auch Kuchen und Kaffee erfüllten unsere Gelüste, zudem rundeten "tiefgründige" Gespräche den Nachmittag ab. In der Runde diskutierten wir die Tourenplanung der nächsten Tage, und schon wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Bald finden die Einen den wohlverdienten Tiefschlaf, und Andere warten liegend auf den Morgen…
Willi
Am Ostersamstag stehen wir in der Geltenhütte rechtzeitig auf, um vor allen anderen loszulaufen. Deshalb hat Willi für uns Frühstück bereits um 05.30 organisiert. Danach laufen wir in der Dunkelheit los - Willi vorab mit einer Stirnlampe. Es ist bedeckt und deshalb hat es in der Nacht nicht wirklich abgekühlt. Schon kurz nach dem Verlassen der Hütte hiess es abziehen. Alle waren bereits am Dampfen. Bald wurden wir von der Sonne geblendet und eine einzigartige Szenerie zwischen Hallos und Regenbogenfarben machten die Stimmung himmlisch. Der Aufstieg zum Geltenjoch und anschliessend zum Wildhorn 3247m war angenehm und Willi legte wie immer eine perfekte Spur ins Gelände.
Die rassige Abfahrt vom Wildhorn zur Cabane des Audannes endete auf dem See vor der Cabane. Deshalb nochmals auffellen, bevor vor der Hütte auf Paletten sitzend ein kühles Getränk genossen werden konnte.
Die Cabane des Audannes ist einfach und rustikal. Strom nur im Ess- und Materialraum, Toilette draussen, kein fliessend Wasser, aber die Hütte als solches ist klein und fein und das Personal sehr nett. Und der Border Collie liebte Tomi und Willi.
Ah ja, und einige haben gelernt, dass man nicht mit dem Gschtältli zum Frühstück kommen sollte. Denn es ist weder praktisch noch sinnvoll und man punktet auch bei Willi nicht!
Thömu
Ostern: Cab. des Audannes – Schnidenhorn 2937m – Plan de Roses – Wildstrubelhütte
Bei schönstem Wetter und einem kühlen Wind startete die Tour an der Cabane des Audannes. Der Aufstieg zum Schnidenhorn (2937 m) bot ein Panorama, das nur noch durch die Gipfelrast getoppt wurde: Passend zum Datum genossen wir das traditionelle Eiertütschen auf dem höchsten Punkt.
Die anschliessende Abfahrt über Plan de Roses präsentierte sich fahrtechnisch abwechslungsreich. Der Schnee variierte zwischen hart und sulzig, blieb jedoch dank einer guten Unterlage stabil und trug bei entsprechendem Tempo hervorragend.
Die grösste Herausforderung des Tages bildete der finale Gegenanstieg zur Wildstrubelhütte. Unter wärmender Sonne zog sich der Weg spürbar in die Länge, bevor wir schliesslich die Unterkunft erreichten und auf dem Balkon den Tag ausklingen liessen.
Dänu
Ostermontag - am Vorabend die Skier bereits aufgefellt starteten wir unsere letzte Tour von der Wildstrubelhütte mit einem kleinen Aufstieg bis zur Bergstation der „VBS“-Bahn.
Bei herrlichem Wetter und einer grandiosen Morgenstimmung überquerten wir den Gletscher Plaine Morte - eindrücklich! – Beim Aufstieg zum Wildstrubelgipfel begegnete uns ein damenloser Ski und sorgte für einen kurzen Moment der Verwunderung.
Oben angekommen, garstig und windig - schnelle Umrüstung war angesagt und weiter Richtung Mittelgipfel mit weniger Wind und einer rundum herrlicher Aussicht.
Noch die letzte „Eiertüpfete“ und dann anschliessend die lange Abfahrt an die Lenk zu den Simmenfällen.
Die letzten 15 Minuten mussten wir jedoch zu Fuss, die Skis am Rücken, zurücklegen. Der Weg war aper, bereits Spaziergänger im kurzen Sommer-Outfit kamen uns entgegen; ein kleiner Kontrast zu unserer hochalpinen Winter-Ausrüstung.
Zurück im Tal stand erst einmal das wohlverdiente Durstlöschen im Vordergrund. Danach ging es mit dem Postauto nach Lenk und weiter nach Zweisimmen, wo wir uns von zwei Gspändli verabschiedeten. Die Reise führte weiter nach Saanen. Die zwei Chauffeure, Willi und Tomi setzten ihre Fahrt mit dem Postauto zum Col du Pillon fort um die am Freitag parkierten Busse zu holen. Die „Übriggebliebenen“ überbrückten die Wartezeit bei schon sommerlichen Temperaturen gemütlich auf einer Terrasse in Saanen mit einem; teils sogar zwei „Glacechübeli…“
Am Ende einer wunderbaren Ostertour kamen wir müde, aber rundum zufrieden zuhause an. Ein herzliches Dankeschön für die perfekte Organisation - Merci viu mau!
Glöisi & Barbara
TN: Bärble, Lena, Tegi, Dänu, Glöisi, Thömu, Tomi und Willi
Der Mariannehubel – der Unvollendete
Nicht nur in der Musik gibt es die „Unvollendete“. Das gibt es auch bei Skitouren.
Doch davon später mehr.
Vor der Tour wollte ich wissen, warum der Mariannehubel so heisst. Meine Recherchen führten zu keinem überzeugenden Ergebnis. Was wir aber sicher wissen ist, dass der Gipfel auf 2‘156 m ü. M. liegt und genau dort hinauf wollte heute die lustige Schar von 11 Skitourengängern.
Kurz vor 10 Uhr trafen wir uns zum Start auf dem Autoparkplatz im hinteren Diemtigtal, unmittelbar hinter dem Skilift Grimmialp.
Das Wetter: Recht kalt, ein Gemisch aus Sonne und Wolken und noch windstill.
Zuerst ging es entlang der asphaltieren Strasse hinauf, bevor wir eine Abkürzung durch den Pinienwald,… eh Mischwald mit vielen kleinen Sträuchern und Bäumen fanden. Ich kann versichern, dass der durch die Tourenski verursachte Waldschaden im juristisch vertretbaren Rahmen blieb.
Zum Glück war vorgespurt, denn es lag Neuschnee, im oberen Bereich der Tour mindestens ein halber Meter. Im Wald kam sporadisch kitschig blauer Himmel hinter den stark verschneiten Bäumen hervor. Einfach schön!!
Je höher wir aufstiegen, desto mehr kam uns der Nebel entgegen. Auch der prognostizierte Wind blies je länger je heftiger.
Auf knapp unter 2‘000 m ü. M. wurde die Sicht immer schlechter und der starke Wind trieb uns den neuen Schnee heftig ins Gesicht.
Richtigerweise wurde beschlossen, nichts zu riskieren und die Tour ohne Gipfelerlebnis abzubrechen… eben, die unvollendete Skitour.
Bei recht blinder Sicht wurde die Abfahrt Richtung Tal in Angriff genommen. Beim Aufstieg waren wir alle überzeugt, dass uns der neue Pulverschnee eine herrliche Abfahrt bescheren wird. Mit wenigen Ausnahmen war dann der Schnee leider schon etwas pappig geworden, was schöne Spuren im jungfräulichen Schnee erschwerte.
Auf halben Weg ins Tal nahmen wir das Mittagessen aus dem Rucksack ein. Bei der Talstation fiel schon leichter Schnee-Regen.
Auf der Unvollendeten kamen immerhin knapp 700 Hm und gut 9 km Wegstrecke zusammen.
An der von Manuel und Sandra perfekt organisierten Tour waren auch noch dabei: Rita, Gerhard, Marianne (eben doch), Magdalena, Martin, Susanne, Stephanie, Benno und
Walter (Bericht). Herzlichen Dank an Manuel und Sandra!
Die Unvollendete war trotzdem sehr schön.
Die Mutigen werden belohnt! Trotz schlechter Wetterprognose und grosser Lawinengefahr sind wir beim Gemmipass gestartet. Statt drei Tage hiess es zwei Tage - statt Grosses Wannenhorn Wildstrubel – statt Finsteraarhornhütte Lämmerenhütte. Bei herrlichem Schneegestöber sind wir Richtung Lämmerenhorn losgezogen. Ab der Steilstufe wurde es für unsere Tourenleiter Stefan und Roland anstrengend, denn der tiefe Neuschnee war sehr schwer zum Spuren! Während der Abfahrt vom Lämmerenhorn wurde das Wetter immer besser. Bei der Hütte sind wir herzlich empfangen worden.
Am Samstagmorgen war das Wetter ausgezeichnet, bereits am Morgen hat uns die Sonne empfangen. Bis auf wenige Meter konnten wir (Stefan) die Spur in den frisch gefallen Schnee legen. Einfach herrlich! Auf dem Wildstrubel erklärte uns Roland das Panorama. Das Highlight des Tages war die Abfahrt. Wir genossen die Hänge und verzierten sie mit unseren Spuren. Dank einem kurzen Aufstieg nach der Hütte konnten wir auf dem Sommerweg ein paar weitere Hänge fahren.
Ein grosses Dankeschön an unsere Tourenleiter für dieses fägige Ersatzprogramm und für die umsichtige Durchführung!
Noch scheint die Sonne, als wir kurz vor neun Uhr auf der Gemmi starten, doch die ersten kleinen Wolken sind schon sichtbar. In der ersten Steilstufe kommt uns eine welsche Gruppe entgegen und bestätigt unsere Befürchtungen: «C’est mauvais”, ist ihr Fazit über den Schnee weiter oben, und es braucht nur rudimentäre Französischkenntnisse um zu wissen, dass das nicht «Pulver gut» bedeutet. Wir steigen unverdrossen weiter und erreichen nach gut vier Stunden bei leichtem Schneefall den Mittelgipfel des Wildstrubels. Für einen kurzen Moment reissen die Wolken auf, dann sind Wolken und Nebel zurück. Die Abfahrt zur Lämmernhütte ist dann tatsächlich ziemlich «mauvais», aber mit viel Rutschen und Stemmbogen kommen wir irgendwie runter.
Der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite – aber die Lawinengefahr ist deutlich angestiegen auf «erheblich». Wir entschliessen uns deshalb für die sichere Variante Richtung Sunnbühl. Und siehe da: Unterwegs finden wir tatsächlich noch den erhofften Pulver, wenn auch auf relativ kurzen Hängen. Dafür gibt’s quasi als Dessert eine wilde Abfahrt vom Sunnbüel bis hinunter nach Kandersteg.
Mit dabei: Denise, Felizitas, Clà, René und Thomas (Tourenbericht)
Mariannehubel statt Hochmatt
Aufgrund der grossen Neuschneemengen haben wir unsere Tour umgeplant und uns für das schöne, sichere Diemtigtal Richtung Mariannehubel entschieden. Wir wurden von zauberhaften, verschneiten Bäumen begrüsst. Zuerst haben wir uns ein wenig durch den Nebel gekämpft, aber wurden auf dem Gipfel bei sonnigem Wetter empfangen. Leider war die Mittagspause ein wenig zu lange und den ersten Teil mussten wir im aufkommenden Nebel fahren. Trotzdem konnten wir den Neuschnee geniessen und ab der Baumgrenze war die Sicht auch wieder gut. Zuletzt liessen wir den Tag bei einer Getränkerunde in der Beiz ausklingen.
Mit dabei waren: Larissa, Beni, Sandro, Dänu, Tomi (merci für den Bericht & Bildli!) und Roland
Angesichts der trüben und windigen Wetterprognosen kostete der Aufbruch einigen Teilnehmenden etwas Überwindung. Umso grösser ist die Freude, als uns schon bald nach dem Start die Sonne wärmt - wer wagt, gewinnt! Plaudernd steigen wir stetig der Galmschibe entgegen, welche das Bodezehore heute klar aussticht. Oben auf dem Rücken ist der Schnee recht knapp. Der auffrischende Wind und die nahende Front mahnen zur baldigen Abfahrt. Der Hauch Neuschnee war das I-Tüpfelchen auf der genussvollen Abfahrt über die tollen Sulzschneehänge, welche manchen Juchzer hervorlocken. Ab Mittelberg wird die Abfahrt anspruchsvoller - zuerst durch immer nasseren Schnee, dann immer abenteuerlicher. Zu Beginn ist Slalom um Baumstrünke angesagt, bis der Schnee sich mit waldigen Passagen abwechselt und die Ski geschultert werden müssen. Die Vielfalt der Pflanzen weckt das Interesse der Hobby-Botanikerin, aber das steile Gelände fordert volle Konzentration und erlaubt nur wenige Seitenblicke. Fildrich ist bald in Sicht. Der Schnee auf dem Sommerweg und in der Ebene ermöglicht wieder ein paar lockere Schwünge. Im Riedli lassen wir die Tour gemütlich ausklingen. Danke, Manuel und Sandra für die top Vorbereitung und Leitung! (Bericht: Jutta)
Die Anreise am Sonntagabend per Zug nach Davos gelingt trotz Umsteige- und Dichtestress gut, mit auf Fahrt sind: Tinu (BF), René (TL) Madeleine, Wale, Edith, Gerhard, Benno, Marianne. Das Postauto hingegen fährt ohne uns ab Postplatz Davos und eben nicht ab Bahnhofplatz nach Frauenkirch. So kommen wir halt per Taxi und im Bus von Oscar im Landhaus in Frauenkirch an. Oscar hat heute bereits den Engadiner Marathon in einer Superzeit absolviert und ist deshalb mit seinem Bus vor Ort, gerade richtig für uns Gestrandete mit Skigepäck.
Voller Übereifer und mit Vorfreude auf die Tour stehen die ersten von uns am nächsten Morgen bereits um 6.45 statt erst um 7 Uhr vor der Tür des Frühstücksraums, was wiederum die Gastgeberin Carina ziemlich grantig macht. Wir werden jedenfalls mit einer ordentlichen Standpauke empfangen, besonders dem Tourenleiter wird das Fell über die Ohren gezogen, er habe seine Gruppe nicht im Griff und Morgen gelte nun neu 6.45 Uhr. Das Buffet hingegen ist reichhaltig und liebevoll bereitgestellt und lässt uns den ZS schnell verdauen. Wir fahren heute mit der Standseilbahn auf die Schatzalp, nehmen noch zwei Lifte auf Strelabärg, bevor wir nach einer ersten Abfahrt die Felle für die Tour montieren. Gemächlich ansteigend und immer westwärts gehend erreichen wir unseren ersten Gipfel, das Chörbschhora (2651m). Die Sonne hat inzwischen die Abfahrtshänge aufgewärmt, uns erwartet eine tolle Abfahrt auf die Stafelalp hinunter, wo wir bei Kaffee, Nusstorte und viel Geplapper eine ausgiebige Pause machen. Auf mickrigen Schneeresten gelangen wir direkt hinter unser Hotel, gut gefunden Tinu! Für das Nachtessen fahren wir mit dem Bus nach Davos in die Alte Post, heute klappt es sogar mit den Einsteigeorten.
Unsere zweite Tour führt auf den Erezbärg (2615m). Zum Zmorge getraut sich niemand zur falschen Zeit bereit zu sein, ja nicht Corina erzürnen! Das Buffet ist perfekt, das Wetter prächtig, alles paletti. Der Bus fährt uns nach Monstein, dem kleinen Bierbrauerdorf etwas weiter unten im Landwassertal. Wir tragen die Skis durch das Valserdorf und noch wenige Minuten das Strässchen hoch. Der Aufstieg führt durch offene Lärchen- und Arvenwald, über Älpetli, in idyllischer Landschaft. Ausser uns ist kein Mensch unterwegs. Am Gipfelhang geraten wir gehörig ins Schwitzen, doch kaum oben angekommen, haben die Wolken Oberhand gekriegt und es bläst ein giftiger Westwind. Trotzdem geniessen wir die Aussicht auf das Älplihora, das Chrachehore oder auch talauswärts. Sorgfältig fahren wir die ersten paar Meter über den sehr schmalen Geisswegpfad leicht abwärts, bevor wir die besonnten Hänge auf perfektem Sulzschnee zur Hauderalpa (Die Flurnamen in der Gegend hier sind einfach zu schön!) runterkurven. Die letzten Höhenmeter ab Underischt Haud führen uns auf einem kleinen Waldweg, die Skis nun auf dem Rucksack, direkt nach Monstein zurück, wo wir uns frisch ab Presse aus der Fabrik auf dem Bänkli des Dorfplatzes dem Hopfengenuss hingeben. Nebst Bier fehlt heute auch die aromatisch duftende Pfeife von Benno nicht, zudem sorgt Madeleines Naturpfeife mit dem Mieschschnauz für gehöriges Gelächter. Den Apéro genehmigen wir uns im Aufenthaltsraum vom Landhaus, garniert mit Häppchen, für die gestern Wale extra gesorgt hat.
3. Tag: Chüebärg (2635m): Unerwartet schönes Wetter, welch ein Glück! Wir fahren nochmals nach Monstein und nehmen heute das westlich gelegene Bachtal hinter dem Dorf mit Ziel Chüebärg in Angriff. Leider fehlen uns auf der heutigen Tour Madeleines träfe und gute Laune verbreitenden Gespräche, sind doch ihre Felle dummerweise im Hotel geblieben. Sie muss deshalb wohl oder übel zurückfahren. Unternehmungslustig steigt sie dann allein über die Safelalp hoch und geniesst dafür vor dem Bergbeizli Kaffee und Beerenkuchen. Indessen erreichen wir wiederum breite Alpen, Afferied, Büelen, Chüebärg. Unser Ziel ist ein Güpfi nordwestlich vom Büelhora. Mit Oscars amüsanten Gedanken, zum Beispiel über die starken Frauen, die es braucht für Männer auf dem Weg zum Erfolg, erreichen wir mühelos unser Ziel. Mit einem Schneeprofil auf der Nordseite des Chüebärgs erklärt uns Tinu die Lawinensituation wegen des Altschneeproblems. Eindrücklich! Eine breite Schicht Griesschnee auf 1.5 Meter Tiefe. Hänge ab 30° müssen weiterhin besonders sorgfältig geprüft werden. Die Abfahrt bietet von leichtem Raureifschnee, über Sulz bis Knusperschnee und einer sonnigen Langbank vor einer Alphütte etwa alle möglichen Frühlingsvarianten. Beinahe hätte es der Kellner im Restaurant Ducan mit seiner seltsamen Willkommensart vergeigt, uns etwas zu verkaufen. Aber die Lust nach Hopfen und Malz ist grösser als eine Umkehr ohne Tranksamen. Zufrieden schauen wir auf den unerwartet geschenkten Schönwettertag mit der vollauf gelungenen Tour zurück. Und nicht genug davon! Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns am Abend. Es gilt zwar zuerst noch gut 1km zu Fuss zu bewältigen, aber das Restaurant Schrämli’s bietet danach ein wunderbares Nachtessen, richtig gourmetmässig. Das super eingespielte Team von Servicefrauen und die festliche Ambiance des Hauses (unsere Sportklamotten ausgenommen) sorgen zudem für allerbeste Zufriedenheit.
Unsere vierte Tour sollte eigentlich ab Pischa im Flüelatal stattfinden. Der Nebel hängt aber leider tief, die Luft ist feucht. Der Schnee verspricht keinen Genuss zum Skifahren und die Aufhellungen werden zu spät eintreffen. Deshalb beschliessen wir, die Tour mit der Bus- und Bergbahnanfahrt ins White-out gar nicht erst zu starten. Oscar und Tinu fahren im Büssli zurück und wir andern nehmen die RhB nach Landquart, wo uns beim Umsteigen vorübergehend die gute Laune abhanden kommt. Lässt doch die Zugführerin die Türen schliessen, bevor Wale, Geru und Benno eingestiegen sind! Schade für diesen verpatzten gemeinsamen Abschluss unserer Davostage! Ärgerlich, aber der Erfolg unserer Touren in einer uns unbekannten Bergregion wird dadurch nicht geschmälert. Die Freude, die mega coole Stimmung untereinander, lassen uns optimistisch auf eine Wiederholung in einem anderen schönen Tourengebiet im Frühling 2027 hoffen.
Tinu, du bist einfach ein Superbergführer! Vielen Dank dir, bis zum nächsten Mal! René, merci für die Organisation. (Beinahe ) Alles hat gut geklappt! Edith, Madeleine, Wale, Oscar, Gerhard, Benno, Marianne (Bericht)
Tourenwoche Valle Maira
In zwei Fahrgruppen fuhren am Samstag 12 Skitourenbegeisterte los gen Südwesten: Bergführer Willi, Organisatorin Tegi und Bärble, Bine, Brige, Bruno, Glöisi, Hudi, Märsu, Mätthu, Reto und Thömu. Ursprünglich geplant war eigentlich eine Fahrt gen Osten in die Franz Senn Hütte in Österreich, aber dort gab es nicht genug Schnee und ein Altschneeproblem. Deshalb Planänderung: Valle Maira im Piemont. Die Anreise ins Valle Maira ging wie bereits mehrmals zuvor (auch mal mit Bike) durch den grossen St. Bernhard mit dem schon obligatorisch gewordenen Kaffee- und Paninistopp vor Aosta und dem zweiten Stopp mit Chinotti in Dronero bis nach Marmora im Valle Maira. Auf der ganzen Fahrt bis zur Unterkunft sahen wir praktisch keinen betourbaren Schnee. Angekommen in der Unterkunft Le Marmu ging es nach dem Zimmerbezug direkt weiter mit dem Apéro um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu geniessen: zwei feine Plättli mit zentimeterdicken Salamirädern, feinstem Prosciutto crudo und Formaggio d’Elva kombiniert mit Bierra Rosso und Radler con Lemonsoda waren im Nu verspeist und weggetrunken. Auf diese Weise gestärkt, konsultierten wir noch die Tourenkarte um dann direkt zum 4-Gänge-Znacht überzugehen. Hat jemand gesagt, wir wären verfressen?
Am Sonntag fuhren wir hoch nach Lausetto. Nach kurzer Skitragepassage erblickten wir endlich den ersten zusammenhängenden betourbaren Schnee. Von da an bis hoch auf den Monte Ruissas (2746m) blieb der Schnee sehr knusprig. Es kreuzten uns einige versprengte ItalienerInnen, die wider Erwarten nicht in plaudernden Gruppen unterwegs waren, so dass doch einer aus unseren hochkoordinierten, eingespielt synchronen 6er Gruppen vor Überraschung einen Rückwärtssalto mit Skis machte. Aber immerhin kamen alle von uns gut gelaunt nach 1300hm auf dem Gipfel an, was man nicht von allen EinzelgeherInnen behaupten konnte. Die Abfahrt auf superschönen, zum Kurven einladenden Sulzhängen machte uns so durstig, dass wir auf der Rückfahrt direkt wieder Einkehren mussten. Im La Pauso – der Name ist Programm – gab es Radler/Bier/Caffe und das obligate Plättli des Tages.
Von Preit aus ging es am Montag auf den Bric Boscasso (2589m). Bei schönem Wetter gingen wir über die Bergschulter und schliesslich auf einer Tragepassage um den Gipfel. Wer beim Anschauen der Bilder denkt, da wurden vier Mal dieselben roten Ski hin und her getragen, der irrt, denn es gab den gleichen Ski gleich vier Mal. Auf der anderen Seite des Gipfels blitzte uns der schneeweisse und wunderbar steile Abfahrtshang entgegen. Die Franzosen von der Côte d’Azure staunten nicht schlecht, als wir nach Willis «Go» unverzagt in den steilen Hang stachen. Vor Mittagsküchenschluss erreichten wir schliesslich das Le Marmu, wo für uns teigfrische Spaghetti mit herrlicher Burro e Salvia (Burro d’Elva?) gezaubert wurden. Das waren die besten Spaghetti ever! Und endlich, endlich zum Apéro: Bombardino! Nach dem 4-Gänge-Menue zum Znacht (Wir? Verfressen?) studierten wir noch Tegis beeindruckende Tourenwochenliste seit 2001!
Am Dienstag gab es ein nasses Erwachen. Als der Regen in Schnee überging, beschlossen wir, das Jassen zu verschieben und stattdessen von Chialvetta aus Richtung Colle Ciarbonet aufzusteigen. Mit eindrücklichem Lärm krachte der Schnee von den gegenüberliegenden steilen Hängen runter. Willi führte uns zu einem sicheren Rücken, über den wir durch lichten Lärchenwald abfahren konnten. Beim Zwischenstopp im Rifugio Viviere genossen wir leckere Pasta. Wir staunten nicht schlecht, als wir von Fabrizio erfuhren, dass eine grosse Gruppe Tourengänger aus Dänemark in seinem Rifugio logiere. Bevor wir aufbrechen konnten, offerierte er uns etwas Eingemachtes. Statt der erwarteten Zucchini offenbarten sich im Glas in Alkohol und Gewürzen eingelegte Zuckerstücke. Nur die Hartgesottenen liessen sich einen solchen auf der Zunge zergehen – Desinfektion inklusive. In der «Locanda La Marmu», unserer Unterkunft, ging es weiter mit Entdeckungen: Die von Ivan servierten Apérochips entpuppten sich als frittierter Lardo (das Fett vom Speck), was einige unter dem Namen «Gröibi» kennen.
Bei schönem Wetter starteten wir am Mittwoch in Saretto mit dem Ziel Monte Viraysse, 2838m. TeilnehmerInnen der SAC Bikewoche 2024 erkannten den ersten Teil des Aufstiegs von der Oronaye – Tour. Doch diesmal führte der Aufstieg durch ein frisch verschneites hügeliges Labyrinth zum Colle Sautron. Auf dem Pass wehte ein stürmischer Wind. Dementsprechend abgeblasen war der Gipfelhang, so dass wir uns zügig für die Abfahrt bereit machten. Die Gruppe aus Bayern, die kurz nach uns den Pass erreichte, hatte das Nachsehen. Ihnen blieb nur noch festzuhalten: «Das wäre unsere Variante gewesen…», nachdem Willi für uns mit regelmässigen Schwüngen den steilen, noch unberührten Pulverhang eröffnet hatte. Umso mehr genossen wir die tolle Abfahrt über die offenen Hänge und den verspielten Finish durch die Lärchen. Man kann es aktive Berghilfe nennen oder Verfressenheit: Wenn unterwegs eine Beiz offen hatte, wurde sie von uns berücksichtigt. Auch das «Radler» und die «Tortellini al Burro e Salvia» gehören zu einer Tourenwoche in Italien, ebenso ein «Bombardino».
Für Donnerstag waren sich die Wetterapps nicht ganz einig, doch ab Mittag sollte es sonnig sein. Auch die Lawinensituation erlaubte es, zur «Königsetappe» zu starten: Ein «Giro» ab Saretto, vorbei am Lago Visaisa – wo man sich für die Traverse wünschte, man wäre ein «Röibi» oder ein «Dahu» - zum Bivaco Bonelli, 2323m, über den Colle d’Enchiausa, 2736m und durch das gleichnamige Tal runter bis ins Vallone di Unerzio. Nachdem eine seltsame Tourengruppe durch unseren LVS – Test gestolpert war, legte Willi ein flottes Tempo vor, um diese hinter uns zu lassen. Wir schwitzten und dampften beim Aufstieg durch die Lärchen. In der Wetterküche brodelte es, der Nebel hob und senkte sich, gab mal den Blick frei auf die dolomitenähnlichen rötlichen Felsformationen, mal liess er die Sonne durchscheinen als wäre sie der Mond. Ein wahrhaftes Naturspektakel wurde uns geboten – wunderschön! Der Aufstieg durch die tolle Landschaft war sehr abwechslungsreich – immer wieder boten sich auch tolle Fotosujets. Nach der Pause beim Bivaco Bonelli ging es für den letzten Anstiegen mit Spitzkehren zur Sache, wo das Spuren für Willi auf dem windgepressten Schnee ein «Chrampf» war. Auf dem windigen Pass genossen wir die tolle Aussicht auf die Felswände und freuten uns auf die Abfahrt durch das schmale Tal. Willi fand wie immer die Hänge mit dem am einfachsten zu befahrenden Schnee. Was für ein Genuss! Auch diesmal gönnten wir uns noch einen Abstecher ins Rifugio Viviere, wo wir leckere Pinsas assen. Am Abend wurden wir in unserer Unterkunft ebenfalls verwöhnt: Die Tante, die wir oft in der Küche hatten essen sehen, hatte den ganzen Nachmittag damit verbracht, Ravioli zuzubereiten. Unglaublich fein und zart waren diese mit Ricotta und Spinat gefüllten Teigwaren, sie schmolzen einem auf der Zunge. Ein krönendes Essen für diese krönende Skitour!
Am Freitag hiess es zwar, packen, aber bei stahlblauem Himmel liessen wir es uns nicht nehmen, vor der Heimreise nochmals eine Skitour zu unternehmen. Willi fand zwischen dem Monte Cassorso und dem Monte Boscasso den Canale Cassin, den perfekten, noch unbefahrenen Sulzhang. Ein letztes Mal genossen wir die Aussicht auf den imposanten Rocca la Meja oder den Monte Tibert und wussten, Valle Maira, du hast uns verzaubert, wir kommen gerne wieder, sei es im Sommer oder im Winter.
Bericht: Bine und Brige
Heute ist eine wahre Frühlingstour im Diemtigtal angesagt, das heisst: früh aufstehen, Sonnenschein, warme Temperaturen, Sulzschneeabfahrt. Treffpunkt ist der grosse Parkplatz am Fildrich bei der Kileikäserei. Um acht Uhr geht’s los, zuerst flach dann stotziger das Tal hinauf, danach folgt die Bachquerung mit ein paar knorzigen Schritten das Wäldli hoch. Die Mittelberghütte lassen wir links neben uns liegen, wir ziehen weiter am Südfuss der Galmschibe entlang, wo wir auf die ersten Morgensonnenstrahlen treffen und eine Znünipause einschalten. Schon bald gilt es nun ein erstes steiles Bord zu queren, aber mit den Harscheisen und der guten Spur ist es gut zu bewältigen. Von nun an ist Schwitzen angesagt. Jacken und Kappen verschwinden in den Rucksäcken. Stetig kommen wir im Obertal höher hinauf und treffen beim Punkt 2417m auf den im Schnee versteckten Sommerwanderweg zur Männliflue, der ab genau diesem Güpfi dem Grat entlang auf den Gipfel (2652m) führt. Hier aber ist unser Aufstiegsziel erreicht, es ist kurz vor Mittag, also genau richtig in der Zeit. Die Aussicht ist bezaubernd, hinter uns der Männlifluegipfel, unter uns der sulzige Abhang und die weisse Dünenlandschaft des offenen Tales, gegenüber die die steilen Nordhänge und Couloirs des Erbithore und des Drümännlers und weiter im Westen das Gsür und das Türmlihore.
Die Abfahrt ist ein Frühlingstraum, 11km und 1100Hm! Sulzschneehänge noch und noch. Einmal queren wir noch eine Lawine und ein kurzes Grasband. Ansonsten kurven wir frei und frank, dort wo es uns gerade am besten gefällt und passt. Sogar das Tal hinunter zurück zu den Autos geht es noch ganz gut, obwohl doch die letzten beiden Wochen wohl hunderte dort runtergefahren sind und ihre Spuren hinterlassen haben. Eindrücklich sind heute die Lawinenabgänge der vergangenen Tage anzusehen, eine Grosslawine zum Beispiel am Gsür, etliche andere in verschiedenen Nordseiten oder die Nassschneegrundlawinen an den steilen Ostseiten des Rauflihorns. Gut gelaunt und glücklich über ein weiteres wunderbares Tourenerlebnis kurven wir zurück zur Kilei.
Als krönenden Abschluss hat uns Benno Winkler auf die Sonnenterrasse seines Familienchalets zum Apéro eingeladen. Durstig und voller Vorfreude machen wir also noch den Abstecher auf die westliche Seite der Grimmialp (Senggi), wo wir von Benno mit Speis und Trank bewirtet werden und die Tour gemütlich ausklingen lassen. Vielen herzlichen Dank Benno!
Merci auch den Tourenleitern René und Roland
TN: Madeleine, Rita, Susanne, Regine, Roland, Gerhard, Bericht: Marianne
Zeitig um 9:00 starteten wir von der Wasserscheide Richtung Gustispitz, unserem heutigen Ziel. Anfangs noch bewölkt und neblig, ließen uns vereinzelte Sonnenstrahlen bald hoffen, dass wir den Gipfel etl. doch, wie auf SwissMeteo prognostiziert, bei etwas Sonnenschein erreichen werden.
Der Aufstieg war kurz, aber wegen des über Nacht hart gewordenen Schnees, nicht ganz geschenkt. Gegen Ende montierten wir deswegen unsere Harscheisen, die uns im steileren Gipfelhang Sicherheit brachten.
Auf dem Gipfel dann tatsächlich Sonnenschein! Das alpinen Gipfelgrätchen hin zum Gipfelkreuz das Tüpfelchen auf dem i.
Die Abfahrt forderte uns dann vor allem im mittleren Teil, wo der obere, bis dahin genügend harte Schnee unser Gewicht nicht mehr ganz zu tragen vermochte. Leicht führte dies dazu, dass man verkantete oder in Rücklage geriet, gelang es einem nicht konsequent über den Skis zu stehen und die Skis schön eng zu führen. Glücklicherweise dann weiter unten feiner Sulzschnee, der die etwas frühlingshaft anmutende Abfahrt abrundete.
Die letzten Sonnenstrahlen genossen wir auf der Terasse des Skiliftbeizlis auf dem Gurnigel, bevor die Wolken alles wieder in Nebel hüllten. Zeit um nach Hause zu fahren. Danke Roger, Selina, Michelle, Tobias, Benjamin und Chiara für die tolle gemeinsame Tour!
Eigentlich war eine zweitägige Tour im Binntal angesagt. Auf Grund des lästigen Altschneeproblems und der unsicheren Entwicklung von Wetter und Schnee wurde entschieden, die Tour auf die Berner Seite zu verlegen. Das lange Abwarten bis Freitagabend für den Entschied zu einem Tourenziel hatte sich gelohnt. Der Samstag beschenkte uns mit einer rassigen Tour auf den Wildstrubel bei nahezu besten Bedingungen.
Um 7.00h standen wir zu viert alleine in der Gondel, die uns auf die Engstligenalp brachte. Wir überquerten die weite Ebene und stiegen gemächlich unter dem Ammertengrat hinauf zum Strubelgletscher und genossen die grosse Ruhe, waren wir zu dieser Zeit weit und breit die einzigen Skitourengänger im Gebiet.
Gespannt näherten wir uns der Schlüsselstelle unterhalb des Frühstücksplatzes. Eine halb zugewehte Spur führte wohl unter die Steilstufe, die Steilstufe selber sah aber ziemlich abweisend aus. Nach aufwendiger Spurarbeit standen wir unterhalb der Steilstufe und schnallten die Steigeisen an. In der vorhandenen Fussspur gings hoch unter den fast senkrechten Wächtenausstieg den Walter sogleich elegant überturnte und ein Fixseil einhängte. Bald standen wir oben auf dem Grat und zogen in schön ausholenden Bögen weiter über den Ammertengletscher bis hoch auf den Gipfel. Eine atemberaubende Rundsicht ins Wallis belohnte uns für den höhenmeterreichen Aufstieg.
Die Abfahrt war ein Genuss in Pulver. Die Steilstufe beim Frühstücksplatz sind wir etwas unterhalb in steilem Trittschnee abgestiegen. Wir entschieden uns für die Abfahrt über die Nordflanke hinunter auf die Engstligenalp. In den Couloirs fanden wir durchwegs Pulver bis die Schenkel brannten. Erst ganz zum Schluss gerieten wir in die Tramschienen, doch was soll’s, es wartete bald schon das wohlverdiente Bier an der wärmenden Sonne auf uns.
Tina, Silvan und Walter – schön ward ihr bei dieser Tour mit alpinem Zuckerguss dabei.
Frühlingsbedingungen in schöner Gegend und mit guten Leuten, was will man mehr!
Tschingellochtighore – 28.02.
Von der Engstligenalp der Sonne entgegen zum Tschingellochtighore. Dank perfekter Spurarbeit problemlos bis zum Sattel. Kurze Pause, tief durchatmen, geniessen.
Abfahrt in selektivem Pulverschnee in den Kessel Richtung Kandersteg: "locker, einfach". Unten: Ruhe, Weite, keine Wolke am Himmel. Wunderbare Aussicht.
Nochmals hoch zum Sattel und als Krönung eine herrliche Sulzschneeabfahrt zurück zur Engstlige.
Ein rundum gelungener Tag. Danke an alle, besonders an Rolf!
Angesichts der angespannten Lawinensituation haben Sandra und Manuel vorgängig lange telefoniert, um eine passende Tour auszuhecken. Wir fuhren zunächst mit dem Sessellift vom Riedli zur Nüegg auf rund 1400m und stiegen dann gemächlich auf Richtung Wiriehorn. Nach einer Trinkpause auf dem Sattel ging es weiter durch ein kleines Stück Wald, wo wir auch einmal unsere Skier ausziehen mussten, um in steilem Gelände über Gehölz zu steigen. Es folgte ein steilerer «Bitz», wo dann hin und wieder bei der Spitzkehre etwas «gehäkelt» wurde und auch ein Skistock in die Tiefe kullerte (und zum Glück von einem Helden der zweiten Gruppe gerettet werden konnte). Wir stiegen weiter auf über einen runden Rücken mit ständiger Aussicht auf die gegenüberliegenden Bergketten, das aller letzte Stück dann mangels Schnee zu Fuss. Wir genossen das Zmittag in der warmen Sonne bei fantastischer Rundsicht! Die Abfahrt dann sehr abwechslungsreich: Die Schwünge auf dem leicht angesulzten Pressschnee leicht und flüssig, über gefrorene, verspurte Abschnitte holpriger, zuweilen waren wir von schwerem Schnee herausgefordert, besonders in jenem steilen Hang, von dem ich nicht schreiben soll 😉 Der Vorschlag von Sandra, nochmals aufzusteigen und diesen Hang ein zweites Mal zu erkunden, wurde dankend abgelehnt! So gings munter das letzte Stück die Piste runter, wir freuten uns nämlich bereits auf ein Getränk, zu dem uns Monique im Garten von Franz eingeladen hat. So fuhren wir ein paar Kurven im Auto und genossen frühlingshaftes Wetter im Garten des Chalets! Herzlichen Dank Monique für die Gastfreundschaft und Sandra und Manuel fürs Planen und Leiten! Ein toller Tag!
Mit dabei: Felizitas, Regine, Madeleine, Ursula, Jutta, Monique, Gerhad, Hans, Thomas, Patrick, Debi und Susanne (Tourenbericht)
Ursprünglich war der Drümännler geplant, aufgrund der Lawinen-Verhältnisse machten wir eine Ersatztour auf die Chrummfadenfluh von der Wasserscheide aus.
Das Wetter zeigte sich wechselhaft: zeitweise drückte die Sonne durch dunstige Schleierwolken, Richtung Alpen blieb es dunkel bewölkt. Dazu war es recht windig und relativ warm. Wir stiegen zuerst Richtung „Kamelbuckel“ (Nünenegrat) auf. Von dort gab es ein paar schöne Schwünge hinunter zur Alp Obernünene. Die Sicht wurde zunehmend schlechter, es begann zu nieseln – zeitweise Schneeregen, zeitweise Regen. Auf jeden Fall nass. Gerade als wir wieder aufstiegsbereit waren, stellte sich heraus, dass ein Teilnehmer seine Felle noch nicht montiert hatte. Das sorgte für einige treffende, gutgemeinte Sprüche – wohlwollend und kameradschaftlich, wie es sich gehört. Im Aufstieg zum Gustispitz lichtete sich die Bewölkung allmählich. Im oberen Drittel montierten wir die Harscheisen, was sich auf dem harten Untergrund bewährte.
Oben angekommen wurden wir belohnt: Dank eines grösseren blauen Lochs in der Wolkendecke genossen wir gute Rundum-Fernsicht. Ein spezieller Moment – wir im Schnee auf diesem recht alpin wirkenden Gipfel, während das Unterland grün und schneefrei dalag. Die Abfahrt begann vielversprechend. Im oberen Teil fanden wir einige unverspurte Stellen mit gut fahrbarem Presspulver. Weiter unten wurde der Schnee sehr nass und klebrig. Trotzdem lohnte sich die Weiterfahrt durch den Wald: Rechts vom Bach bei der Alp Oberwirtneren fanden wir nochmals herrlichen „Pulver-Pfloetsch“, der erstaunlich gut zu fahren war, wenn man die Ski laufen liess. Das sorgte für den einen oder anderen Jauchzer. Den Bach querten wir unterhalb der defekten Brücke problemlos. Die letzten Meter zu Fuss bis zum Schlepplift waren teilweise schlammig, aber schnell hinter sich gebracht. Der Bügellift brachte uns bequem zurück zur Wasserscheide. Zum Abschluss kehrten wir im Skilift-Beizli Gurnigel ein. Bei einem wohlverdienten Getränk liessen wir den Tag Revue passieren. Trotz durchzogenem Wetter und anspruchsvollen Verhältnissen: Es hat sich gelohnt, draussen gewesen zu sein! Bericht: Daniel, Tn Sandra, Debi, Marianne, Benno und Gerhard, TL René
Eigentlich hätten wir alle gerne den Skitourenklassiker Schibe-Märe angegangen. Aber äbe, Winter ist nicht mehr Winter, das Chrummfädi heisst nicht mehr Chrummfädi und alleine ist man schon lange nicht mehr im Gantrisch. Genug lamentiert: es war trotzdem cheibe schön.
Die warmen Temperaturen haben den Pulverschnee von letzter Woche schon arg umgewandelt. Deshalb sind wir heute möglichst weit oben gestartet, also auf der Wasserscheide. Los ging’s in Richtung Kamelhoger, der – oh wunder – noch unverspurt war. Die Abfahrt bis zur Obernünenen war besser als erwartet. Dann sind wir der Normalroute in Richtung Chrummfädi (äh, sorry: Gustispitz) aufgestiegen. Scheinbar heisst unser beliebter Skitourenberg seit 2016 (der Historiker hat’s soeben geprüft) auf der Landestopo nun Gustispitz. Wir Alteingesessenen wurden ja hier an dieser Stelle schon einmal belehrt: Die Schubladen-Mauser bei der Landestopo in Wabern haben unser Chrummfädi kurzerhand 500m nach Südosten versetzt.
Zu unserem Glück fahren die meisten aufstiegsorientierten Tourengänger (Skimo?) in den arg zerfahrenen Hängen wieder runter. So bleibt den abfahrtsorientierten Skifahrer:innen genug Platz, um schöne Spuren im Schnee zu hinterlassen.
Die klassische Abfahrt zum Skilift Länggrätli wird von Jahr zu Jahr abenteuerlicher. Von der Brücke ist nicht mehr viel übrig und die Variante über den Bach war für uns zum Glück machbar. Bei harten und eisigen Bedingungen sicher nicht so lustig.
Wieder mal eine schöne Skisafari mit alten Bekannten und neuen Gesichtern. Schön war’s!
Das einmalige, sprich aussergewöhnliche Fazit zum Wetter:
Trotz dichtem Nebel haben wir die «Spitzen« unserer Schneeschuhe jederzeit gesehen - nicht der Schweiss rann runter, sondern das Regenwasser - das Erklären des Panoramas blieb Markus (=versierter Tourenleiter) erspart!
Einmalig war die Tour auch wegen allen Teilnehmer:innen (Hanni, Barbara, Stefan, Christian, Matthew, Ruth, Christine) und weil wir aufgrund der SAC-Tourenpremière von Matthew - ursprünglich aus Schottland - Gelegenheit hatten unsere Englischkenntnisse aufzufrischen!
Zum Schluss «das Einmaligste»: dank dem per Auto ins Seeland angereisten Teil der Gruppe, erfuhren wir, dass sich in Kerzers die weltbeste Bäckerei befindet………Tortenstücke wie «man-n» sie noch nie gesehen hat und erst die «Schildchröttli»😊…… für Insider:innen: die Bäckerei Krähenbühl in Kerzers bietet endlich Ersatz für die legendären Oey-Diemtiger Crèmeschnitten!
Christine Sommer
Beim Start zu Hause nieselte es etwas. Kommt das nur gut mit dem Wetter? Auf der Grimmialp nieselt es zwar nicht, aber die Sicht ist nicht berauschend. Je höher wir kommen, desto besser wird das Wetter. Die erste Pause gibt es einige Meter neben dem Sonnenplätzli, damit sie nicht zu lange dauert. Wir steigen hoch bis zum Pt. 2086 und machen eine erste Abfahrt in Richtung Alpetli, immer schön neben der blauen Linie auf der Karte und möglichst neben allen anderen Spuren. Nach einer Pause steigen wir wieder hoch auf den Mariannehubel. Auf dem Hauptgipfel hat es einige Leucht. Die Abfahrt führt uns durch noch wenig verspurtes Gelände auf die Alpstrasse und von dort zurück auf die Grimmialp.
Ausbildung alpine Skitour Bürgle Nordgrat
Um 9:15 Uhr treffen sich an der Unteren Gantrischhütte sieben Personen, die sich zum Ausbildungskurs „Skihochtouren“ angemeldet hatten. Im extra für uns geöffneten Restaurant gibt bei einem wärmenden Kaffee Willi eine Einführung in die Ausrüstung. Pickel, Steigeisen, Gstältli und Seile liegen auf dem Tisch parat und werden reihum gegeben. Willi klärt uns über die die Lawinensituation und die Route auf. Die Lawinensituation ist durch den Neuschnee der letzten Tage, Triebschneeansmmlungen und eine schwache Altschneedecke erheblich und die Begebenheiten auf dem Grat unklar. Um 9:45 Uhr geht es mit grossem Optimismus los, der Bürglen Nordgrat ist das Ziel. Die ersten 300 Höhenmeter legen wir mit den Skiern zurück. Vorbei am Birehubel, geht es in den Sattel am Fusse des Nordgrates. Unterwegs geht Willi auf den Schneezustand, die Steilheit des Geländes und Zeichen für Triebschnee ein, alles Faktoren, die seine Entscheidung für eine Spuranlage beeinflussen. Auch lässt er uns entscheiden, wo wir die Steigeisen montieren und ob wir abfellen wollen. Beides wird später nochmal aufgegriffen und diskutiert. Und dann geht es mit aufgeschnallten Skiern los auf den Nordgrat. Die felsdurchsetzte Schlüsselstelle ist bald gemeistert und dann gilt es für Willi eine gute Spur zu finden. Der Triebschnee ist tükisch und er versucht daher möglichst auf dem Grat zu bleiben, um keine Schneebretter auszulösen. Beim Bunker wartet die nächste Herausforderung. Die fünf Seilschaften gehen mit grösseren Zwischenabständen an den Bunkern vorbei und dann ist auch diese Stelle geschafft, und bald darauf der Gipfel erreicht. Die Szenerie auf dem Grat ist wunderbar, wenn auch sehr windig. Das Wolkenspiel, die zahlreichen Halos und die immer wieder wechselnden Aussichten lassen dieses Abenteuer vor der Haustüre zu einem besonderen Erlebnis werden. Auf dem Gipfel wird bei starkem Wind umgerüstet und wer beim Einstieg abgefellt hatte, war klar im Vorteil. Auch das haben wir gelernt, brauchts am Gipfel kein Fell, lieber gleich abfellen. Andererseits hatten wir uns entschieden das Aufschnallen der Ski an einer etwas steileren Stelle vorzunehmen, an der Gefahr bestand Material zu verlieren. Also lieber an einer flacheren Stelle die Steigeisen montieren und länger zu Fuss gehen, aber alles gut verstauen können, als dass einem am Gipfel die Felle um die Ohren fliegen. Die Abfahrt geht über die Nordflanke der Bürglen. Auch hier ist die Situation heikel, so dass wir in weiten Abständen diese tolle Abfahrt geniessen dürfen. Als dann der letzte Hang hinter uns liegt, blicken wir zurück und Willi weist darauf hin, worauf man in einer erheblichen Lawinensituation bei einer Steilabfahrt zu achten hat und wie man sich verhält. So verteilten sich Willi und Markus über den Hang und gaben Zeichen, während wir uns bei Theres wieder gesammelt haben. Um 14:30 Uhr sind wir zurück in der Unteren Gantrischhütte. Hier gibt es bei wärmenden Kaffee einen letzten Austausch über diesen sehr lehrreichen Ausbildungstag in einer wilden, alpin anmutenden Atmosphäre am Bürglen Nordgrat.
Wir bedanken und bei Willi Egger, Markus Glaus und Theres Binggeli für die souveräne Durchführung dieses tollen Kurs unter diesen besonderen Bedingungen und bei Reto für das Öffnen des Restaurants Untere Gantrischhütte und das Bereitstellen von Kaffee und Getränken.
Die Teilnehmenden Barbara Staudenmann, Benjamin Berger, Christoph Aebischer, Cla Rauch, Sandro Grossen, Selina Walther und Tobias Messmer
Bericht: Tobias Messmer
Wir steigen vom Schwarzsee gemütlich durch das kalte Tal der Brecca hoch bis uns die ersten Sonnenstrahlen endlich ein bisschen Wärme spenden. Beim wohl verdienten Schluck Tee bestaunen wir die endrückliche Bergszenerie, die uns umgibt und studieren den weiteren Aufstieg durch den Talschuss bis hoch zum Col de Chamois. Vorher war es die ungemütliche Kälte, nun drückt der Schweiss auf dem Weg hoch durch die Flanke auf den Grat. Mit einem grandiosen Rundblick geniessen wir die wohlverdiente Pause. Ein Teil der Gruppe bewältigte noch den Weg bis auf den ausgesetzten Gipfel.
Zurück auf dem Sattel heisst es die Schuhe festzurren und einen ersten Blick in das steile Couloir werfen. Tief einatmen und los, gleich den ersten Schwung ansetzen und so verschwinden alle nach und nach wohldosiert nach unten auf einer griffigen Unterlagen. Bevor der Angstschweiss gefrieren kann, stehen wir schon im flacheren Teil und die Schwünge im guten Pulver werden ausladender und entspannter – bravo, alle meistern die Herausforderung einwandfrei.
Den letzten Abschnitt hinunter auf der Alpstrasse ist ein Härtetest für die Plomben. Alle bleiben drin und so geniessen wir vollig entspannt und zufrieden den gemütlichen Einkehrschwung in der Buvette vom Camping.
Gratulation an Barbara, Corinne, Michael, Sandro und Silvan
Was für eine erfreuliche Nachricht: Die geplante Tour auf den Gurbsgrat kann stattfinden! Der strahlende Sonnenschein und die Vorfreude auf den Schnee machten die ungemütliche Zug- Hinfahrt schnell vergessen. Die ersten, etwas weniger schönen, Höhenmeter nahmen wir per Lift in Angriff. Oben angekommen zeigte sich bald: Nicht nur das Wetter ist fantastisch, auch der Schnee schien Grossartiges zu versprechen – juheee! Aufstieg in Stille, jeder Schritt ein Genuss und schon bald standen wir auf dem Gurbsgrat. Nach einer kurzen Pause gönnten wir uns die erste Abfahrt im teilweisen noch unbefahrenen Pulverschnee – Glück pur – bitte noch mehr davon! Wir stiegen erneut hoch und fanden auch bei der zweiten Abfahrt Schnee ohne Spuren. Anschliessend verweilten wir in einem "Alpbeizli" und tankten ausreichend Sonne, bevor wir übers Skigebiet talwärts fuhren. Danke Roland für die Tour und den wunderbaren Schnee-Tag!
Mit dabei waren: Bernadette, Baba, Simone (die den schönen Bericht verfasst hat – merci!) und Mätthu.
Stimmen der Teilnehmenden zu den Freeride- Tourentagen Ovronnaz, Arolla und Evolene:
“c’était magic!”
“c’était vraiment magic!”
“c’était vraiment super magic!”
Dabei waren:
Bärble, Bine, Brige, Möni, Tegi, Brünu, Glöisi, Märçu, Stefu, Stifu, Thömu, Willi
Back to the Roots – mit Pulverschnee und Grinsgarantie
Nach Jahren wieder einmal unterwegs mit dem SAC Gantrisch – und schon beim ersten Aufsteigen war klar: Das wird mehr als nur Höhenmeter sammeln. Lachen hier, tiefe und nährende Gespräche dort – und dieses stille Glück, Teil einer bunten Gruppe zu sein.
Nach dem Mittagessen an der Sonne (Vitamin D deluxe) kam das Geschenk: Pulverschwünge! Und nicht einfach ein bisschen – nein. Soooo cool, dass wir gleich noch ein zweites Mal aufgestiegen sind. Ja, Umrüsten ist mit dem Snowboard sooo viel mehr Aufwand – und ehrlich: jede Sekunde wert. Denn wir durften den magischen Hang nochmals feiern. Reines Glück.
Es wurde gejuchzt.
Es wurde ohne Worte gelacht.
Manchmal reichte ein Blick – und alle wussten: Genau deswegen sind wir hier.
Zum krönenden Abschluss ging’s auf den Hexenwägli zurück ins Tal. Grinsen bis zu den Ohren.
Ein riesiges Merci an Sandra, die alles wundervoll organisiert und gemeinsam mit Jürg ruhig, souverän und mit viel Herzblut geführt hat. Danke an jede einzelne Person, die dabei war – dank dir war dieses Puzzle perfekt. Und ja: Auch als Snowboarderin fühlte ich mich rundum wohl.
Bis bald wieder. ❄️✨
Mit dabei waren: Susanne, Monica, Magdalena, Simone, Gerhard, Michael, Tobias und Barbara (Tourenbericht)
Nach der üblichen Rangelei um die Parkplätze in der Hengstkurve (wir waren halt nicht bei den ersten, aber trotzdem erfolgreich), startete unsere grosse Gruppe (10 Personen) Richtung Grencheberg. Stefan hatte Sonne bestellt, und die Lieferung schien geklappt zu haben, zwar versteckte sie sich noch hinter den Bergen, aber der Himmel war strahlend blau. Gemütlich ging es dem Bach entlang, und nach einem kalten Start kamen auch die Finger und Zehen langsam auf Betriebstemperatur. Es war eine Freude, durch die frisch verschneite Landschaft zu laufen!
Nach einer kurzen Pause auf dem Sattel bei Grenchegalm bogen wir rechts ab zum Widdersgrind und erreichten wenig später den Gipfel, wo es Picknick, Gipfelfotos und Panoramaerklärungen gab. Danach folgte das Highlight des Tages: gut 300 Tiefenmeter feinster unverfahrener Pulver! Da war der eine oder andere Jauchzer zu hören und im Schattig Riprächte hatten alle ein ziemlich zufriedenes Lachen im Gesicht. Etwa so hatten wir uns das erträumt!
Weil auf einer Skitour aber alles verdient sein will, mussten wir hier nochmals auffellnen und zum zweiten Mal den Sattel von Grenchegalm ansteuern, diesmal von der hinteren Seite. Trotz zuletzt ziemlich steilem Gelände blieb Stefan seinen Prinzipien treu und legte eine Spur (fast) ohne Spitzkehren 😉Der Schlussanstieg zur beinahe aperen Alpiglemäre glich dann eher einer Sommerwanderung, wir behielten die Skier aber an.
Auf diesem Gipfel waren wir nicht unter den ersten 20 (wahrscheinlich nicht mal unter den ersten 100), darum glich der erste Hang schon eher einer Buckelpiste. Um sich unter den Firstlinern einzureihen hätte man bereits am Donnerstagabend da sein müssen! Wir genossen die Abfahrt trotzdem und mit etwas Fantasie, Ortskenntnis und einem guten Auge fand sich doch noch der eine oder andere unverspurte Abschnitt. Und so zogen wir die letzten Tiefschneebögen direkt hinunter zu unseren Autos!
Im Hirschen Sangernboden liessen wir die grandiose (und mit 1300 Hm doch recht stolze) Tour ausklingen.
Vielen Dank Stefan für die Planung, Organisation und Führung dieser Tour, Dänu für die Co Leitung.
Profitiert davon haben Benjamin, Bernadette, Matthias, Michelle, Monika, Sandro, Selina und Tina (Tourenbericht).
sTrotz unsicherer Wetterprognose rücken wir aus. Mit den Wiriehornbahnen gehts die ersten Höhenmeter schnell hoch. Zuerst können wir kurz etwas abfahren und anschliessend fellen wir das erste Mal an. Der Schnee neben der Aufstiegsspur lässt schon einige schöne Schwünge erahnen. Die Schleierwolken werden immer weniger und die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein. Oben auf dem Gurbsgrat angekommen, sehen wir was der Wind bewirkt hat: der SW-Rücken ist praktisch aper. Für die Abfahrt nehmen wir die andere Seite wo bedeutend mehr Schnee liegt. Es gibt sogar noch Rinnen ohne Spuren, und dies nach über zwei Wochen ohne Neuschnee. Pulver gut. Wir steigen noch hoch in Richtung Cheibenhorn und geniessen noch einmal viele schöne Pulverkurven. Bei der Alp Tubefärrich geniessen wir die Sonne auf einem Bänkli bevor es übers Skigebiet mit Einkehrschwung ins Tal geht. Fazit: Verhältnisse Top, Wetter Top.
Vielversprechend die Fahrt aus dem Bodennebel in Bern zur Unteren Gantrischhütte unter blauem Himmel. Ebenso vielversprechend, wenn auch ohne Kaffee: die erste halbe Stunde, wartend im Auto (da zu früh), um nicht frieren zu müssen. Das Postauto brachte dann pünktlich Céline: Die Gruppe war komplett. Los ging’s auf den Morgetepass, an die Sonne. Auf den Schibespitz mussten wir neben dem Schnee, über Stock und Stein laufen, die Skis geschultert. Ok: Als mildernden Umstand zu Sandras Gunsten lassen wir gelten, dass da ja diese Schneewächte war. Abfahrt Richtung Chessel in herrlichem Pulver, Aufstieg Richtung Chesselgrat und Abfahrt zum Vorderen Talberg, wiederum in tollem Schnee. Nach dem Picknick sagte Sandra «So!» – und fast alle wussten, was das zu bedeuten hatte. Beim folgenden steilen Aufstieg übten wir wiederum das Gehen neben dem Schnee, auf Gras, dieses Mal mit den Skis an den Füssen. Weiter zum Leiterlipass und runter zur Wasserscheide, wo es endlich Kaffee und anderes gab.
Herzlichen Dank, Sandra für die weise, den Schneeverhältnissen angepasste Tourenwahl! Vielen Dank, René Herger, dem Tourenleiter 2!
Herzlich willkommen Céline, langjähriges Mitglied des SAC Gantrisch, seit heute aktiv!
Mit dabei: Céline, Felizitas, Karin, Gerhard, Martin und Lukas (Tourenbericht)
Hochmotiviert starteten wir unter der Nebeldecke unsere Schneeschuhtour auf den Chasseron. Der leichte Schneefall in der Nacht zuckerte die Bäume und verzauberte die Landschaft. Schon bald kamen wir zu den Skipisten auf Les Avattes, wo wir über dem Nebelmeer die Aussicht auf den ganzen Alpenbogen genossen. Im kleinen Bergrestaurant wärmten wir uns bei einem heissen Getränk auf, bevor wir uns auf den Weg über die Petites Roches auf den Chasseron machten. Windgeschützt hinter dem geschlossenen Hotel Chasseron haben wir uns kurz gestärkt bevor wir uns dem Wind auf dem Gipfel aussetzten, wo wir ein Rudel Gämsen entdeckten. Dem kräftigen Wind geschuldet, haben wir die Aussicht auf die Berge und das Nebelmeer nicht lange genossen und sind durch lichte Fichtenwälder über das Hochplateau zu den Alpen „La Bullatone“ abgestiegen. Wie bestellt kam rechtzeitig auf die Mittagspause die Sonne hervor und spätestens jetzt wurden die Sonnenbrillen montiert. Die Sonne haben wir beim restlichen Abstieg nach Le Cluds mitgenommen und den Nebel weiter in die Ebene verdrängt.
Fazit der Tour: Tolle Gruppe, gute Stimmung, wenig aber doch etwas Schnee und tolle Aussicht auf die Berge im Rhonetal und das Nebelmeer. Vielen Dank Markus!
Teilnehmende: Markus Tanner (Leitung), Hofer Barbara, Reber Stefan, Sommer Christine, Menzi Danièle, Menzi Ronald
Wir begeben uns zu den einfachen und gut erreichbaren Fällen bei der Spittelmatte ob Kandersteg. Es hat wenig Eis, vermutlich wegen der Trockenheit, von den Temperaturen her war es ja nicht so schlecht im Januar. Bald gesellen sich weitere Kletterer zu uns, so dass wieder ein leichter Dichtestress aufkommt. Wie immer können wir uns gut durch die meines Erachtens nicht sonderlich stringent organisierte Gruppe navigieren und können die Grundtechnik und den Vorstieg üben, auch den Wunsch nach einer MSL können wir erfüllen. Für ein anderes Jahr müssen wir womöglich einen neuen Kletterplatz finden. Ein lehrreicher Eistag bei dürftigen Verhältnissen.
Wieder ist es einmal soweit: Ein sonniger Mittwoch steht an, die meisten Unterländer verzichten auf eine Skitour, da überall eher wenig Schnee liegt. Aber René und Manuel greifen in ihren «Spezialtourenfundus» und zeigen uns (Madeleine, Susanne, Lena, Sandra, Myriam, Marianne, Rita, Regine, Benno und Michael), dass es auch an diesem Tag lohnenswert ist, die Felle zu schnallen und die den Gantrisch umgebenden Kreten und Hänge zu besteigen und zu befahren.
Der erste Stopp ist natürlich das aussichtsreiche Kompotoil auf der Wasserscheide. Dann erst geht’s bei der unteren Gantrischhütte richtig los in Richtung Morgetepass. Die Spuren sind noch etwas eisig und es ist kühl. Kurz vor der Traverse zum Pass schnallen wir sicherheitshalber die Harscheisen an. Die Wächte lässt sich leicht passieren und schon stehen wir im wärmenden Morgenlicht. Was jetzt folgt ist eine Mischung aus Eis-Stein-Schnee-Gras-Wanderung. Die Besitzer:Innen neuer Felle wissen das gar nicht zu schätzen. Oben auf dem Grat des «Schiibespitzes» öffnet sich vor uns der überraschend gut beschneite «Chessel». Nach einer kurzen Erfrischung sind wir bereit für eine erste Pulverabfahrt! Unglaublich, es hat noch fast keine Spuren im Schnee. Dies entlockt uns zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison Freudenjauchzer. Das innere Kind freut sich an den leichten Schwüngen im schönen pulvrigen Zauberschnee! Die Tour hat sich schon jetzt gelohnt. Doch René und Manuel zaubern weiter und führen uns wieder hoch auf einen kleinen Grat. Von da geht es ein zweites Mal und etwas steiler durch leichten Pulverschnee hinunter ins Tal des «Mittelbergs». Das Mittagsziel ist eine Alp auf ca. 1547 m. gelegen. Hier machen wir an der warmen Sonne eine gemütliche und wohlverdiente Mittagsrast. Vollgetankt mit neuer Energie steigen wir danach gemütlich zum «Leiterlipass» (1905 m) auf. Die letzte Abfahrt folgt in Richtung Wasserscheide mit dem Ziel namens «Beiz».
Eine lachende Wirtin empfängt und mit Schorle, Apfelmöhl, Kafis und Mineralwasser. An dieser Stelle möchte ich Benno noch einmal herzlich für das Getränkesponsoring danken. Schöner kann man sein Jubiläum doch fast nicht feiern.
Auch ein grosses Merci an René, Manuel und Sandra, die uns immer wieder sicher, geduldig und super kompetent durch Schnee und Eis hinauf und hinunter führen. Toll, was ihr macht! Regine Berger
Unsere heutige Skitour startete um 09.17 Uhr in Fieldrich. In flottem Tempo ging es zunächst über die Ebene, bevor wir einer gut angelegten Spur durch den Wald folgten. Die erste Pause legten wir an der Mittelberghütte ein, wo wir kurz verschnaufen konnten. Nach der Rast zogen wir weiter in die Sonne und folgten dem Hang hinauf zur Galmschibe. "Bütsch al piz"! Dort genossen wir eine herrliche Mittagspause bei bestem Sonnenlicht.
Die Verhältnisse für die Abfahrt waren zwar schon einmal besser, doch im Großen und Ganzen war die Tour wirklich gelungen. Grazia fich! Herzlichen Dank an René für die hervorragende Führung! Bericht Cla Rauch
Am Morgen traf sich die fröhliche Truppe beim Skilift Rossberg. Schnell waren alle startklar und los gings zuerst über die Piste, dann einem Weg entlang und danach mal steiler, dann wieder hügeliger durch eine wunderschöne Winterlandschaft. Auch die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Eine schöne Spur lockte uns zuerst auf den Ostgipfel wo wir Mittagspause machten. Doch die gleissende Kuppe des Westgipfels und der schöne Hang dort riefen direkt danach bestiegen und befahren zu werden, und so machten wir uns gestärkt auf dorthin. Belohnt wurden wir durch eine tolle Abfahrt mit wechselnden Schneeverhältnissen, die dann doch etwas die weniger trainierten Beinchen forderten. Den krönenden Abschluss fand die Tour auf der Sonnenterasse der Beiz. Danke Manuel, danke Sandra für diese schöne Tour. (Bericht: Corinne)
Auch dieses Jahr nahmen über 20 SACler am LVS Kurs teil. Freundlicherweise durften wir wieder die Räumlichkeiten der unteren Gantrischhütte benutzen. An dieser Stelle ein herzliches Danke schön. Bei Kaffe und Gipfeli gab es zuerst eine kurze Theorie. Danach wurden die TeilnehmerInnen in drei Gruppen aufgeteilt und es ging nach draussen in den praktischen Teil. Dort wurde mit viel engagement gesucht, sondiert und geschaufelt. Herzlichen Dank für das Interesse an diesem Kurs. Auf Tour ist es für uns Toureneiter beruhiged zu wissen wenn die TeilnehmerInnen mit dem Thema LVS / Lawinen vertraut sind.
Am Samstag 10. Januar trafen wir TourenleiterInnen uns zum LVS Kurs. Leider musste sich unser Bergführer, Willi Egger, krankheitsbedingt abmelden. Das Wetter war garstig mit Schneefall und starkem Wind, wesshalb wir unseren Kurs kurzfristig ins Rest. Siedi in Schwarzenburg verlegten. Nichts desto trotz wurde eifrig diskutiert, diverse Apps angeschaut und an den LVS herumgedrückt. Immer wieder hörte man “aha, so geit das” oder “das hani no nid gwüsst” und wenn wir mal nicht weiter kamen, ein Whats App und Willi hatte uns prommt eine Antwort parat. Fazit des Kurses : Es tut immer wieder gut sich mit dem Thema zu befassen. Wegen den angeregten Diskusionen wurde leider vergessen zu Fotografieren wesshalb kein Bildmatrial zur Verfügung steht.
Am Samstag 10. Januar trafen wir TourenleiterIn ...
Aufgrund der prekären Schneesituation im Goms hat Cornelia zwei Ersatztouren organisiert:
Montag, 29. Dezember 2025: Skitour Rinderhütte – Mauerhorn – Ferden
Für die heutige Tour hiess es sehr früh aufstehen, da die Anreise nach Leukerbad recht lang ist. Mit dem Zug um 06.07 Uhr ab Bern reisten wir via Visp und Leuk nach Leukerbad und von dort mit dem Skibus zur Torrentbahn. Hier hiess es nun 45 Minuten anstehen, bevor wir mit der Gondelbahn zur Rinderhütte hochfahren konnten. Um 10.00 Uhr starteten wir auf 2310 m auf unsere Skitour und schon nach wenigen Minuten waren wir dem Trubel im Skigebiet entflohen. Die spektakuläre Aussicht auf die Walliser Alpen, die schöne Landschaft und die Einsamkeit abseits der (Skitouren)-Touristenströme liessen uns die Strapazen der Anreise schnell vergessen. Zuerst traversierten wir recht flach unter dem Schafberg und dem Torrenthorn zum Wysse See auf 2337 m. Hier begann – zuerst leicht coupiert und dann bald steiler – der eigentliche Aufstieg. Via Schwarze See (2602 m) und Galmpass (2866 m) erreichten wir nach 4 Stunden den Gipfel des Mauerhorns auf 2943 m. Nach einer kurzen Pause fuhren wir hinunter zum Galmpass. Von hier wählten wir die Abfahrt auf der Nordseite des Mauerhorns über die Resten des Oberferdengletscher. Die Abfahrt bis zur Kummenalp war viel besser als erwartet und je nach Exposition fanden wir z.T. sogar noch etwas Pulverschnee! Unterhalb der Kummenalp überquerten wir einen etwas mühsamen Lawinenkegel und wollten von hier eigentlich dem Strässchen nach Ferden folgen. Die Querung von verschiedenen Lawinenkegeln und eisige, ausgesetzte Stellen erschienen uns aber zu heikel und so wählten wir schlussendlich den recht ruppigen Sommerwanderweg für die Abfahrt. Weiter unten gelangten wir auf die Strasse nach Ferden und konnten auf dieser mit einigen kurzen Tragstrecken bis ca. 150 hm oberhalb von Ferden abfahren. Und wie es sich für eine „Frühlings-Skitour“ gehört, wanderten wir mit aufgebundenen Skiern nach Ferden. Von hier ging es mit Postauto und Zug wieder heimwärts.
Herzlichen Dank an Cornelia für die gute Umplanung und die kompetente Führung der für uns alle unbekannten Überschreitung von Leukerbad ins Lötschental.
Mit dabei waren Barbara, Hansruedi, Debi und Sandra (Tourenbericht).
Mittwoch, 31. Dezember 2025: Kombitour Widdersgrind 2103 m - Lawinenbulletin grün!
Unsere Ersatztour – der Dezember 2025 lässt dies zu – führt uns von Spiez Bahnhof mit dem Auto der Tourenleiterin Cornelia und drei TeilnehmerInnen nach Oberwil i.S. und hinauf bis in die «Bränd». Von da aus wandern wir, dick eingepackt bei den frostigen Temperaturen, aus dem Nebel übers Nebelmeer am «Nässli» vorbei Richtung Südostgrat des Widdersgrinds. Ab der Holzmad auf ca. 1700 m geht’s besser mit Steigeisen, der Schnee hier ist gut gefroren. Durch die lichten Tannen stampfend zum Einstieg unter dem Widdersgrind überholt uns noch ein junger Oberwiler Skitüreler mit Hund. Ab hier steigen wir ohne Steigeisen in gemütlicher Plaisirkraxelei im T4 weiter dem Gipfel mit dem markenten Gipfelkreuz entgegen. Ohne Zeitdruck geniessen wir in warmen, windlosen Gefilden unser Mittagessen und brechen wiederum mit Steigeisen Richtung Grenchengalm auf. Vor dem «Hanen» steigen wir steil die Ostflanke hinab, alles kein Problem, bei den Verhältnissen. Die Landschaft unten ist traumhaft, die Schneeschuhe angeschnallt wandern wir weiter, philosophieren über die Tierspuren im Schnee, welche wir fachmännisch (bzw. fachfrauisch, Anm. der Redaktion) als Luchsspuren identifizieren und geniessen die Gegend mit den vielen Senken, den einzelnen Föhren und der hügeligen, eher flachen Landschaft. Eine spannende, abwechslungsreiche Tour, vielen Dank der Leiterin für die coole Idee. Mit dabei waren Sandra, Hansruedi und Barbara (Tourenbericht).
Niderhore 2078m, Diemtigtal
Gratiniert, vielleicht etwas Crocante, so die heutige Expertise der Tourenleitung zur Schneebeschaffenheit ab dem Niderhore runter in den Meniggrund.
Bei der Zufahrt ab Zwischenflüh viel Grün hüben und drüben. Die Zweifelnden waren da, vertrauten aber auf René und dessen gewonnenen Fakten vom vergangenen Sonntag. Ist die Erwartung zurückhaltend, umso schöner das Erlebnis. Andere blieben zu Hause, nicht aber wir, bei sich zeigender Sonne und quasi frühlingshaften Bedingungen.
Meniggrund – Obergestele – Niderhore, einer der vielen beliebten SAC-Touren im Diemtigtal. Gerade die Woche zuvor waren wir oben, Gestelegrat, Puur, Stand. Beim Aufstieg guckten zwei Gämsen von der Kante des Niderhore in die Tiefe, später querte eine im Trab unweit unseres Rastplatzes. Niemand wollte sich «verstecken» und alle wählten wir bei der Abfahrt die Adventure-Linie mit Querung eines Fliessgewässers. Im Riedli hockten wir noch zusammen, bei einem Möhl oder dem Kaffee-Riedli-Spezial.
Danke René und Manuel für die perfekt geplante und (gottlob) durchgeführte Tour!
Mit dabei: Susanne S., Regine, Fritz, Marianne, Roger, Susanne G., Gerhard, Beatrice, Chiara, Christine, und Benno (Bericht)
Meniggrund, Gestelengrat, Puur, Stand
Wird die heutige erste Mittwochsskitour doch zu einem Glückstag? Die zwölf Angemeldeten wagten kaum daran zu glauben, dass diese bei solch frühlingshaftem Wetter und nach den ergiebigen Regenfällen vom letzten Wochenende doch noch stattfinden könnte. Aber «momou», Sandra hat gestern die Verhältnisse im Diemtigtal getestet und uns die erste Frühlingsskitour im Dezember versprochen! Gespannt und voller Vorfreude treffen wir uns im Meniggrund. Hinter dem Parkplatz eine Wassereisfläche, danach tatsächlich Schnee auf und neben dem Strässchen. Alles Nötige ist im Rucksack, alle Geräte getestet, die Motivation hoch, die beiden Siebnergruppen können loslegen. Der Aufstieg zum Gestelengrat bietet keinerlei Schwierigkeiten, dafür umso mehr Zeit für dies und jenes Schwätzli auf der Schnurrispur. Zum Grat hoch dirigiert uns Sandra in gewählter Formation für das perfekte Foto: eine Reihe Tüüreler zwischen Himmel und Erde. Genau so ist auch unsere Stimmung! Neu lernen wir nun auch den Spitznamen des Gestelengrats kennen: Piz Oesch. Frau Oesch, die Namensgeberin, ist allerdings heute nicht anwesend und «füdliblutt am Sünnelen», offensichtlich braucht sie dafür die Sommerwärme. Ja nu, zu unserem Glück brauchts keine Frau Oesch. Wir geniessen die erste Abfahrt in die Obergestele hinunter auf gar nicht schlechtem Schnee, beinahe Sulz, dreherfreundlich, ohne Druck geht es auch für die Männer gut um die Kurven. Für den Aufstieg von der Obergestele zum Puur müssen wir etwa 120 Hm bewältigen, danach fahren wir mit lockeren Schwüngen den wirklich schönen Hang Richtung Seebergsee hinunter. Auf der Sonnenterrasse der Hütte geniessen wir Picknick und die Rundumsicht auf die Diemtigtaler- und Simmentaler Bergwelt. Dabei bieten die ausgesägten Kühe des Terrassengeländers Sujets für ungewöhnliche Fotos. Wohltuend sind die Sonnenstrahlen zur rechten Zeit oder gemütlich duftend Bennos Pfeife. Nun heisst es den dritten Aufstieg in Angriff nehmen, er ist mit gut 100 Hm auch nicht sehr lang, das Ziel: der Stand. Auch hier bereitet die Abfahrt hinunter zum Menigbach grosse Freude. Kein Pulver (der wurde uns auch nicht versprochen), aber sehr gut befahrbarer Schnee. Auf dem Strässli dann hinunter zum Parkplatz stören zwar die vielen Fusstritte ein wenig und wir fragen uns, ob die Fussgänger nicht doch einfach in der Stadt herumlatschen könnten. Wohlbehalten und guter Dinge kommen wir unten an und lassen diese erste tolle Tour im Skiliftbeizli Riedli ausklingen. Vielen Dank Sandra und René für eure Entscheidung und diesen wunderbaren Tag im Schnee.
Susanne St., Benno, Martin, Regine, Felizitas, Gerhard, Susanne G., Roger, Madeleine, Corinne, Rita, Marianne (Bericht)
Fazit der Teilnehmenden vom Drytooling-Kurs
Sandro Grossen:
"Wetter ok, Ausbildung und Infos Top, Grittibänz fantastisch und Glühwein überragend 😊 Insgesamt ein richtig toller Tag und eine super Einführung ins Drytooling."
Vielen Dank nochmals fürs Organisieren und deine super Inputs.
Roland Maron:
Merci für den lässigen Samstag, ich hab’s wieder sehr genossen! Anbei mein Mini-Fazit zum Tag der langen Arme:
Mit der gewohnten Ruhe vermittelt uns Willi alles Wissenswerte zu Material, Technik und Taktik. Und wie so oft, fast beiläufig, verrät er uns dabei die wahren Tricks, welche uns am Berg ein bisschen effizienter, ein bisschen organisierter, es uns ein bisschen bequemer machen. Eine wahre Goldgrube!
Beim selber Hand anlegen an den frisch herausgeputzten Felsen zeigt sich dann schnell, dass es trotz allem als vierte Komponente auch noch das eine oder andere Quäntchen Strom in den Armen braucht. Bis zum Ende des Tages haben wir schliesslich alle gleich viel davon: nämlich gar keinen mehr. Um die Glühwein-Tasse zu heben, Nüssli zu knacken und Grittibänze zu zerstückeln (danke Tegi!) reichts dann doch noch irgendwie. Es war ein absolut gelungener Steinmetz-Schnuppertag in geselliger Runde – danke allen!
Stefan Lüthi:
Die Grasmutten sind mit viel Schnee zugedeckt, deshalb stand Drytooling im Allmithölzli auf dem Programm. Mit viel Aufwand hat uns Willi viele schöne Toprope-Routen eingerichtet. Unsere Technik ist noch zu wenig gut, um den ganzen Tag dran zu bleiben. Deshalb gilt es schnell zu klettern, um weniger lang Kraft zu brauchen und so möglichst alle Routen durchzusteigen. Drytooling gefällt so gut, dass wir es eigentlich häufiger machen sollten (auch um die Ausdauer zu verbessern).
Seilschaft Glöisi und Tegi:
Ups…in der ersten Route haben wir «alt» ausgesehen und auch gefühlt, und dann gings von Route zu Route besser, wir haben den Schwerpunkt verlagert, die Frontzacke präzis in die Löcher gesetzt und die Pickel optimal gefasst, Griffe gewechselt etc, bis wir in der letzten Route praktisch keine Kraft mehr gebraucht haben – welch ein Erfolg, wir haben von den Instruktionen und dem Coaching von Willi profitiert – Merci
Deborah Wälti:
Es war ein sehr schöner und lehrreicher Tag mit dem SAC!
« i mah nüme» oder «Block» wurde zwar regelmässig gesagt, doch ich genoss den Tag sehr, gerne wieder 😊
Cornelia Brönnimann:
Vielen Dank, Willi, einmal mehr, für diesen top eingerichteten Klettergarten, deine hilfreichen Inputs und diesen tollen Muskelkater, der heute noch stärker ist als gestern ;-
Chrigu Aebischer:
Drytoolen bis mir dr Strom usgange isch – isch o das Jahr wieder super gsi. Merci Willi
Teilnehmende: Cornelia, Deborah, Tegi, Chrigu, Eric,Glöisi, Role, Sandro, Stefu, Willi
Bei so halb schönem Wetter und etwas Schnee machen wir diesen tollen Herbstklassiker. Da alles feucht und glitschig ist, sichern wir konsequent auf dem ganzen Grat und auch am steilen Aufschwung auf die Gemsflue. Tolle Übungstour in den heimischen Bergen.
Kletterwoche Finale
Statements der Teilnehmenden:
Gerhard:
Finale Ligure, was für ein Trip im Oktober. Viel Verkehr dafür jede Menge scharfer Kanten und Griffe wie Rasiermesser. Abend Gelati und Apero um die Wunden zu lecken und Essen vom Feinsten. Super Team und bis zum nächsten mal 😃
Beat:
Kletterwoche in Finale - gefühlt viel länger als nur sechs Tage
Abwechslungsreiche und für die Finger anspruchsvolle Kletterei in traumhafter Umgebung. Dazu auch bei Regenpause Spass bei Spiel mit Kaffee und Süssigkeiten
Auch die ligurische Küche haben wir wieder ausgiebig genossen. Nicht zu denken, wenn dies so weiter ginge...
Einmal mehr Dankeschön an Tegi und Willi.
Gianni:
Die harten Routen der harten Jungs im legendären Finale Ligure haben alles von uns abverlangt. Wir haben mit der Wand, mit unserem inneren ‚Büebu‘, der Routenbewertung und den wild campierenden Touristen gekämpft. Um uns davon zu erholen oder zu belohnen, je nach Perspektive, hat es zuweilen zwei Apéro‘s gebraucht, jeden Tag ein köstliches Glace und wunderbare Nachtessen. Die Teller haben wir zu Ehren des Koches und oft Köchin, nach allen Regeln der Kunst mit einer originalen ‚scarpetta‘ Schranksauber gemacht. Was soviel bedeutet wie: mit dem Brot den Teller ausschlecken. Selbst am einzigen aber aussichtslosen Regentag haben Tegi und Willi ein trockenes Zeitfenster und kletterbaren Fels gezaubert. Es war eine unvergessliche Kletterwoche mit lehrreichen Kletterrouten und Instruktionen, viel Humor und herzlichen Menschen. Herzlichen Dank
LG an alle und hoffentlich bis bald 🤩
Glöisi:
Klettern Finale Ligure, immer wieder eine Reise wert. Angefangen mit dem obligaten Kaffeestop kurz nach dem Gr. St. Bernhard. Schöne und interessante Kletterspots, gemütliche Apéros am Meer oder in der Altstadt von Finalborgo. Gutes Essen und gute Gespräche, manchmal auch nur „Dumm schnure“…
Auf der Rückfahrt natürlich der Halt im legendären Speckkeller!
Eine super Woche mit tollen Leuten..!
Merci Tegi und Willi für die Organisation!
Guide Willi:
Finale - gäng ume äs highlight, dass äs ume so e unvergesslichi wuche isch worde , isch öich glunge, härzlechkeit, humor, viu spirit und chlätter-moves i zbringe…💪 lets hit the ropes 🧗♀️
Drum: ganz härzleche dank💪😊💫☘️
Fr/Sa 19./20.09.2025
2-Tageswanderung Anzère - Sé Rouge - Cabane des Audannes - Lac de Tseuzier - Bisse d’Ayent – Anzère
Ich freue mich auf die 2-Tageswanderung mit Wanderleiter Markus Tanner ins Wallis von der er bereits bei unserer letzten Tour geschwärmt hat! Und dieses Wochenende im September verspricht, meine Vorfreude nicht zu enttäuschen - es ist sprichwörtlich traumhaftes Wanderwetter!
Wir starten unsere Tour am Freitagmittag bei der Bergstation der Sesselbahn in Anzère, das am Südhang oberhalb von Sion liegt. Nach kurzem Aufstieg ist der Pas de Maimbré überquert und wir stehen plötzlich vor den Türmen der Dolomiten! Wie, was? Wir sind doch immer noch in der Schweiz, oder? Ja, aber die Kulisse präsentiert sich mit ihren Felsformationen wahrlich majestätisch und sicher nah an den weltbekannten Südtiroler Originalen!
Dieses imposante Bühnenbild der Natur dann weiter ansteigend hinter uns lassend, erreicht unser Wandergrüppchen nach ca. 1 Std. ein Hochplateau, das mich bei seiner Überquerung in Gedanken noch weiter als die Dolomiten wegträgt - nämlich auf den Mond! Die wettergeformte, steinerne Landschaft in verschiedenen Farben hinauf zum Col de la Selle lässt mich wie einen Spaziergang auf dem Erdtrabanten erleben, nur mit Bodenhaftung und ohne Raumanzug!
Ein 45-minütiger Abstecher vom Pass auf den Gipfel der Sé Rouge eröffnet uns auf dem höchsten Punkt unserer Tour (2893m) den Genuss auf das Amphitheater der Walliser Viertausender.
Nach zügigem Abstieg erreichen wir am frühen Abend die Cabanes des Audannes, wo wir bei genüsslichem lokalem Hopfensaft bei fast sommerlicher Abendstimmung die Tageseindrücke verdauen.
Am 2. Tag entscheiden wir uns, anstelle des direkten Abstiegs von der Hütte zurück nach Anzère, den auf Empfehlung von Markus lohnenswerteren Umweg über den Col des Eaux Froides und hinab zum Lac de Tseuzier einzuschlagen. Wir queren beim steilen Abstieg vom Pass zum Stausee schroffes, ausgewaschenes und für Wanderer anspruchsvolleres Karstgelände und erreichen nach 2 ½ Stunden konzentrierter Wanderrhythmik das Zwischenziel Restaurant du Barrage mit Rösti d’alpage und Wildteller.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Wanderführer - oder vertrauen Sie einfach Ihrem Wanderleiter! Der Weg abfallend vom Lac de Tseuzier zurück nach Anzère kann Höhenangst oder Knieschlottern begünstigen! Er liegt teilweise zwischen Felswand und Abgrund oder führt durch einen Tunnel entlang der alten Grand Bisse d'Ayent (Suone) zurück nach Anzère. Es ist ein zum Schluss der Tour aufgehobenes Erlebnis der anderen Wanderart und es hat sich gelohnt, sind wir der Empfehlung von Markus gefolgt!
Mein Fazit der Tour: All inclusive. Bilderbuchwetter, ausserirdische Landschaften, lokale Köstlichkeiten und sogar ein bisschen Nervenkitzel. Was will man mehr? Da bin ich gerne wieder mal dabei. Vielen Dank Markus!
Leitung: Markus Tanner
Teilnehmer: Mariann Ramser, Madeleine Stöckli, Christian Disch
Bericht von Christian Disch, Toffen
Tourenbericht Biketour Region Moosalp
Zuerst wären wir in Bern beinahe in den falschen Zug gestiegen (danke This), und beim Ausstieg hätte Steefoux um ein Haar seinen Rucksack liegen lassen (danke Roger)… der holprige Einstieg würde auf ein ebensolches Wochenende schliessen lassen, aber holprig waren eigentlich nur die Trails, ansonsten erlebten wir zwei äusserst harmonische Tage:
In Ausserberg wurden wir von einer Ländlerformation empfangen und fuhren die ersten Kilometer bis Raron zur Talstation von Unterbäch auf schönen Trails und durch schmucke Dörfer. Keine Frage, wir waren im Wallis gelandet: bereits hätten sich uns die ersten zwei Gelegenheiten für einen Frühschoppen am Wegesrand geboten, aber angesichts der bevorstehenden Höhenmeter verzichteten wir.
Nach der Gondelfahrt bis Unterbäch machten wir Bekanntschaft mit der eher unorthodoxen Bikebeförderung der Sesselbahn nach Brand: mangels Haken wird einem das Bike einfach auf den Schoss gelegt… 😊
Bei Brand setzten wir uns wieder auf unsere Bikes und folgten dem Biketrail Nr 542 von Schweiz Mobil, um auf die wunderschön gelegene Moosalp zu gelangen. Plaudernd und trampend erreichten wir diese just um die Mittagszeit. Während Roger und ich uns mit unseren mitgebrachten Sandwiches begnügten, gönnten sich Steefoux und This eine Portion Älplermagronen im Restaurant. Ein Alleinunterhalter mit kitschigen Schlagern «versüsste» unser Dessert, als wir uns für Kaffee und Crèmeschnitte dazugesellten. Wir flüchteten und nahmen den Downhill Richtung Kalpetran unter die Räder. Durch wunderschöne Lärchenwälder und auf flowigen Trails ging’s abwärts, nur hie und da wurden wir unterbrochen von gesprächigen, Schlager hörenden Wandergruppen… In Kalpetran angekommen, stieg es noch einmal zünftig an, nicht alle Beine vermochten die steilen Rampen fahrend zu überwinden, aber schlussendlich kamen wir alle mehr oder weniger erschöpft in St. Niklaus (die Walliser sagen Saniglas) an. Dort deckten wir uns mit Apéro, Znacht und Zmorge ein (und im Geschäft lief wohl welche Musik? …klar, Schlager!). Hier stiess auch noch Jonatan, unser fünftes Mitglied, dazu. Er war eine Stunde nach uns auf der Moosalp gestartet und traf jetzt etwa gleichzeitig wie wir in St.Niklaus ein, soviel zu seinem Fitnsslevel… (und unter uns: er liess uns auch bergab ziemlich alt aussehen!)
Per Postauto ging es nun hoch nach Grächen, wo wir uns in einer Ferienwohnung im Chalet Schwalbennest einquartierten. Den Sonnenuntergang genossen wir bei einem Glas Weisswein auf dem Balkon, danach gab es eine zünftige Portion Pasta mit einer herrlichen, selber gemachten Tomatensauce (merci This), das hatten wir uns verdient!
Am nächsten Morgen erwartete uns ein klar blauer Himmel und ein frisch zubereitetes, köstliches Birchermüesli (merci Steefoux), was will man mehr?
In der Morgenkühle waren wir froh, dass die ersten Kilometer leicht anstiegen, so konnten wir uns aufwärmen. Bald folgten wir einer idyllischen Suone, bevor wir die Abfahrt nach Kalpetran in Angriff nahmen. Während uns weiter oben die wunderschönen Ausblicke beeindruckt hatten, erwarteten uns im unteren Teil viele enge, aber durchaus fahrbare Kurven. Von Kalpetran rollten wir dann auf einem hübschen Höhenweg nach Stalden, wo wir die Luftseilbahn nach Gspon bestiegen. Dort erwartete uns dann die Schlüsselstelle dieser Etappe: In steilen Rampen aber wunderschöner Umgebung gings hoch nach Sädölti, wo wir ziemilich verschwitzt eine verdiente Pause einlegten, Kalorien nachschoben und die Sonne genossen. Den Umweg über den Gebidumpass liessen wir anschliessend aus und machten uns direkt auf den Weg nach Giw, wo wir uns noch ein Dessert gönnten.
Danach kam auch trailmässig das Dessert des Tages: 1300 Tiefenmeter auf meist flowigen, manchmal steilen und ab und zu steinigen oder wurzeligen Trails! Das mit den Steinen wurde Roger dann zum Verhängnis und er fing den einzigen Platten dieses Wochenendes ein! Dafür ein zünftiger, trotz mehrerer Salamis konnten wir den Pneu nur soweit flicken, dass er zwar dicht war, Roger aber die letzten paar Kilometer sehr defensiv fahren musste.
Unten in Visp ging dann plötzlich alles sehr schnell, alle verschwanden mit ihren Bikes in die dafür reservierten Wagen und suchten sich im total überfüllten Zug ein Plätzchen… Das hätten wir auch gemütlicher angehen können, aber ansonsten erlebten wir wie gesagt zwei äusserst harmonische, friedliche und lustige Tage, mit coolen Trails und in schöner Umgebung! Merci, mit euch würde ich sofort wieder auf eine Biketour gehen, es het gfägt!
Tina
Mit dabei waren: Jonatan, Roger, Steefoux, This
FAMILIEN KLETTERN Sewenhütte 30.-31. August 2025
Wir waren am Samstag/Sonntag auf einem zweitägigen Kletterwochenende im Sustengebiet, zuerst sind wir 1 Stunde 37 Minuten und 550 hm den Berg hochgelaufen. Als wir in der SAC Hütte Sewen angekommen sind, sind alle hineingegangen und haben zuerst etwas gegessen und getrunken, es gabe feine Haussuppen. Nachher gingen wir in der Nähe der Hütte in den Klettergarten klettern und abseilen. Das Abseilen hat mir sehr viel Spass gemacht und ich bin 5 mal überhängend abgeseilt. Nach dem Klettern, das immermal wieder kurz vom Regen begleitet wurde, sind wir wieder in die Hütte zurückgegangen, weil das Wetter gar nicht mitgespielt hat. Anschliessend durften wir trotz dem Regen noch mit der Seilbahn über die Schlucht flitzen, fast alle Kinder durften 4 mal fahren, dank Christof der im Regen die Kinder ans Drahtseil anhängte und das Gställti kontrollierte. Nachher sind wir in die Hütte zum feinen Abendessen gegangen.
Am nächsten Morgen sind wir geweckt worden und die Sonne hat geschienen. Wir gingen gutgelaunt zum Frühstück. Nachher haben wir besprochen, wer was macht. Die einen gingen zum Klettergarten oberhalb der Hütte und die anderen gingen mit dem Bergführer Samuel auf Mehrseillängentour unterhalb der Hütte. Es war sehr toll und schön, wer das auch einmal erleben möchte, soll sich für das nächste Jahr auch anmelden.
Liebe Grüsse
Andrea
22.-24. August 2025
Freitag Mittag, mein Rucksack ist gepackt und ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof Bern, gespannt, wer da mit mir in den nächsten drei Tagen die alten Schmugglerpfade erkunden wird. Was sie wohl in ihrem Gepäck mitführen? Schon auf dem Perron erspähe ich eine SAC-Verdächtige, es ist Christine. Im Zug nach Brig stossen dann bald auch Marianne, Madeleine und Markus zu uns, in Thun dann noch Christian und Mark, der noch kurz angeln war und uns mit zwei süssen Thunfischen beglückt. Die Fahrt auf den Simplon ist unterhaltsam, der Chauffeur aus Napoli kennt jedermann und steuert das Postauto gekonnt um die Kurven, die 9 Minuten Verspätung in Brig sind rasch aufgeholt. Beinahe hätte er noch ein Elefantenrennen mit einem Lastwagen eingelegt. Pünktlich beginnen wir also die 700 Höhenmeter Aufstieg zum Furggu, Markus schlägt ein gäbiges Tempo an. Nach einer Stunde liegt Gabi bereits 440 Höhenmeter unter uns. Auf der Furggu angekommen, erhalten wir eine Einführung ins Schmugglerleben des 19. und 20. Jahrhunderts. Wir befinden uns auf dem Stockalperweg, der uns ins Zwischenbergental zu unserer Übernachtungsstätte in Bord führt (Stockalper, ein einflussreicher und mächtiger Walliser Geschäftsmann im 17. Jahrhundert, der sich mit Transport und Handel über den Simplon bereichert hat). Wir werden reichlich verpflegt und geniessen eine ruhige Nacht im Massenschlag der Unterkunft.
Gut ausgeruht und gestärkt nach einem feinen Frühstück und exzellentem Cappuccino nehmen wir am Samstag Morgen den nächsten Anstieg zur Alpe Waira in Angriff. Markus vorne, Mark als Schlussgarde, was während der ganzen drei Tage so eingehalten wird. Wir gehen den Tag etwas geruhsamer an, haben wir doch beinahe 20 km und je ca. 1000 Höhenmeter Auf- und Abstieg vor uns. Auf der Alpe Waira erzählt uns Pascale, die Bio-Milchbäuerin und Käserin begeistert von ihren Erlebnissen auf der Alp. Sie betreut hier zusammen mit zwei Kolleginnen 30 Kühe, welche ein grosses Einzugsgebiet zum Weiden haben, was die Frauen fit hält. So brauchen sie bis zu drei Stunden, um die Kühe zu den mobilen Melchstationen zu treiben. Wieder unterwegs passieren wir schon bald den Wairasee und die Lust auf ein erfrischendes Bad steigt. Nach einem weiteren kurzen Aufstieg erreichen wir den Tschawinersee, ein Bijou, um eine kleine Rast und ein Bad im kühlen Nass einzulegen. Doch Badenixen gibt es scheinbar nur zwei in dieser Gruppe? Markus schafft es dann noch, die Füsse etwas im Blau zu schwenken. Und Mark entpuppt sich als begabten Kameramann, um die Mutprobe festzuhalten - es war nur schön und braucht absolut keinen Mut, gell Marianne! Erfrischt und gut gelaunt gehts an weiteren Seelein vorbei bis zur Bocchetta Gattascosa, der Grenze nach Italien. Kurz vor der Grenze verschlingen wir noch etwas Schmuggelware und sind gespannt, was uns auf der anderen Seite erwartet. Ein steiler Abstieg, begleitet von Gelächter, Musik und Gesang, der vom Rifugio Gattascosa zu uns hinaufsteigt. Benvenuti in Italia! Im Rifugio lassen wir uns umgeben von farbenfrohen Menschen jeden Alters einen Kaffee schmecken und die Beine etwas baumeln, bevor wir uns den weiteren Abstieg unter die Füsse nehmen. Schon bald lockt ein weiteres Rifugio zu einer Einkehr und Erfrischung. Die letzen ein und einhalb Stunden danach führen bereits durch Buchen- und Kastanienwälder bis zu unserer Unterkunft in Graniga oberhalb von San Lorenzo.
Am Sonntag geht es dann durch Wälder und Schluchten im Valle di Bognanco, immer etwas hoch und wieder runter. Markus kennt hier jeden Weg. Wir sind ab und an wieder auf einer Mulattiera, wunderschöne und gut erhaltene Wege, welche früher mit Maultieren begangen worden sind. Die kleinen schmucken Dörflein, die wir passieren, sind alle mit Waschstellen eingerichtet, an welchen früher der Dorftratsch stattgefunden hat. Wir werden von einer Bewohnerin mit Pfirsichen direkt vom Baum verpflegt. Nach viereinhalb Stunden treffen wir pünktlich für eine von Mark bereits vor der Abreise ersehnte Pizza in Domodossola ein. Gestärkt für die Reise, etwas müde, aber voll motiviert, nächstes Jahr wieder eine mehrtägige Wanderung in diesem Gebiet in Angriff zu nehmen, kehren wir mit dem Zug zurück.
Mille grazie a Markus per questo giro cosi bello e ricco di avventure! Mille grazie anche a tutti i partecipanti. Abbiamo vissuto tre giorni bellissimi.
Teilnehmende: Stieger Pia, Sommer Christine, Oppliger Mark, Stöckli Madeleine, Ramser Mariann, Disch Christian
Leitung: Tanner Markus
Tourenbericht: Pia Stieger
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