Nachdem die Simplon Breithorn Tour dem frühlingshaften Wetter und den schlechten Verhältnissen zum Opfer fiel, startet wir am Freitagmorgen, etwas dezimiert, zu einer Ersatztour, welche uns vom Lötschental nach Leukerbad, hoch zur Gemmi und schliesslich über Sunnbühl nach Kandersteg führen sollte.
Das Wetter war besser als angenommen. Nur beim Anstieg auf das Hockenhorn bliess uns der Wind kalt ins Gesicht und Wolken zogen auf. Immer wieder beeindruckend, wie schnell das Wetter in den Bergen wechseln kann.
Die erste Abfahrt zur Lötschenpasshütte und der anschliessende Aufstieg zur Gitzifurggu wärmte uns. Der Schnee war noch hart gefroren. Die Sonne tat aber ihr Bestes und pünktlich um 11:00 Uhr standen wir auf der Gitzifurggu startklar. Und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht. 1500 Höhenmeter Abfahrt, ganz für uns alleine. Der Sulz von seidenfein bis nass und schwer. Aber genau diese Herausforderung, immer den richtigen Weg zu finden, die Skis laufen zu lassen und Schwung für Schwung sicher runterzukommen, war das Schöne an dieser Tour.
So ging es mit der Gemmibahn auch gleich wieder hoch. Trotz geschlossener Sunnbühlbahn waren wir motiviert weitere Skimeter in Angriff zu nehmen und im Notfall die Skis zu tragen. Schlussendlich fehlten uns nur wenige Meter Schnee, aber dies spielte absolut keine Rolle. Den Bus bei der Talstation Sunnbühl erreichten gerade rechtzeitig und als wir glücklich und zufrieden über den gelungenen Tag und die abwechslungsreiche Tour in Richtung Bahnhof Kandersteg fuhren, begann es zu regnen. Besser hätten wir es nicht machen können.
Danke Hanspeter und Rögu für die tolle, gemeinsame Tour. Den gesundheitlich angeschlagenen Mitteilnehmerinnen, die auf die Tour verzichten mussten, gute Besserung! Auf ein nächstes Mal, Damian
Bernina Haute Route, 5. bis 8. April 2026
Bergführer: Marco Poltera führte uns sorgsam, mit viel Gespür und gleichzeitig ambitioniert durch die Bernina Haute Route. Er machte nicht einfach, sondern erklärte, leitete an und coachte. So ermutigte er Selina, als Seilführerin den Piz Palü zu erklimmen – was sie souverän meisterte.
Gruppe: Felizitas, Lukas, Martin, René, Role, Sandra, Selina
Hüttengehilfe: Martin de Bruin aka Debi spürte bereits am ersten Tag seine Achilles- und Patellasehne. Mit diesen Schmerzen war für ihn klar, er legt einen Ruhetag ein und bietet sich als Hüttengehilfe an. Gesagt, getan – Hüttenschuhe ordnen, in der Küche helfen, die Crew unterhalten. Seine Aufgaben erledigte er mit Bravour und erhielt zum Dank einen Flug im Helikopter nach Samedan, der ohnehin für Dienstag geplant gewesen war.
Material: Ein «Flugski» und ein «Flughelm» (alles wieder eingesammelt), eine kaputte Skischuhschnalle, welche unser Bergführer Marco aka MacGyver professionell flickte.
Organisation: Sandra Crameri, unsere Tourenleiterin, Reiseführerin, Fotografin und Organisatorin in einer Person, kümmerte sich um alles und alle. Sie ist die gewissenhafte gute Seele, die keinen Aufwand scheut: plant lange im Voraus, studiert Karten und Fahrpläne, reserviert, fragt nach, schreibt E-Mails, informiert klar und präzise.
Unterkunft und Verpflegung: Chamanna Coaz: 10 von 10 Punkten. Rifugio Marinelli: Fleisch- und Käseplättli sowie Pasta vom Feinsten. Perfekter Caffè (für die Möchtegern-Italos) und sogar Caffè Latte nach 11 Uhr ohne Rüffel und als Digestif hauseigener Genepi.
Wetter: Top. Sonne pur. Kein Nebel keine Wolken, kaum Wind. Besser geht nicht.
Schnee: von allem etwas: Sulz, kompakter und windgepresster Pulver, Rumpelschnee, Nassschnee, drehfreudig bis bremsend.
Programm:
Einer für alle
Noch leicht verschlafen aber gut gelaunt starten wir unsere Reise ins Engadin. Es wird viel berichtet und erzählt von vergangenen Bergabenteuern, verlorenen Pickeln, vergessenen Klettergstältli und wilden Touren. In Silvaplana treffen wir unseren Bergführer. Mit der Corvatschbahn geht es hinauf in die Höhe. Aufgrund der langen Anreise sind wir spät unterwegs und machen zügig. Wir verlassen das Skigebiet und queren zur Schlüsselstelle, wo wir eine mit Seil gesicherte Felspassage abklettern. Ein Ski nimmt eine Abkürzung, kommt aber zum Glück fast unbeschadet unten an.
Danach fellen wir an und steigen bei frühlingshaften Temperaturen über den Chapütschin-Gletscher auf. Bei der ersten Pause überrascht uns Lukas mit einem Koffeinkick – genau das Richtige. Gestärkt erreichen wir das Skidepot beim Nordwestgrat, montieren die Steigeisen, seilen uns an und steigen die letzten Meter zu Fuss im Trittschnee auf den Gipfel.
Durch ein enges Couloir lässt uns Marco rückwärts mit Ski an den Füssen am Seil ab – für einige eine neue Erfahrung. Ungewohnt ist es für alle. Anschliessend fahren wir durch abwechslungsreichen Schnee in die Coazhütte. Die umgebaute Hütte ist sehr schön findet der Architekt – nicht durchdacht finden ein paar andere. Auf alle Fälle ist die Hüttencrew freundlich und bestens organisiert. Das Essen und die Bewirtung sind hervorragend.
Für jede Gruppe einen
Am zweiten Tag geht es nach dem Frühstück um 8 Uhr los. Es ist keine Eile geboten. Wir trotten in angenehmem Tempo mit Spitzkehren durch eine imposante Eiswelt umgeben von Abbrüchen und Seracs hoch Richtung Gletschersattel. Plötzlich beschleunigt Marco. Über uns stehen zwei Tourenfahrer und rufen ihm etwas zu. Marco realisiert: Spaltensturz. Kurzentschlossen eilt er zur Stelle. Dem Tourenfahrer ist glücklicherweise nichts passiert. Er hat sich in rund sieben Metern Tiefe auf einem kleinen Absatz die Steigeisen montiert und kann an Marcos Seil gesichert aus der Spalte klettern. Kurz darauf trifft der Rettungshelikopter ein und fliegt die Gruppe aus.
Angeseilt laufen wir hoch durch die Ebene zwischen La Sella und Piz Glüschaint. Die Rettungsaktion wirkt nach. Marco spürt das und bietet uns an, das Tourenziel anzupassen. Wir teilen uns auf. Marco nimmt Role und Lukas ans Seil und nimmt mit ihnen den Piz Glüschaint in Angriff, welchen sie über eine technisch einfache, aber ausgesetzte Gratkletterei erreichen. Sandra verzichtet auf den Piz Glüschaint und übernimmt die andere Gruppe. In Zwei Zweierseilschaften stapfen Sandra, Felizitas sowie René und Selina durch sehr guten Trittschnee auf die Schneekuppe der Cima di Sondrio, von wo aus wir unsere Kollegen am Grat beobachten.
Nach einer Pause treffen wir uns wieder, um gemeinsam und am Seil gesichert durch die Serac- und Spaltenzone abrutschen. Endlich abgeseilt sucht uns Marco die unverfahrenen Hänge und findet sogar noch Pulverschnee. Zurück bei der Hütte haben wir Zeit für Kaffee und Kuchen. Marco bietet uns an, eine Spaltenrettung zu üben. Dieses Angebot nehmen wir an.
Drei an einem Tag
Heute starten wir früher und lassen die Coazhütte hinter uns. Wir steigen zuerst über den Vadret da Roseg und machen gut Höhe in Spitzkehrengelände weiter auf den Vadret da la Sella. Im Spaltengebiet bilden wir wiederum drei Seilschaften und laufen bei schönstem Wetter dem ersten Zwilling (Westgipfel) entgegen. Das Laufen am Seil durch eine wunderschöne Zastrugi-Landschaft ist recht anstrengend, da sich das Seil oft in den Zastrugi verhakt. Nach einem kurzen Fussaufstieg laufen wir zurück zum Skidepot und fahren in windgepresstem Schnee an den Fuss des höheren Westgipfels, wo wir schon bald die Ski schultern und zu Fuss die letzten paar Höhenmeter in Angriff nehmen.
Nach einem kurzen Abstieg steigen wir einen Rücken leicht aufsteigend querend auf den höchsten Gipfel des Tages, den Piz Sella. Danach fahren wir auf holprigem Schnee, rasant und mit brennenden Oberschenkeln auf die Fuorcla de la Sella, wo wir uns eine ausgiebige Pause am warmen Felsen gönnen. Wir geniessen den Blick in die Weite und erholen uns für die Abfahrt, welche pures Vergnügen in wunderbarem Sulzschnee-Cruising-Gelände ist. Der letzte Aufstieg zum Passo Marinelli Occidentale kostet nochmals Kraft. Die Sonne scheint mit aller Kraft. Das Tagesziel ist in Sichtweite. Wir sind die ersten Gäste im Rifugio Marinelli Bombardieri und haben die Sonnenterasse lange alleine, wo wir unsere feuchten Kleider und Innenschuhe trocknen lassen und endlich eine feine Verpflegung mit wunderbarem Panorama geniessen.
Einer nur für uns
Um 6 Uhr früh erwacht der Tag und wir starten ohne Stirnlampe. Den ersten steilen Anstieg Richtung Passo Marinelli Occidentale hat Marco noch am Vorabend gespurt, nachdem die letzten Tourengänger im Rifugio angekommen waren und die Aufstiegsspur verfahren hatten So gestaltet sich der steile Aufstieg im harten Schnee recht angenehm. Hinter uns geht die Sonne auf. Die Morgenstimmung ist eindrücklich. Vor uns türmt sich plötzlich ein Gletschertor auf: dieses hübsche Fotomotiv lassen wir nicht aus und reihen uns auf. Über den Fellaria-Gletscher ziehen wir unseres Skis in gleichmässigem Tempo konstant ansteigend hoch zum Passo Sasso Rosso. Die Berg- und Gletscherwelt um uns herum ist grandios. Richtung Puschlav schauend sehen wir einen leichten Nebel und witzeln über den «Puschlaver-Smog», nichts ahnend, dass es wohl der Rauch vom Waldbrand ist, der am Dienstagabend in Brusio ausser Kontrolle geraten war.
Unser Ziel im Blick laufen wir in der wunderbaren stillen Bergwelt Richtung Piz Palü, bis sich die Wand auftürmt. Wir machen ein Skidepot, schnallen die Steigeisen an und bilden unsere Seilschaften. Und wieder ist Flugwetter. Der Skihelm von Lukas rollt von dannen. Doch dafür ist jetzt keine Zeit.
Kurz steil in Trittschnee erreichen wir die kurze, knackige Kletterstelle, die mit einem Fixseil versehen ist. Danach laufen wir auf den breiten Gipfel des Piz Palü. Es ist windstill. Wir sind die einzigen Gipfelstürmer und geniessen die Aussicht. Glücklich und dankbar stehen wir auf dem Gipfel und gratulieren uns, im Wissen, dass noch der Abstieg und eine lange Abfahrt durch eine wilde Gletscherwelt bevorstehen.
Und auch der verschwundene Skihelm muss zurückgeholt werden. Gut gesichert klettern wir durch den Felsen zurück Richtung Skidepot. Mit einer rassigen Fahrt am Fusse des Piz Spinas kommen wir auf die Fuorcla Bellavista, wo wir uns noch einmal eine kurze Pause gönnen.
Danach sind Konzentration und Disziplin gefragt. In der Spur von Marco starten wir die Fahrt über den Vadret Morteratsch. Ausrutschen verboten. Die Steilheit lässt nach und schon bald kurven wir leichteren Herzens und dennoch vorsichtig durch die weiss-blaue Gletscherwelt. Der Schnee ist stellenweise drehfreudig und leicht, an anderen Stellen windgepresst und anstrengend zu fahren. Es ist eindrücklich und bedrückend zugleich, nicht wissend, wie lange es den Gletscher noch geben wird.
Aus der Richtung Bovalhütte rumpeln Steine und Schutt die Gletschermoräne runter. Wir kurven bis zum Ende der Gletscherzunge und machen einen Abstecher zum Gletschertor, das den Sommer kaum überleben wird. Danach fahren und stöckeln wir auf dem Wanderweg nach Morteratsch. Die Skier müssen wir erst knapp vor dem Gleis ausziehen. Der Frühling ist im Engadin angekommen.
Die Touristen und Alpinisten füllen die Terrasse. Wir gesellen uns dazu. Selten schmeckt ein Getränk besser als nach so einem Abenteuer. Die lange Rückfahrt durch den Albula-Tunnel durch das UNESCO Weltkulturerbe ist eine willkommene Zugabe und rundet die wunderschöne Bernina Haute Route würdig ab. Anfänglich haben wir noch viel zu berichten, doch irgendwann überkommt uns die Müdigkeit und wir sind alle froh, dass wir Bern kurz vor halb acht Uhr erreichen.
Tourenbericht: Felizitas
Ostertouren - Berner Oberland West Traversierung - die wilden W's
(Ersatz für Bernina Haute Route)
Karfreitag: Mit der Luftseilbahn schweben wir leicht vom Col du Pillon auf den Glacier 3000 empor. Der Empfang ist einzigartig, Sonnenschein und kaum Wind. Der "Aufstieg" mit einer Skiabfahrt zu starten behagt mir besonders, leichtfüssig gleiten wir über die sanften, frisch präparierten Pisten, letztlich im Pulverschnee dem Col du Sanetsch entgegen.
In unübersichtlichem Gelände durch den verschwundenen Gletscher müssen wir auffellen und bald starten wir mit dem Aufstieg über den Südwestgrat auf den Arpelistock 3036m. Bald sind die Spitzkehren am steilen Grat unumgänglich, die Portage (Ski auf dem Rucksack) ist nur kurz, bald erreichen wir den "stotzigen" Schlusshang, welcher bereits aufgesulzt ist. In grossen Entlastungsabständen erreichen wir schwitzend den Gipfel. Belohnt werden wir mit einem einzigartigen Panorama, welches vom Genfersee zum Mont Blanc, all den 4000er des Wallis, weiter zu den Berner Alpen, bis zu unseren heimischen Voralpen des Gantrisch reicht.
Als Dessert starten wir die fantastische Pulverschneeabfahrt durch die Steilhänge - welch Glücksgefühl. Tomi kreiert in erstaunlicher Freeride Manier einen Steilhang mit der Version "fadegrad grad abe" (siehe Foto). Aber auch unendlich viele Schwünge zeichnen wir in die Hänge bis zur Geltenhütte. Auf der Terrasse der Hütte beglücken wir uns mit kühlen Drinks, auch das obligate Eiertütschen ist Pflicht der Ostertouren.
Gegenüber der Hüttenterrasse findet Tomi anspruchsvolles Freeride Gelände à la "Verbier extreme", so unterhielt er die Anwesenden der Terrasse mit Spektakel an Sprüngen und einem 360er. Der Applaus blieb ihm nicht aus. Beachtlich was vom SAC Gantrisch alles geboten wird. Auf der Terrasse lässt sich gut chillen auch Kuchen und Kaffee erfüllten unsere Gelüste, zudem rundeten "tiefgründige" Gespräche den Nachmittag ab. In der Runde diskutierten wir die Tourenplanung der nächsten Tage, und schon wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Bald finden die Einen den wohlverdienten Tiefschlaf, und Andere warten liegend auf den Morgen…
Willi
Am Ostersamstag stehen wir in der Geltenhütte rechtzeitig auf, um vor allen anderen loszulaufen. Deshalb hat Willi für uns Frühstück bereits um 05.30 organisiert. Danach laufen wir in der Dunkelheit los - Willi vorab mit einer Stirnlampe. Es ist bedeckt und deshalb hat es in der Nacht nicht wirklich abgekühlt. Schon kurz nach dem Verlassen der Hütte hiess es abziehen. Alle waren bereits am Dampfen. Bald wurden wir von der Sonne geblendet und eine einzigartige Szenerie zwischen Hallos und Regenbogenfarben machten die Stimmung himmlisch. Der Aufstieg zum Geltenjoch und anschliessend zum Wildhorn 3247m war angenehm und Willi legte wie immer eine perfekte Spur ins Gelände.
Die rassige Abfahrt vom Wildhorn zur Cabane des Audannes endete auf dem See vor der Cabane. Deshalb nochmals auffellen, bevor vor der Hütte auf Paletten sitzend ein kühles Getränk genossen werden konnte.
Die Cabane des Audannes ist einfach und rustikal. Strom nur im Ess- und Materialraum, Toilette draussen, kein fliessend Wasser, aber die Hütte als solches ist klein und fein und das Personal sehr nett. Und der Border Collie liebte Tomi und Willi.
Ah ja, und einige haben gelernt, dass man nicht mit dem Gschtältli zum Frühstück kommen sollte. Denn es ist weder praktisch noch sinnvoll und man punktet auch bei Willi nicht!
Thömu
Ostern: Cab. des Audannes – Schnidenhorn 2937m – Plan de Roses – Wildstrubelhütte
Bei schönstem Wetter und einem kühlen Wind startete die Tour an der Cabane des Audannes. Der Aufstieg zum Schnidenhorn (2937 m) bot ein Panorama, das nur noch durch die Gipfelrast getoppt wurde: Passend zum Datum genossen wir das traditionelle Eiertütschen auf dem höchsten Punkt.
Die anschliessende Abfahrt über Plan de Roses präsentierte sich fahrtechnisch abwechslungsreich. Der Schnee variierte zwischen hart und sulzig, blieb jedoch dank einer guten Unterlage stabil und trug bei entsprechendem Tempo hervorragend.
Die grösste Herausforderung des Tages bildete der finale Gegenanstieg zur Wildstrubelhütte. Unter wärmender Sonne zog sich der Weg spürbar in die Länge, bevor wir schliesslich die Unterkunft erreichten und auf dem Balkon den Tag ausklingen liessen.
Dänu
Ostermontag - am Vorabend die Skier bereits aufgefellt starteten wir unsere letzte Tour von der Wildstrubelhütte mit einem kleinen Aufstieg bis zur Bergstation der „VBS“-Bahn.
Bei herrlichem Wetter und einer grandiosen Morgenstimmung überquerten wir den Gletscher Plaine Morte - eindrücklich! – Beim Aufstieg zum Wildstrubelgipfel begegnete uns ein damenloser Ski und sorgte für einen kurzen Moment der Verwunderung.
Oben angekommen, garstig und windig - schnelle Umrüstung war angesagt und weiter Richtung Mittelgipfel mit weniger Wind und einer rundum herrlicher Aussicht.
Noch die letzte „Eiertüpfete“ und dann anschliessend die lange Abfahrt an die Lenk zu den Simmenfällen.
Die letzten 15 Minuten mussten wir jedoch zu Fuss, die Skis am Rücken, zurücklegen. Der Weg war aper, bereits Spaziergänger im kurzen Sommer-Outfit kamen uns entgegen; ein kleiner Kontrast zu unserer hochalpinen Winter-Ausrüstung.
Zurück im Tal stand erst einmal das wohlverdiente Durstlöschen im Vordergrund. Danach ging es mit dem Postauto nach Lenk und weiter nach Zweisimmen, wo wir uns von zwei Gspändli verabschiedeten. Die Reise führte weiter nach Saanen. Die zwei Chauffeure, Willi und Tomi setzten ihre Fahrt mit dem Postauto zum Col du Pillon fort um die am Freitag parkierten Busse zu holen. Die „Übriggebliebenen“ überbrückten die Wartezeit bei schon sommerlichen Temperaturen gemütlich auf einer Terrasse in Saanen mit einem; teils sogar zwei „Glacechübeli…“
Am Ende einer wunderbaren Ostertour kamen wir müde, aber rundum zufrieden zuhause an. Ein herzliches Dankeschön für die perfekte Organisation - Merci viu mau!
Glöisi & Barbara
TN: Bärble, Lena, Tegi, Dänu, Glöisi, Thömu, Tomi und Willi
Der Mariannehubel – der Unvollendete
Nicht nur in der Musik gibt es die „Unvollendete“. Das gibt es auch bei Skitouren.
Doch davon später mehr.
Vor der Tour wollte ich wissen, warum der Mariannehubel so heisst. Meine Recherchen führten zu keinem überzeugenden Ergebnis. Was wir aber sicher wissen ist, dass der Gipfel auf 2‘156 m ü. M. liegt und genau dort hinauf wollte heute die lustige Schar von 11 Skitourengängern.
Kurz vor 10 Uhr trafen wir uns zum Start auf dem Autoparkplatz im hinteren Diemtigtal, unmittelbar hinter dem Skilift Grimmialp.
Das Wetter: Recht kalt, ein Gemisch aus Sonne und Wolken und noch windstill.
Zuerst ging es entlang der asphaltieren Strasse hinauf, bevor wir eine Abkürzung durch den Pinienwald,… eh Mischwald mit vielen kleinen Sträuchern und Bäumen fanden. Ich kann versichern, dass der durch die Tourenski verursachte Waldschaden im juristisch vertretbaren Rahmen blieb.
Zum Glück war vorgespurt, denn es lag Neuschnee, im oberen Bereich der Tour mindestens ein halber Meter. Im Wald kam sporadisch kitschig blauer Himmel hinter den stark verschneiten Bäumen hervor. Einfach schön!!
Je höher wir aufstiegen, desto mehr kam uns der Nebel entgegen. Auch der prognostizierte Wind blies je länger je heftiger.
Auf knapp unter 2‘000 m ü. M. wurde die Sicht immer schlechter und der starke Wind trieb uns den neuen Schnee heftig ins Gesicht.
Richtigerweise wurde beschlossen, nichts zu riskieren und die Tour ohne Gipfelerlebnis abzubrechen… eben, die unvollendete Skitour.
Bei recht blinder Sicht wurde die Abfahrt Richtung Tal in Angriff genommen. Beim Aufstieg waren wir alle überzeugt, dass uns der neue Pulverschnee eine herrliche Abfahrt bescheren wird. Mit wenigen Ausnahmen war dann der Schnee leider schon etwas pappig geworden, was schöne Spuren im jungfräulichen Schnee erschwerte.
Auf halben Weg ins Tal nahmen wir das Mittagessen aus dem Rucksack ein. Bei der Talstation fiel schon leichter Schnee-Regen.
Auf der Unvollendeten kamen immerhin knapp 700 Hm und gut 9 km Wegstrecke zusammen.
An der von Manuel und Sandra perfekt organisierten Tour waren auch noch dabei: Rita, Gerhard, Marianne (eben doch), Magdalena, Martin, Susanne, Stephanie, Benno und
Walter (Bericht). Herzlichen Dank an Manuel und Sandra!
Die Unvollendete war trotzdem sehr schön.
Die Mutigen werden belohnt! Trotz schlechter Wetterprognose und grosser Lawinengefahr sind wir beim Gemmipass gestartet. Statt drei Tage hiess es zwei Tage - statt Grosses Wannenhorn Wildstrubel – statt Finsteraarhornhütte Lämmerenhütte. Bei herrlichem Schneegestöber sind wir Richtung Lämmerenhorn losgezogen. Ab der Steilstufe wurde es für unsere Tourenleiter Stefan und Roland anstrengend, denn der tiefe Neuschnee war sehr schwer zum Spuren! Während der Abfahrt vom Lämmerenhorn wurde das Wetter immer besser. Bei der Hütte sind wir herzlich empfangen worden.
Am Samstagmorgen war das Wetter ausgezeichnet, bereits am Morgen hat uns die Sonne empfangen. Bis auf wenige Meter konnten wir (Stefan) die Spur in den frisch gefallen Schnee legen. Einfach herrlich! Auf dem Wildstrubel erklärte uns Roland das Panorama. Das Highlight des Tages war die Abfahrt. Wir genossen die Hänge und verzierten sie mit unseren Spuren. Dank einem kurzen Aufstieg nach der Hütte konnten wir auf dem Sommerweg ein paar weitere Hänge fahren.
Ein grosses Dankeschön an unsere Tourenleiter für dieses fägige Ersatzprogramm und für die umsichtige Durchführung!
Noch scheint die Sonne, als wir kurz vor neun Uhr auf der Gemmi starten, doch die ersten kleinen Wolken sind schon sichtbar. In der ersten Steilstufe kommt uns eine welsche Gruppe entgegen und bestätigt unsere Befürchtungen: «C’est mauvais”, ist ihr Fazit über den Schnee weiter oben, und es braucht nur rudimentäre Französischkenntnisse um zu wissen, dass das nicht «Pulver gut» bedeutet. Wir steigen unverdrossen weiter und erreichen nach gut vier Stunden bei leichtem Schneefall den Mittelgipfel des Wildstrubels. Für einen kurzen Moment reissen die Wolken auf, dann sind Wolken und Nebel zurück. Die Abfahrt zur Lämmernhütte ist dann tatsächlich ziemlich «mauvais», aber mit viel Rutschen und Stemmbogen kommen wir irgendwie runter.
Der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite – aber die Lawinengefahr ist deutlich angestiegen auf «erheblich». Wir entschliessen uns deshalb für die sichere Variante Richtung Sunnbühl. Und siehe da: Unterwegs finden wir tatsächlich noch den erhofften Pulver, wenn auch auf relativ kurzen Hängen. Dafür gibt’s quasi als Dessert eine wilde Abfahrt vom Sunnbüel bis hinunter nach Kandersteg.
Mit dabei: Denise, Felizitas, Clà, René und Thomas (Tourenbericht)
Mariannehubel statt Hochmatt
Aufgrund der grossen Neuschneemengen haben wir unsere Tour umgeplant und uns für das schöne, sichere Diemtigtal Richtung Mariannehubel entschieden. Wir wurden von zauberhaften, verschneiten Bäumen begrüsst. Zuerst haben wir uns ein wenig durch den Nebel gekämpft, aber wurden auf dem Gipfel bei sonnigem Wetter empfangen. Leider war die Mittagspause ein wenig zu lange und den ersten Teil mussten wir im aufkommenden Nebel fahren. Trotzdem konnten wir den Neuschnee geniessen und ab der Baumgrenze war die Sicht auch wieder gut. Zuletzt liessen wir den Tag bei einer Getränkerunde in der Beiz ausklingen.
Mit dabei waren: Larissa, Beni, Sandro, Dänu, Tomi (merci für den Bericht & Bildli!) und Roland
Angesichts der trüben und windigen Wetterprognosen kostete der Aufbruch einigen Teilnehmenden etwas Überwindung. Umso grösser ist die Freude, als uns schon bald nach dem Start die Sonne wärmt - wer wagt, gewinnt! Plaudernd steigen wir stetig der Galmschibe entgegen, welche das Bodezehore heute klar aussticht. Oben auf dem Rücken ist der Schnee recht knapp. Der auffrischende Wind und die nahende Front mahnen zur baldigen Abfahrt. Der Hauch Neuschnee war das I-Tüpfelchen auf der genussvollen Abfahrt über die tollen Sulzschneehänge, welche manchen Juchzer hervorlocken. Ab Mittelberg wird die Abfahrt anspruchsvoller - zuerst durch immer nasseren Schnee, dann immer abenteuerlicher. Zu Beginn ist Slalom um Baumstrünke angesagt, bis der Schnee sich mit waldigen Passagen abwechselt und die Ski geschultert werden müssen. Die Vielfalt der Pflanzen weckt das Interesse der Hobby-Botanikerin, aber das steile Gelände fordert volle Konzentration und erlaubt nur wenige Seitenblicke. Fildrich ist bald in Sicht. Der Schnee auf dem Sommerweg und in der Ebene ermöglicht wieder ein paar lockere Schwünge. Im Riedli lassen wir die Tour gemütlich ausklingen. Danke, Manuel und Sandra für die top Vorbereitung und Leitung! (Bericht: Jutta)
Die Anreise am Sonntagabend per Zug nach Davos gelingt trotz Umsteige- und Dichtestress gut, mit auf Fahrt sind: Tinu (BF), René (TL) Madeleine, Wale, Edith, Gerhard, Benno, Marianne. Das Postauto hingegen fährt ohne uns ab Postplatz Davos und eben nicht ab Bahnhofplatz nach Frauenkirch. So kommen wir halt per Taxi und im Bus von Oscar im Landhaus in Frauenkirch an. Oscar hat heute bereits den Engadiner Marathon in einer Superzeit absolviert und ist deshalb mit seinem Bus vor Ort, gerade richtig für uns Gestrandete mit Skigepäck.
Voller Übereifer und mit Vorfreude auf die Tour stehen die ersten von uns am nächsten Morgen bereits um 6.45 statt erst um 7 Uhr vor der Tür des Frühstücksraums, was wiederum die Gastgeberin Carina ziemlich grantig macht. Wir werden jedenfalls mit einer ordentlichen Standpauke empfangen, besonders dem Tourenleiter wird das Fell über die Ohren gezogen, er habe seine Gruppe nicht im Griff und Morgen gelte nun neu 6.45 Uhr. Das Buffet hingegen ist reichhaltig und liebevoll bereitgestellt und lässt uns den ZS schnell verdauen. Wir fahren heute mit der Standseilbahn auf die Schatzalp, nehmen noch zwei Lifte auf Strelabärg, bevor wir nach einer ersten Abfahrt die Felle für die Tour montieren. Gemächlich ansteigend und immer westwärts gehend erreichen wir unseren ersten Gipfel, das Chörbschhora (2651m). Die Sonne hat inzwischen die Abfahrtshänge aufgewärmt, uns erwartet eine tolle Abfahrt auf die Stafelalp hinunter, wo wir bei Kaffee, Nusstorte und viel Geplapper eine ausgiebige Pause machen. Auf mickrigen Schneeresten gelangen wir direkt hinter unser Hotel, gut gefunden Tinu! Für das Nachtessen fahren wir mit dem Bus nach Davos in die Alte Post, heute klappt es sogar mit den Einsteigeorten.
Unsere zweite Tour führt auf den Erezbärg (2615m). Zum Zmorge getraut sich niemand zur falschen Zeit bereit zu sein, ja nicht Corina erzürnen! Das Buffet ist perfekt, das Wetter prächtig, alles paletti. Der Bus fährt uns nach Monstein, dem kleinen Bierbrauerdorf etwas weiter unten im Landwassertal. Wir tragen die Skis durch das Valserdorf und noch wenige Minuten das Strässchen hoch. Der Aufstieg führt durch offene Lärchen- und Arvenwald, über Älpetli, in idyllischer Landschaft. Ausser uns ist kein Mensch unterwegs. Am Gipfelhang geraten wir gehörig ins Schwitzen, doch kaum oben angekommen, haben die Wolken Oberhand gekriegt und es bläst ein giftiger Westwind. Trotzdem geniessen wir die Aussicht auf das Älplihora, das Chrachehore oder auch talauswärts. Sorgfältig fahren wir die ersten paar Meter über den sehr schmalen Geisswegpfad leicht abwärts, bevor wir die besonnten Hänge auf perfektem Sulzschnee zur Hauderalpa (Die Flurnamen in der Gegend hier sind einfach zu schön!) runterkurven. Die letzten Höhenmeter ab Underischt Haud führen uns auf einem kleinen Waldweg, die Skis nun auf dem Rucksack, direkt nach Monstein zurück, wo wir uns frisch ab Presse aus der Fabrik auf dem Bänkli des Dorfplatzes dem Hopfengenuss hingeben. Nebst Bier fehlt heute auch die aromatisch duftende Pfeife von Benno nicht, zudem sorgt Madeleines Naturpfeife mit dem Mieschschnauz für gehöriges Gelächter. Den Apéro genehmigen wir uns im Aufenthaltsraum vom Landhaus, garniert mit Häppchen, für die gestern Wale extra gesorgt hat.
3. Tag: Chüebärg (2635m): Unerwartet schönes Wetter, welch ein Glück! Wir fahren nochmals nach Monstein und nehmen heute das westlich gelegene Bachtal hinter dem Dorf mit Ziel Chüebärg in Angriff. Leider fehlen uns auf der heutigen Tour Madeleines träfe und gute Laune verbreitenden Gespräche, sind doch ihre Felle dummerweise im Hotel geblieben. Sie muss deshalb wohl oder übel zurückfahren. Unternehmungslustig steigt sie dann allein über die Safelalp hoch und geniesst dafür vor dem Bergbeizli Kaffee und Beerenkuchen. Indessen erreichen wir wiederum breite Alpen, Afferied, Büelen, Chüebärg. Unser Ziel ist ein Güpfi nordwestlich vom Büelhora. Mit Oscars amüsanten Gedanken, zum Beispiel über die starken Frauen, die es braucht für Männer auf dem Weg zum Erfolg, erreichen wir mühelos unser Ziel. Mit einem Schneeprofil auf der Nordseite des Chüebärgs erklärt uns Tinu die Lawinensituation wegen des Altschneeproblems. Eindrücklich! Eine breite Schicht Griesschnee auf 1.5 Meter Tiefe. Hänge ab 30° müssen weiterhin besonders sorgfältig geprüft werden. Die Abfahrt bietet von leichtem Raureifschnee, über Sulz bis Knusperschnee und einer sonnigen Langbank vor einer Alphütte etwa alle möglichen Frühlingsvarianten. Beinahe hätte es der Kellner im Restaurant Ducan mit seiner seltsamen Willkommensart vergeigt, uns etwas zu verkaufen. Aber die Lust nach Hopfen und Malz ist grösser als eine Umkehr ohne Tranksamen. Zufrieden schauen wir auf den unerwartet geschenkten Schönwettertag mit der vollauf gelungenen Tour zurück. Und nicht genug davon! Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns am Abend. Es gilt zwar zuerst noch gut 1km zu Fuss zu bewältigen, aber das Restaurant Schrämli’s bietet danach ein wunderbares Nachtessen, richtig gourmetmässig. Das super eingespielte Team von Servicefrauen und die festliche Ambiance des Hauses (unsere Sportklamotten ausgenommen) sorgen zudem für allerbeste Zufriedenheit.
Unsere vierte Tour sollte eigentlich ab Pischa im Flüelatal stattfinden. Der Nebel hängt aber leider tief, die Luft ist feucht. Der Schnee verspricht keinen Genuss zum Skifahren und die Aufhellungen werden zu spät eintreffen. Deshalb beschliessen wir, die Tour mit der Bus- und Bergbahnanfahrt ins White-out gar nicht erst zu starten. Oscar und Tinu fahren im Büssli zurück und wir andern nehmen die RhB nach Landquart, wo uns beim Umsteigen vorübergehend die gute Laune abhanden kommt. Lässt doch die Zugführerin die Türen schliessen, bevor Wale, Geru und Benno eingestiegen sind! Schade für diesen verpatzten gemeinsamen Abschluss unserer Davostage! Ärgerlich, aber der Erfolg unserer Touren in einer uns unbekannten Bergregion wird dadurch nicht geschmälert. Die Freude, die mega coole Stimmung untereinander, lassen uns optimistisch auf eine Wiederholung in einem anderen schönen Tourengebiet im Frühling 2027 hoffen.
Tinu, du bist einfach ein Superbergführer! Vielen Dank dir, bis zum nächsten Mal! René, merci für die Organisation. (Beinahe ) Alles hat gut geklappt! Edith, Madeleine, Wale, Oscar, Gerhard, Benno, Marianne (Bericht)
Tourenwoche Valle Maira
In zwei Fahrgruppen fuhren am Samstag 12 Skitourenbegeisterte los gen Südwesten: Bergführer Willi, Organisatorin Tegi und Bärble, Bine, Brige, Bruno, Glöisi, Hudi, Märsu, Mätthu, Reto und Thömu. Ursprünglich geplant war eigentlich eine Fahrt gen Osten in die Franz Senn Hütte in Österreich, aber dort gab es nicht genug Schnee und ein Altschneeproblem. Deshalb Planänderung: Valle Maira im Piemont. Die Anreise ins Valle Maira ging wie bereits mehrmals zuvor (auch mal mit Bike) durch den grossen St. Bernhard mit dem schon obligatorisch gewordenen Kaffee- und Paninistopp vor Aosta und dem zweiten Stopp mit Chinotti in Dronero bis nach Marmora im Valle Maira. Auf der ganzen Fahrt bis zur Unterkunft sahen wir praktisch keinen betourbaren Schnee. Angekommen in der Unterkunft Le Marmu ging es nach dem Zimmerbezug direkt weiter mit dem Apéro um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu geniessen: zwei feine Plättli mit zentimeterdicken Salamirädern, feinstem Prosciutto crudo und Formaggio d’Elva kombiniert mit Bierra Rosso und Radler con Lemonsoda waren im Nu verspeist und weggetrunken. Auf diese Weise gestärkt, konsultierten wir noch die Tourenkarte um dann direkt zum 4-Gänge-Znacht überzugehen. Hat jemand gesagt, wir wären verfressen?
Am Sonntag fuhren wir hoch nach Lausetto. Nach kurzer Skitragepassage erblickten wir endlich den ersten zusammenhängenden betourbaren Schnee. Von da an bis hoch auf den Monte Ruissas (2746m) blieb der Schnee sehr knusprig. Es kreuzten uns einige versprengte ItalienerInnen, die wider Erwarten nicht in plaudernden Gruppen unterwegs waren, so dass doch einer aus unseren hochkoordinierten, eingespielt synchronen 6er Gruppen vor Überraschung einen Rückwärtssalto mit Skis machte. Aber immerhin kamen alle von uns gut gelaunt nach 1300hm auf dem Gipfel an, was man nicht von allen EinzelgeherInnen behaupten konnte. Die Abfahrt auf superschönen, zum Kurven einladenden Sulzhängen machte uns so durstig, dass wir auf der Rückfahrt direkt wieder Einkehren mussten. Im La Pauso – der Name ist Programm – gab es Radler/Bier/Caffe und das obligate Plättli des Tages.
Von Preit aus ging es am Montag auf den Bric Boscasso (2589m). Bei schönem Wetter gingen wir über die Bergschulter und schliesslich auf einer Tragepassage um den Gipfel. Wer beim Anschauen der Bilder denkt, da wurden vier Mal dieselben roten Ski hin und her getragen, der irrt, denn es gab den gleichen Ski gleich vier Mal. Auf der anderen Seite des Gipfels blitzte uns der schneeweisse und wunderbar steile Abfahrtshang entgegen. Die Franzosen von der Côte d’Azure staunten nicht schlecht, als wir nach Willis «Go» unverzagt in den steilen Hang stachen. Vor Mittagsküchenschluss erreichten wir schliesslich das Le Marmu, wo für uns teigfrische Spaghetti mit herrlicher Burro e Salvia (Burro d’Elva?) gezaubert wurden. Das waren die besten Spaghetti ever! Und endlich, endlich zum Apéro: Bombardino! Nach dem 4-Gänge-Menue zum Znacht (Wir? Verfressen?) studierten wir noch Tegis beeindruckende Tourenwochenliste seit 2001!
Am Dienstag gab es ein nasses Erwachen. Als der Regen in Schnee überging, beschlossen wir, das Jassen zu verschieben und stattdessen von Chialvetta aus Richtung Colle Ciarbonet aufzusteigen. Mit eindrücklichem Lärm krachte der Schnee von den gegenüberliegenden steilen Hängen runter. Willi führte uns zu einem sicheren Rücken, über den wir durch lichten Lärchenwald abfahren konnten. Beim Zwischenstopp im Rifugio Viviere genossen wir leckere Pasta. Wir staunten nicht schlecht, als wir von Fabrizio erfuhren, dass eine grosse Gruppe Tourengänger aus Dänemark in seinem Rifugio logiere. Bevor wir aufbrechen konnten, offerierte er uns etwas Eingemachtes. Statt der erwarteten Zucchini offenbarten sich im Glas in Alkohol und Gewürzen eingelegte Zuckerstücke. Nur die Hartgesottenen liessen sich einen solchen auf der Zunge zergehen – Desinfektion inklusive. In der «Locanda La Marmu», unserer Unterkunft, ging es weiter mit Entdeckungen: Die von Ivan servierten Apérochips entpuppten sich als frittierter Lardo (das Fett vom Speck), was einige unter dem Namen «Gröibi» kennen.
Bei schönem Wetter starteten wir am Mittwoch in Saretto mit dem Ziel Monte Viraysse, 2838m. TeilnehmerInnen der SAC Bikewoche 2024 erkannten den ersten Teil des Aufstiegs von der Oronaye – Tour. Doch diesmal führte der Aufstieg durch ein frisch verschneites hügeliges Labyrinth zum Colle Sautron. Auf dem Pass wehte ein stürmischer Wind. Dementsprechend abgeblasen war der Gipfelhang, so dass wir uns zügig für die Abfahrt bereit machten. Die Gruppe aus Bayern, die kurz nach uns den Pass erreichte, hatte das Nachsehen. Ihnen blieb nur noch festzuhalten: «Das wäre unsere Variante gewesen…», nachdem Willi für uns mit regelmässigen Schwüngen den steilen, noch unberührten Pulverhang eröffnet hatte. Umso mehr genossen wir die tolle Abfahrt über die offenen Hänge und den verspielten Finish durch die Lärchen. Man kann es aktive Berghilfe nennen oder Verfressenheit: Wenn unterwegs eine Beiz offen hatte, wurde sie von uns berücksichtigt. Auch das «Radler» und die «Tortellini al Burro e Salvia» gehören zu einer Tourenwoche in Italien, ebenso ein «Bombardino».
Für Donnerstag waren sich die Wetterapps nicht ganz einig, doch ab Mittag sollte es sonnig sein. Auch die Lawinensituation erlaubte es, zur «Königsetappe» zu starten: Ein «Giro» ab Saretto, vorbei am Lago Visaisa – wo man sich für die Traverse wünschte, man wäre ein «Röibi» oder ein «Dahu» - zum Bivaco Bonelli, 2323m, über den Colle d’Enchiausa, 2736m und durch das gleichnamige Tal runter bis ins Vallone di Unerzio. Nachdem eine seltsame Tourengruppe durch unseren LVS – Test gestolpert war, legte Willi ein flottes Tempo vor, um diese hinter uns zu lassen. Wir schwitzten und dampften beim Aufstieg durch die Lärchen. In der Wetterküche brodelte es, der Nebel hob und senkte sich, gab mal den Blick frei auf die dolomitenähnlichen rötlichen Felsformationen, mal liess er die Sonne durchscheinen als wäre sie der Mond. Ein wahrhaftes Naturspektakel wurde uns geboten – wunderschön! Der Aufstieg durch die tolle Landschaft war sehr abwechslungsreich – immer wieder boten sich auch tolle Fotosujets. Nach der Pause beim Bivaco Bonelli ging es für den letzten Anstiegen mit Spitzkehren zur Sache, wo das Spuren für Willi auf dem windgepressten Schnee ein «Chrampf» war. Auf dem windigen Pass genossen wir die tolle Aussicht auf die Felswände und freuten uns auf die Abfahrt durch das schmale Tal. Willi fand wie immer die Hänge mit dem am einfachsten zu befahrenden Schnee. Was für ein Genuss! Auch diesmal gönnten wir uns noch einen Abstecher ins Rifugio Viviere, wo wir leckere Pinsas assen. Am Abend wurden wir in unserer Unterkunft ebenfalls verwöhnt: Die Tante, die wir oft in der Küche hatten essen sehen, hatte den ganzen Nachmittag damit verbracht, Ravioli zuzubereiten. Unglaublich fein und zart waren diese mit Ricotta und Spinat gefüllten Teigwaren, sie schmolzen einem auf der Zunge. Ein krönendes Essen für diese krönende Skitour!
Am Freitag hiess es zwar, packen, aber bei stahlblauem Himmel liessen wir es uns nicht nehmen, vor der Heimreise nochmals eine Skitour zu unternehmen. Willi fand zwischen dem Monte Cassorso und dem Monte Boscasso den Canale Cassin, den perfekten, noch unbefahrenen Sulzhang. Ein letztes Mal genossen wir die Aussicht auf den imposanten Rocca la Meja oder den Monte Tibert und wussten, Valle Maira, du hast uns verzaubert, wir kommen gerne wieder, sei es im Sommer oder im Winter.
Bericht: Bine und Brige
Heute ist eine wahre Frühlingstour im Diemtigtal angesagt, das heisst: früh aufstehen, Sonnenschein, warme Temperaturen, Sulzschneeabfahrt. Treffpunkt ist der grosse Parkplatz am Fildrich bei der Kileikäserei. Um acht Uhr geht’s los, zuerst flach dann stotziger das Tal hinauf, danach folgt die Bachquerung mit ein paar knorzigen Schritten das Wäldli hoch. Die Mittelberghütte lassen wir links neben uns liegen, wir ziehen weiter am Südfuss der Galmschibe entlang, wo wir auf die ersten Morgensonnenstrahlen treffen und eine Znünipause einschalten. Schon bald gilt es nun ein erstes steiles Bord zu queren, aber mit den Harscheisen und der guten Spur ist es gut zu bewältigen. Von nun an ist Schwitzen angesagt. Jacken und Kappen verschwinden in den Rucksäcken. Stetig kommen wir im Obertal höher hinauf und treffen beim Punkt 2417m auf den im Schnee versteckten Sommerwanderweg zur Männliflue, der ab genau diesem Güpfi dem Grat entlang auf den Gipfel (2652m) führt. Hier aber ist unser Aufstiegsziel erreicht, es ist kurz vor Mittag, also genau richtig in der Zeit. Die Aussicht ist bezaubernd, hinter uns der Männlifluegipfel, unter uns der sulzige Abhang und die weisse Dünenlandschaft des offenen Tales, gegenüber die die steilen Nordhänge und Couloirs des Erbithore und des Drümännlers und weiter im Westen das Gsür und das Türmlihore.
Die Abfahrt ist ein Frühlingstraum, 11km und 1100Hm! Sulzschneehänge noch und noch. Einmal queren wir noch eine Lawine und ein kurzes Grasband. Ansonsten kurven wir frei und frank, dort wo es uns gerade am besten gefällt und passt. Sogar das Tal hinunter zurück zu den Autos geht es noch ganz gut, obwohl doch die letzten beiden Wochen wohl hunderte dort runtergefahren sind und ihre Spuren hinterlassen haben. Eindrücklich sind heute die Lawinenabgänge der vergangenen Tage anzusehen, eine Grosslawine zum Beispiel am Gsür, etliche andere in verschiedenen Nordseiten oder die Nassschneegrundlawinen an den steilen Ostseiten des Rauflihorns. Gut gelaunt und glücklich über ein weiteres wunderbares Tourenerlebnis kurven wir zurück zur Kilei.
Als krönenden Abschluss hat uns Benno Winkler auf die Sonnenterrasse seines Familienchalets zum Apéro eingeladen. Durstig und voller Vorfreude machen wir also noch den Abstecher auf die westliche Seite der Grimmialp (Senggi), wo wir von Benno mit Speis und Trank bewirtet werden und die Tour gemütlich ausklingen lassen. Vielen herzlichen Dank Benno!
Merci auch den Tourenleitern René und Roland
TN: Madeleine, Rita, Susanne, Regine, Roland, Gerhard, Bericht: Marianne
Zeitig um 9:00 starteten wir von der Wasserscheide Richtung Gustispitz, unserem heutigen Ziel. Anfangs noch bewölkt und neblig, ließen uns vereinzelte Sonnenstrahlen bald hoffen, dass wir den Gipfel etl. doch, wie auf SwissMeteo prognostiziert, bei etwas Sonnenschein erreichen werden.
Der Aufstieg war kurz, aber wegen des über Nacht hart gewordenen Schnees, nicht ganz geschenkt. Gegen Ende montierten wir deswegen unsere Harscheisen, die uns im steileren Gipfelhang Sicherheit brachten.
Auf dem Gipfel dann tatsächlich Sonnenschein! Das alpinen Gipfelgrätchen hin zum Gipfelkreuz das Tüpfelchen auf dem i.
Die Abfahrt forderte uns dann vor allem im mittleren Teil, wo der obere, bis dahin genügend harte Schnee unser Gewicht nicht mehr ganz zu tragen vermochte. Leicht führte dies dazu, dass man verkantete oder in Rücklage geriet, gelang es einem nicht konsequent über den Skis zu stehen und die Skis schön eng zu führen. Glücklicherweise dann weiter unten feiner Sulzschnee, der die etwas frühlingshaft anmutende Abfahrt abrundete.
Die letzten Sonnenstrahlen genossen wir auf der Terasse des Skiliftbeizlis auf dem Gurnigel, bevor die Wolken alles wieder in Nebel hüllten. Zeit um nach Hause zu fahren. Danke Roger, Selina, Michelle, Tobias, Benjamin und Chiara für die tolle gemeinsame Tour!
Eigentlich war eine zweitägige Tour im Binntal angesagt. Auf Grund des lästigen Altschneeproblems und der unsicheren Entwicklung von Wetter und Schnee wurde entschieden, die Tour auf die Berner Seite zu verlegen. Das lange Abwarten bis Freitagabend für den Entschied zu einem Tourenziel hatte sich gelohnt. Der Samstag beschenkte uns mit einer rassigen Tour auf den Wildstrubel bei nahezu besten Bedingungen.
Um 7.00h standen wir zu viert alleine in der Gondel, die uns auf die Engstligenalp brachte. Wir überquerten die weite Ebene und stiegen gemächlich unter dem Ammertengrat hinauf zum Strubelgletscher und genossen die grosse Ruhe, waren wir zu dieser Zeit weit und breit die einzigen Skitourengänger im Gebiet.
Gespannt näherten wir uns der Schlüsselstelle unterhalb des Frühstücksplatzes. Eine halb zugewehte Spur führte wohl unter die Steilstufe, die Steilstufe selber sah aber ziemlich abweisend aus. Nach aufwendiger Spurarbeit standen wir unterhalb der Steilstufe und schnallten die Steigeisen an. In der vorhandenen Fussspur gings hoch unter den fast senkrechten Wächtenausstieg den Walter sogleich elegant überturnte und ein Fixseil einhängte. Bald standen wir oben auf dem Grat und zogen in schön ausholenden Bögen weiter über den Ammertengletscher bis hoch auf den Gipfel. Eine atemberaubende Rundsicht ins Wallis belohnte uns für den höhenmeterreichen Aufstieg.
Die Abfahrt war ein Genuss in Pulver. Die Steilstufe beim Frühstücksplatz sind wir etwas unterhalb in steilem Trittschnee abgestiegen. Wir entschieden uns für die Abfahrt über die Nordflanke hinunter auf die Engstligenalp. In den Couloirs fanden wir durchwegs Pulver bis die Schenkel brannten. Erst ganz zum Schluss gerieten wir in die Tramschienen, doch was soll’s, es wartete bald schon das wohlverdiente Bier an der wärmenden Sonne auf uns.
Tina, Silvan und Walter – schön ward ihr bei dieser Tour mit alpinem Zuckerguss dabei.
Frühlingsbedingungen in schöner Gegend und mit guten Leuten, was will man mehr!
Tschingellochtighore – 28.02.
Von der Engstligenalp der Sonne entgegen zum Tschingellochtighore. Dank perfekter Spurarbeit problemlos bis zum Sattel. Kurze Pause, tief durchatmen, geniessen.
Abfahrt in selektivem Pulverschnee in den Kessel Richtung Kandersteg: "locker, einfach". Unten: Ruhe, Weite, keine Wolke am Himmel. Wunderbare Aussicht.
Nochmals hoch zum Sattel und als Krönung eine herrliche Sulzschneeabfahrt zurück zur Engstlige.
Ein rundum gelungener Tag. Danke an alle, besonders an Rolf!
Angesichts der angespannten Lawinensituation haben Sandra und Manuel vorgängig lange telefoniert, um eine passende Tour auszuhecken. Wir fuhren zunächst mit dem Sessellift vom Riedli zur Nüegg auf rund 1400m und stiegen dann gemächlich auf Richtung Wiriehorn. Nach einer Trinkpause auf dem Sattel ging es weiter durch ein kleines Stück Wald, wo wir auch einmal unsere Skier ausziehen mussten, um in steilem Gelände über Gehölz zu steigen. Es folgte ein steilerer «Bitz», wo dann hin und wieder bei der Spitzkehre etwas «gehäkelt» wurde und auch ein Skistock in die Tiefe kullerte (und zum Glück von einem Helden der zweiten Gruppe gerettet werden konnte). Wir stiegen weiter auf über einen runden Rücken mit ständiger Aussicht auf die gegenüberliegenden Bergketten, das aller letzte Stück dann mangels Schnee zu Fuss. Wir genossen das Zmittag in der warmen Sonne bei fantastischer Rundsicht! Die Abfahrt dann sehr abwechslungsreich: Die Schwünge auf dem leicht angesulzten Pressschnee leicht und flüssig, über gefrorene, verspurte Abschnitte holpriger, zuweilen waren wir von schwerem Schnee herausgefordert, besonders in jenem steilen Hang, von dem ich nicht schreiben soll 😉 Der Vorschlag von Sandra, nochmals aufzusteigen und diesen Hang ein zweites Mal zu erkunden, wurde dankend abgelehnt! So gings munter das letzte Stück die Piste runter, wir freuten uns nämlich bereits auf ein Getränk, zu dem uns Monique im Garten von Franz eingeladen hat. So fuhren wir ein paar Kurven im Auto und genossen frühlingshaftes Wetter im Garten des Chalets! Herzlichen Dank Monique für die Gastfreundschaft und Sandra und Manuel fürs Planen und Leiten! Ein toller Tag!
Mit dabei: Felizitas, Regine, Madeleine, Ursula, Jutta, Monique, Gerhad, Hans, Thomas, Patrick, Debi und Susanne (Tourenbericht)
Ursprünglich war der Drümännler geplant, aufgrund der Lawinen-Verhältnisse machten wir eine Ersatztour auf die Chrummfadenfluh von der Wasserscheide aus.
Das Wetter zeigte sich wechselhaft: zeitweise drückte die Sonne durch dunstige Schleierwolken, Richtung Alpen blieb es dunkel bewölkt. Dazu war es recht windig und relativ warm. Wir stiegen zuerst Richtung „Kamelbuckel“ (Nünenegrat) auf. Von dort gab es ein paar schöne Schwünge hinunter zur Alp Obernünene. Die Sicht wurde zunehmend schlechter, es begann zu nieseln – zeitweise Schneeregen, zeitweise Regen. Auf jeden Fall nass. Gerade als wir wieder aufstiegsbereit waren, stellte sich heraus, dass ein Teilnehmer seine Felle noch nicht montiert hatte. Das sorgte für einige treffende, gutgemeinte Sprüche – wohlwollend und kameradschaftlich, wie es sich gehört. Im Aufstieg zum Gustispitz lichtete sich die Bewölkung allmählich. Im oberen Drittel montierten wir die Harscheisen, was sich auf dem harten Untergrund bewährte.
Oben angekommen wurden wir belohnt: Dank eines grösseren blauen Lochs in der Wolkendecke genossen wir gute Rundum-Fernsicht. Ein spezieller Moment – wir im Schnee auf diesem recht alpin wirkenden Gipfel, während das Unterland grün und schneefrei dalag. Die Abfahrt begann vielversprechend. Im oberen Teil fanden wir einige unverspurte Stellen mit gut fahrbarem Presspulver. Weiter unten wurde der Schnee sehr nass und klebrig. Trotzdem lohnte sich die Weiterfahrt durch den Wald: Rechts vom Bach bei der Alp Oberwirtneren fanden wir nochmals herrlichen „Pulver-Pfloetsch“, der erstaunlich gut zu fahren war, wenn man die Ski laufen liess. Das sorgte für den einen oder anderen Jauchzer. Den Bach querten wir unterhalb der defekten Brücke problemlos. Die letzten Meter zu Fuss bis zum Schlepplift waren teilweise schlammig, aber schnell hinter sich gebracht. Der Bügellift brachte uns bequem zurück zur Wasserscheide. Zum Abschluss kehrten wir im Skilift-Beizli Gurnigel ein. Bei einem wohlverdienten Getränk liessen wir den Tag Revue passieren. Trotz durchzogenem Wetter und anspruchsvollen Verhältnissen: Es hat sich gelohnt, draussen gewesen zu sein! Bericht: Daniel, Tn Sandra, Debi, Marianne, Benno und Gerhard, TL René
Eigentlich hätten wir alle gerne den Skitourenklassiker Schibe-Märe angegangen. Aber äbe, Winter ist nicht mehr Winter, das Chrummfädi heisst nicht mehr Chrummfädi und alleine ist man schon lange nicht mehr im Gantrisch. Genug lamentiert: es war trotzdem cheibe schön.
Die warmen Temperaturen haben den Pulverschnee von letzter Woche schon arg umgewandelt. Deshalb sind wir heute möglichst weit oben gestartet, also auf der Wasserscheide. Los ging’s in Richtung Kamelhoger, der – oh wunder – noch unverspurt war. Die Abfahrt bis zur Obernünenen war besser als erwartet. Dann sind wir der Normalroute in Richtung Chrummfädi (äh, sorry: Gustispitz) aufgestiegen. Scheinbar heisst unser beliebter Skitourenberg seit 2016 (der Historiker hat’s soeben geprüft) auf der Landestopo nun Gustispitz. Wir Alteingesessenen wurden ja hier an dieser Stelle schon einmal belehrt: Die Schubladen-Mauser bei der Landestopo in Wabern haben unser Chrummfädi kurzerhand 500m nach Südosten versetzt.
Zu unserem Glück fahren die meisten aufstiegsorientierten Tourengänger (Skimo?) in den arg zerfahrenen Hängen wieder runter. So bleibt den abfahrtsorientierten Skifahrer:innen genug Platz, um schöne Spuren im Schnee zu hinterlassen.
Die klassische Abfahrt zum Skilift Länggrätli wird von Jahr zu Jahr abenteuerlicher. Von der Brücke ist nicht mehr viel übrig und die Variante über den Bach war für uns zum Glück machbar. Bei harten und eisigen Bedingungen sicher nicht so lustig.
Wieder mal eine schöne Skisafari mit alten Bekannten und neuen Gesichtern. Schön war’s!
Das einmalige, sprich aussergewöhnliche Fazit zum Wetter:
Trotz dichtem Nebel haben wir die «Spitzen« unserer Schneeschuhe jederzeit gesehen - nicht der Schweiss rann runter, sondern das Regenwasser - das Erklären des Panoramas blieb Markus (=versierter Tourenleiter) erspart!
Einmalig war die Tour auch wegen allen Teilnehmer:innen (Hanni, Barbara, Stefan, Christian, Matthew, Ruth, Christine) und weil wir aufgrund der SAC-Tourenpremière von Matthew - ursprünglich aus Schottland - Gelegenheit hatten unsere Englischkenntnisse aufzufrischen!
Zum Schluss «das Einmaligste»: dank dem per Auto ins Seeland angereisten Teil der Gruppe, erfuhren wir, dass sich in Kerzers die weltbeste Bäckerei befindet………Tortenstücke wie «man-n» sie noch nie gesehen hat und erst die «Schildchröttli»😊…… für Insider:innen: die Bäckerei Krähenbühl in Kerzers bietet endlich Ersatz für die legendären Oey-Diemtiger Crèmeschnitten!
Christine Sommer
Beim Start zu Hause nieselte es etwas. Kommt das nur gut mit dem Wetter? Auf der Grimmialp nieselt es zwar nicht, aber die Sicht ist nicht berauschend. Je höher wir kommen, desto besser wird das Wetter. Die erste Pause gibt es einige Meter neben dem Sonnenplätzli, damit sie nicht zu lange dauert. Wir steigen hoch bis zum Pt. 2086 und machen eine erste Abfahrt in Richtung Alpetli, immer schön neben der blauen Linie auf der Karte und möglichst neben allen anderen Spuren. Nach einer Pause steigen wir wieder hoch auf den Mariannehubel. Auf dem Hauptgipfel hat es einige Leucht. Die Abfahrt führt uns durch noch wenig verspurtes Gelände auf die Alpstrasse und von dort zurück auf die Grimmialp.
Ausbildung alpine Skitour Bürgle Nordgrat
Um 9:15 Uhr treffen sich an der Unteren Gantrischhütte sieben Personen, die sich zum Ausbildungskurs „Skihochtouren“ angemeldet hatten. Im extra für uns geöffneten Restaurant gibt bei einem wärmenden Kaffee Willi eine Einführung in die Ausrüstung. Pickel, Steigeisen, Gstältli und Seile liegen auf dem Tisch parat und werden reihum gegeben. Willi klärt uns über die die Lawinensituation und die Route auf. Die Lawinensituation ist durch den Neuschnee der letzten Tage, Triebschneeansmmlungen und eine schwache Altschneedecke erheblich und die Begebenheiten auf dem Grat unklar. Um 9:45 Uhr geht es mit grossem Optimismus los, der Bürglen Nordgrat ist das Ziel. Die ersten 300 Höhenmeter legen wir mit den Skiern zurück. Vorbei am Birehubel, geht es in den Sattel am Fusse des Nordgrates. Unterwegs geht Willi auf den Schneezustand, die Steilheit des Geländes und Zeichen für Triebschnee ein, alles Faktoren, die seine Entscheidung für eine Spuranlage beeinflussen. Auch lässt er uns entscheiden, wo wir die Steigeisen montieren und ob wir abfellen wollen. Beides wird später nochmal aufgegriffen und diskutiert. Und dann geht es mit aufgeschnallten Skiern los auf den Nordgrat. Die felsdurchsetzte Schlüsselstelle ist bald gemeistert und dann gilt es für Willi eine gute Spur zu finden. Der Triebschnee ist tükisch und er versucht daher möglichst auf dem Grat zu bleiben, um keine Schneebretter auszulösen. Beim Bunker wartet die nächste Herausforderung. Die fünf Seilschaften gehen mit grösseren Zwischenabständen an den Bunkern vorbei und dann ist auch diese Stelle geschafft, und bald darauf der Gipfel erreicht. Die Szenerie auf dem Grat ist wunderbar, wenn auch sehr windig. Das Wolkenspiel, die zahlreichen Halos und die immer wieder wechselnden Aussichten lassen dieses Abenteuer vor der Haustüre zu einem besonderen Erlebnis werden. Auf dem Gipfel wird bei starkem Wind umgerüstet und wer beim Einstieg abgefellt hatte, war klar im Vorteil. Auch das haben wir gelernt, brauchts am Gipfel kein Fell, lieber gleich abfellen. Andererseits hatten wir uns entschieden das Aufschnallen der Ski an einer etwas steileren Stelle vorzunehmen, an der Gefahr bestand Material zu verlieren. Also lieber an einer flacheren Stelle die Steigeisen montieren und länger zu Fuss gehen, aber alles gut verstauen können, als dass einem am Gipfel die Felle um die Ohren fliegen. Die Abfahrt geht über die Nordflanke der Bürglen. Auch hier ist die Situation heikel, so dass wir in weiten Abständen diese tolle Abfahrt geniessen dürfen. Als dann der letzte Hang hinter uns liegt, blicken wir zurück und Willi weist darauf hin, worauf man in einer erheblichen Lawinensituation bei einer Steilabfahrt zu achten hat und wie man sich verhält. So verteilten sich Willi und Markus über den Hang und gaben Zeichen, während wir uns bei Theres wieder gesammelt haben. Um 14:30 Uhr sind wir zurück in der Unteren Gantrischhütte. Hier gibt es bei wärmenden Kaffee einen letzten Austausch über diesen sehr lehrreichen Ausbildungstag in einer wilden, alpin anmutenden Atmosphäre am Bürglen Nordgrat.
Wir bedanken und bei Willi Egger, Markus Glaus und Theres Binggeli für die souveräne Durchführung dieses tollen Kurs unter diesen besonderen Bedingungen und bei Reto für das Öffnen des Restaurants Untere Gantrischhütte und das Bereitstellen von Kaffee und Getränken.
Die Teilnehmenden Barbara Staudenmann, Benjamin Berger, Christoph Aebischer, Cla Rauch, Sandro Grossen, Selina Walther und Tobias Messmer
Bericht: Tobias Messmer
Wir steigen vom Schwarzsee gemütlich durch das kalte Tal der Brecca hoch bis uns die ersten Sonnenstrahlen endlich ein bisschen Wärme spenden. Beim wohl verdienten Schluck Tee bestaunen wir die endrückliche Bergszenerie, die uns umgibt und studieren den weiteren Aufstieg durch den Talschuss bis hoch zum Col de Chamois. Vorher war es die ungemütliche Kälte, nun drückt der Schweiss auf dem Weg hoch durch die Flanke auf den Grat. Mit einem grandiosen Rundblick geniessen wir die wohlverdiente Pause. Ein Teil der Gruppe bewältigte noch den Weg bis auf den ausgesetzten Gipfel.
Zurück auf dem Sattel heisst es die Schuhe festzurren und einen ersten Blick in das steile Couloir werfen. Tief einatmen und los, gleich den ersten Schwung ansetzen und so verschwinden alle nach und nach wohldosiert nach unten auf einer griffigen Unterlagen. Bevor der Angstschweiss gefrieren kann, stehen wir schon im flacheren Teil und die Schwünge im guten Pulver werden ausladender und entspannter – bravo, alle meistern die Herausforderung einwandfrei.
Den letzten Abschnitt hinunter auf der Alpstrasse ist ein Härtetest für die Plomben. Alle bleiben drin und so geniessen wir vollig entspannt und zufrieden den gemütlichen Einkehrschwung in der Buvette vom Camping.
Gratulation an Barbara, Corinne, Michael, Sandro und Silvan
Was für eine erfreuliche Nachricht: Die geplante Tour auf den Gurbsgrat kann stattfinden! Der strahlende Sonnenschein und die Vorfreude auf den Schnee machten die ungemütliche Zug- Hinfahrt schnell vergessen. Die ersten, etwas weniger schönen, Höhenmeter nahmen wir per Lift in Angriff. Oben angekommen zeigte sich bald: Nicht nur das Wetter ist fantastisch, auch der Schnee schien Grossartiges zu versprechen – juheee! Aufstieg in Stille, jeder Schritt ein Genuss und schon bald standen wir auf dem Gurbsgrat. Nach einer kurzen Pause gönnten wir uns die erste Abfahrt im teilweisen noch unbefahrenen Pulverschnee – Glück pur – bitte noch mehr davon! Wir stiegen erneut hoch und fanden auch bei der zweiten Abfahrt Schnee ohne Spuren. Anschliessend verweilten wir in einem "Alpbeizli" und tankten ausreichend Sonne, bevor wir übers Skigebiet talwärts fuhren. Danke Roland für die Tour und den wunderbaren Schnee-Tag!
Mit dabei waren: Bernadette, Baba, Simone (die den schönen Bericht verfasst hat – merci!) und Mätthu.
Stimmen der Teilnehmenden zu den Freeride- Tourentagen Ovronnaz, Arolla und Evolene:
“c’était magic!”
“c’était vraiment magic!”
“c’était vraiment super magic!”
Dabei waren:
Bärble, Bine, Brige, Möni, Tegi, Brünu, Glöisi, Märçu, Stefu, Stifu, Thömu, Willi
Back to the Roots – mit Pulverschnee und Grinsgarantie
Nach Jahren wieder einmal unterwegs mit dem SAC Gantrisch – und schon beim ersten Aufsteigen war klar: Das wird mehr als nur Höhenmeter sammeln. Lachen hier, tiefe und nährende Gespräche dort – und dieses stille Glück, Teil einer bunten Gruppe zu sein.
Nach dem Mittagessen an der Sonne (Vitamin D deluxe) kam das Geschenk: Pulverschwünge! Und nicht einfach ein bisschen – nein. Soooo cool, dass wir gleich noch ein zweites Mal aufgestiegen sind. Ja, Umrüsten ist mit dem Snowboard sooo viel mehr Aufwand – und ehrlich: jede Sekunde wert. Denn wir durften den magischen Hang nochmals feiern. Reines Glück.
Es wurde gejuchzt.
Es wurde ohne Worte gelacht.
Manchmal reichte ein Blick – und alle wussten: Genau deswegen sind wir hier.
Zum krönenden Abschluss ging’s auf den Hexenwägli zurück ins Tal. Grinsen bis zu den Ohren.
Ein riesiges Merci an Sandra, die alles wundervoll organisiert und gemeinsam mit Jürg ruhig, souverän und mit viel Herzblut geführt hat. Danke an jede einzelne Person, die dabei war – dank dir war dieses Puzzle perfekt. Und ja: Auch als Snowboarderin fühlte ich mich rundum wohl.
Bis bald wieder. ❄️✨
Mit dabei waren: Susanne, Monica, Magdalena, Simone, Gerhard, Michael, Tobias und Barbara (Tourenbericht)
Nach der üblichen Rangelei um die Parkplätze in der Hengstkurve (wir waren halt nicht bei den ersten, aber trotzdem erfolgreich), startete unsere grosse Gruppe (10 Personen) Richtung Grencheberg. Stefan hatte Sonne bestellt, und die Lieferung schien geklappt zu haben, zwar versteckte sie sich noch hinter den Bergen, aber der Himmel war strahlend blau. Gemütlich ging es dem Bach entlang, und nach einem kalten Start kamen auch die Finger und Zehen langsam auf Betriebstemperatur. Es war eine Freude, durch die frisch verschneite Landschaft zu laufen!
Nach einer kurzen Pause auf dem Sattel bei Grenchegalm bogen wir rechts ab zum Widdersgrind und erreichten wenig später den Gipfel, wo es Picknick, Gipfelfotos und Panoramaerklärungen gab. Danach folgte das Highlight des Tages: gut 300 Tiefenmeter feinster unverfahrener Pulver! Da war der eine oder andere Jauchzer zu hören und im Schattig Riprächte hatten alle ein ziemlich zufriedenes Lachen im Gesicht. Etwa so hatten wir uns das erträumt!
Weil auf einer Skitour aber alles verdient sein will, mussten wir hier nochmals auffellnen und zum zweiten Mal den Sattel von Grenchegalm ansteuern, diesmal von der hinteren Seite. Trotz zuletzt ziemlich steilem Gelände blieb Stefan seinen Prinzipien treu und legte eine Spur (fast) ohne Spitzkehren 😉Der Schlussanstieg zur beinahe aperen Alpiglemäre glich dann eher einer Sommerwanderung, wir behielten die Skier aber an.
Auf diesem Gipfel waren wir nicht unter den ersten 20 (wahrscheinlich nicht mal unter den ersten 100), darum glich der erste Hang schon eher einer Buckelpiste. Um sich unter den Firstlinern einzureihen hätte man bereits am Donnerstagabend da sein müssen! Wir genossen die Abfahrt trotzdem und mit etwas Fantasie, Ortskenntnis und einem guten Auge fand sich doch noch der eine oder andere unverspurte Abschnitt. Und so zogen wir die letzten Tiefschneebögen direkt hinunter zu unseren Autos!
Im Hirschen Sangernboden liessen wir die grandiose (und mit 1300 Hm doch recht stolze) Tour ausklingen.
Vielen Dank Stefan für die Planung, Organisation und Führung dieser Tour, Dänu für die Co Leitung.
Profitiert davon haben Benjamin, Bernadette, Matthias, Michelle, Monika, Sandro, Selina und Tina (Tourenbericht).
sTrotz unsicherer Wetterprognose rücken wir aus. Mit den Wiriehornbahnen gehts die ersten Höhenmeter schnell hoch. Zuerst können wir kurz etwas abfahren und anschliessend fellen wir das erste Mal an. Der Schnee neben der Aufstiegsspur lässt schon einige schöne Schwünge erahnen. Die Schleierwolken werden immer weniger und die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein. Oben auf dem Gurbsgrat angekommen, sehen wir was der Wind bewirkt hat: der SW-Rücken ist praktisch aper. Für die Abfahrt nehmen wir die andere Seite wo bedeutend mehr Schnee liegt. Es gibt sogar noch Rinnen ohne Spuren, und dies nach über zwei Wochen ohne Neuschnee. Pulver gut. Wir steigen noch hoch in Richtung Cheibenhorn und geniessen noch einmal viele schöne Pulverkurven. Bei der Alp Tubefärrich geniessen wir die Sonne auf einem Bänkli bevor es übers Skigebiet mit Einkehrschwung ins Tal geht. Fazit: Verhältnisse Top, Wetter Top.
Vielversprechend die Fahrt aus dem Bodennebel in Bern zur Unteren Gantrischhütte unter blauem Himmel. Ebenso vielversprechend, wenn auch ohne Kaffee: die erste halbe Stunde, wartend im Auto (da zu früh), um nicht frieren zu müssen. Das Postauto brachte dann pünktlich Céline: Die Gruppe war komplett. Los ging’s auf den Morgetepass, an die Sonne. Auf den Schibespitz mussten wir neben dem Schnee, über Stock und Stein laufen, die Skis geschultert. Ok: Als mildernden Umstand zu Sandras Gunsten lassen wir gelten, dass da ja diese Schneewächte war. Abfahrt Richtung Chessel in herrlichem Pulver, Aufstieg Richtung Chesselgrat und Abfahrt zum Vorderen Talberg, wiederum in tollem Schnee. Nach dem Picknick sagte Sandra «So!» – und fast alle wussten, was das zu bedeuten hatte. Beim folgenden steilen Aufstieg übten wir wiederum das Gehen neben dem Schnee, auf Gras, dieses Mal mit den Skis an den Füssen. Weiter zum Leiterlipass und runter zur Wasserscheide, wo es endlich Kaffee und anderes gab.
Herzlichen Dank, Sandra für die weise, den Schneeverhältnissen angepasste Tourenwahl! Vielen Dank, René Herger, dem Tourenleiter 2!
Herzlich willkommen Céline, langjähriges Mitglied des SAC Gantrisch, seit heute aktiv!
Mit dabei: Céline, Felizitas, Karin, Gerhard, Martin und Lukas (Tourenbericht)
Hochmotiviert starteten wir unter der Nebeldecke unsere Schneeschuhtour auf den Chasseron. Der leichte Schneefall in der Nacht zuckerte die Bäume und verzauberte die Landschaft. Schon bald kamen wir zu den Skipisten auf Les Avattes, wo wir über dem Nebelmeer die Aussicht auf den ganzen Alpenbogen genossen. Im kleinen Bergrestaurant wärmten wir uns bei einem heissen Getränk auf, bevor wir uns auf den Weg über die Petites Roches auf den Chasseron machten. Windgeschützt hinter dem geschlossenen Hotel Chasseron haben wir uns kurz gestärkt bevor wir uns dem Wind auf dem Gipfel aussetzten, wo wir ein Rudel Gämsen entdeckten. Dem kräftigen Wind geschuldet, haben wir die Aussicht auf die Berge und das Nebelmeer nicht lange genossen und sind durch lichte Fichtenwälder über das Hochplateau zu den Alpen „La Bullatone“ abgestiegen. Wie bestellt kam rechtzeitig auf die Mittagspause die Sonne hervor und spätestens jetzt wurden die Sonnenbrillen montiert. Die Sonne haben wir beim restlichen Abstieg nach Le Cluds mitgenommen und den Nebel weiter in die Ebene verdrängt.
Fazit der Tour: Tolle Gruppe, gute Stimmung, wenig aber doch etwas Schnee und tolle Aussicht auf die Berge im Rhonetal und das Nebelmeer. Vielen Dank Markus!
Teilnehmende: Markus Tanner (Leitung), Hofer Barbara, Reber Stefan, Sommer Christine, Menzi Danièle, Menzi Ronald
Wir begeben uns zu den einfachen und gut erreichbaren Fällen bei der Spittelmatte ob Kandersteg. Es hat wenig Eis, vermutlich wegen der Trockenheit, von den Temperaturen her war es ja nicht so schlecht im Januar. Bald gesellen sich weitere Kletterer zu uns, so dass wieder ein leichter Dichtestress aufkommt. Wie immer können wir uns gut durch die meines Erachtens nicht sonderlich stringent organisierte Gruppe navigieren und können die Grundtechnik und den Vorstieg üben, auch den Wunsch nach einer MSL können wir erfüllen. Für ein anderes Jahr müssen wir womöglich einen neuen Kletterplatz finden. Ein lehrreicher Eistag bei dürftigen Verhältnissen.
Wieder ist es einmal soweit: Ein sonniger Mittwoch steht an, die meisten Unterländer verzichten auf eine Skitour, da überall eher wenig Schnee liegt. Aber René und Manuel greifen in ihren «Spezialtourenfundus» und zeigen uns (Madeleine, Susanne, Lena, Sandra, Myriam, Marianne, Rita, Regine, Benno und Michael), dass es auch an diesem Tag lohnenswert ist, die Felle zu schnallen und die den Gantrisch umgebenden Kreten und Hänge zu besteigen und zu befahren.
Der erste Stopp ist natürlich das aussichtsreiche Kompotoil auf der Wasserscheide. Dann erst geht’s bei der unteren Gantrischhütte richtig los in Richtung Morgetepass. Die Spuren sind noch etwas eisig und es ist kühl. Kurz vor der Traverse zum Pass schnallen wir sicherheitshalber die Harscheisen an. Die Wächte lässt sich leicht passieren und schon stehen wir im wärmenden Morgenlicht. Was jetzt folgt ist eine Mischung aus Eis-Stein-Schnee-Gras-Wanderung. Die Besitzer:Innen neuer Felle wissen das gar nicht zu schätzen. Oben auf dem Grat des «Schiibespitzes» öffnet sich vor uns der überraschend gut beschneite «Chessel». Nach einer kurzen Erfrischung sind wir bereit für eine erste Pulverabfahrt! Unglaublich, es hat noch fast keine Spuren im Schnee. Dies entlockt uns zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison Freudenjauchzer. Das innere Kind freut sich an den leichten Schwüngen im schönen pulvrigen Zauberschnee! Die Tour hat sich schon jetzt gelohnt. Doch René und Manuel zaubern weiter und führen uns wieder hoch auf einen kleinen Grat. Von da geht es ein zweites Mal und etwas steiler durch leichten Pulverschnee hinunter ins Tal des «Mittelbergs». Das Mittagsziel ist eine Alp auf ca. 1547 m. gelegen. Hier machen wir an der warmen Sonne eine gemütliche und wohlverdiente Mittagsrast. Vollgetankt mit neuer Energie steigen wir danach gemütlich zum «Leiterlipass» (1905 m) auf. Die letzte Abfahrt folgt in Richtung Wasserscheide mit dem Ziel namens «Beiz».
Eine lachende Wirtin empfängt und mit Schorle, Apfelmöhl, Kafis und Mineralwasser. An dieser Stelle möchte ich Benno noch einmal herzlich für das Getränkesponsoring danken. Schöner kann man sein Jubiläum doch fast nicht feiern.
Auch ein grosses Merci an René, Manuel und Sandra, die uns immer wieder sicher, geduldig und super kompetent durch Schnee und Eis hinauf und hinunter führen. Toll, was ihr macht! Regine Berger
Unsere heutige Skitour startete um 09.17 Uhr in Fieldrich. In flottem Tempo ging es zunächst über die Ebene, bevor wir einer gut angelegten Spur durch den Wald folgten. Die erste Pause legten wir an der Mittelberghütte ein, wo wir kurz verschnaufen konnten. Nach der Rast zogen wir weiter in die Sonne und folgten dem Hang hinauf zur Galmschibe. "Bütsch al piz"! Dort genossen wir eine herrliche Mittagspause bei bestem Sonnenlicht.
Die Verhältnisse für die Abfahrt waren zwar schon einmal besser, doch im Großen und Ganzen war die Tour wirklich gelungen. Grazia fich! Herzlichen Dank an René für die hervorragende Führung! Bericht Cla Rauch
Am Morgen traf sich die fröhliche Truppe beim Skilift Rossberg. Schnell waren alle startklar und los gings zuerst über die Piste, dann einem Weg entlang und danach mal steiler, dann wieder hügeliger durch eine wunderschöne Winterlandschaft. Auch die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Eine schöne Spur lockte uns zuerst auf den Ostgipfel wo wir Mittagspause machten. Doch die gleissende Kuppe des Westgipfels und der schöne Hang dort riefen direkt danach bestiegen und befahren zu werden, und so machten wir uns gestärkt auf dorthin. Belohnt wurden wir durch eine tolle Abfahrt mit wechselnden Schneeverhältnissen, die dann doch etwas die weniger trainierten Beinchen forderten. Den krönenden Abschluss fand die Tour auf der Sonnenterasse der Beiz. Danke Manuel, danke Sandra für diese schöne Tour. (Bericht: Corinne)
Auch dieses Jahr nahmen über 20 SACler am LVS Kurs teil. Freundlicherweise durften wir wieder die Räumlichkeiten der unteren Gantrischhütte benutzen. An dieser Stelle ein herzliches Danke schön. Bei Kaffe und Gipfeli gab es zuerst eine kurze Theorie. Danach wurden die TeilnehmerInnen in drei Gruppen aufgeteilt und es ging nach draussen in den praktischen Teil. Dort wurde mit viel engagement gesucht, sondiert und geschaufelt. Herzlichen Dank für das Interesse an diesem Kurs. Auf Tour ist es für uns Toureneiter beruhiged zu wissen wenn die TeilnehmerInnen mit dem Thema LVS / Lawinen vertraut sind.
Am Samstag 10. Januar trafen wir TourenleiterInnen uns zum LVS Kurs. Leider musste sich unser Bergführer, Willi Egger, krankheitsbedingt abmelden. Das Wetter war garstig mit Schneefall und starkem Wind, wesshalb wir unseren Kurs kurzfristig ins Rest. Siedi in Schwarzenburg verlegten. Nichts desto trotz wurde eifrig diskutiert, diverse Apps angeschaut und an den LVS herumgedrückt. Immer wieder hörte man “aha, so geit das” oder “das hani no nid gwüsst” und wenn wir mal nicht weiter kamen, ein Whats App und Willi hatte uns prommt eine Antwort parat. Fazit des Kurses : Es tut immer wieder gut sich mit dem Thema zu befassen. Wegen den angeregten Diskusionen wurde leider vergessen zu Fotografieren wesshalb kein Bildmatrial zur Verfügung steht.
Am Samstag 10. Januar trafen wir TourenleiterIn ...
Aufgrund der prekären Schneesituation im Goms hat Cornelia zwei Ersatztouren organisiert:
Montag, 29. Dezember 2025: Skitour Rinderhütte – Mauerhorn – Ferden
Für die heutige Tour hiess es sehr früh aufstehen, da die Anreise nach Leukerbad recht lang ist. Mit dem Zug um 06.07 Uhr ab Bern reisten wir via Visp und Leuk nach Leukerbad und von dort mit dem Skibus zur Torrentbahn. Hier hiess es nun 45 Minuten anstehen, bevor wir mit der Gondelbahn zur Rinderhütte hochfahren konnten. Um 10.00 Uhr starteten wir auf 2310 m auf unsere Skitour und schon nach wenigen Minuten waren wir dem Trubel im Skigebiet entflohen. Die spektakuläre Aussicht auf die Walliser Alpen, die schöne Landschaft und die Einsamkeit abseits der (Skitouren)-Touristenströme liessen uns die Strapazen der Anreise schnell vergessen. Zuerst traversierten wir recht flach unter dem Schafberg und dem Torrenthorn zum Wysse See auf 2337 m. Hier begann – zuerst leicht coupiert und dann bald steiler – der eigentliche Aufstieg. Via Schwarze See (2602 m) und Galmpass (2866 m) erreichten wir nach 4 Stunden den Gipfel des Mauerhorns auf 2943 m. Nach einer kurzen Pause fuhren wir hinunter zum Galmpass. Von hier wählten wir die Abfahrt auf der Nordseite des Mauerhorns über die Resten des Oberferdengletscher. Die Abfahrt bis zur Kummenalp war viel besser als erwartet und je nach Exposition fanden wir z.T. sogar noch etwas Pulverschnee! Unterhalb der Kummenalp überquerten wir einen etwas mühsamen Lawinenkegel und wollten von hier eigentlich dem Strässchen nach Ferden folgen. Die Querung von verschiedenen Lawinenkegeln und eisige, ausgesetzte Stellen erschienen uns aber zu heikel und so wählten wir schlussendlich den recht ruppigen Sommerwanderweg für die Abfahrt. Weiter unten gelangten wir auf die Strasse nach Ferden und konnten auf dieser mit einigen kurzen Tragstrecken bis ca. 150 hm oberhalb von Ferden abfahren. Und wie es sich für eine „Frühlings-Skitour“ gehört, wanderten wir mit aufgebundenen Skiern nach Ferden. Von hier ging es mit Postauto und Zug wieder heimwärts.
Herzlichen Dank an Cornelia für die gute Umplanung und die kompetente Führung der für uns alle unbekannten Überschreitung von Leukerbad ins Lötschental.
Mit dabei waren Barbara, Hansruedi, Debi und Sandra (Tourenbericht).
Mittwoch, 31. Dezember 2025: Kombitour Widdersgrind 2103 m - Lawinenbulletin grün!
Unsere Ersatztour – der Dezember 2025 lässt dies zu – führt uns von Spiez Bahnhof mit dem Auto der Tourenleiterin Cornelia und drei TeilnehmerInnen nach Oberwil i.S. und hinauf bis in die «Bränd». Von da aus wandern wir, dick eingepackt bei den frostigen Temperaturen, aus dem Nebel übers Nebelmeer am «Nässli» vorbei Richtung Südostgrat des Widdersgrinds. Ab der Holzmad auf ca. 1700 m geht’s besser mit Steigeisen, der Schnee hier ist gut gefroren. Durch die lichten Tannen stampfend zum Einstieg unter dem Widdersgrind überholt uns noch ein junger Oberwiler Skitüreler mit Hund. Ab hier steigen wir ohne Steigeisen in gemütlicher Plaisirkraxelei im T4 weiter dem Gipfel mit dem markenten Gipfelkreuz entgegen. Ohne Zeitdruck geniessen wir in warmen, windlosen Gefilden unser Mittagessen und brechen wiederum mit Steigeisen Richtung Grenchengalm auf. Vor dem «Hanen» steigen wir steil die Ostflanke hinab, alles kein Problem, bei den Verhältnissen. Die Landschaft unten ist traumhaft, die Schneeschuhe angeschnallt wandern wir weiter, philosophieren über die Tierspuren im Schnee, welche wir fachmännisch (bzw. fachfrauisch, Anm. der Redaktion) als Luchsspuren identifizieren und geniessen die Gegend mit den vielen Senken, den einzelnen Föhren und der hügeligen, eher flachen Landschaft. Eine spannende, abwechslungsreiche Tour, vielen Dank der Leiterin für die coole Idee. Mit dabei waren Sandra, Hansruedi und Barbara (Tourenbericht).
Niderhore 2078m, Diemtigtal
Gratiniert, vielleicht etwas Crocante, so die heutige Expertise der Tourenleitung zur Schneebeschaffenheit ab dem Niderhore runter in den Meniggrund.
Bei der Zufahrt ab Zwischenflüh viel Grün hüben und drüben. Die Zweifelnden waren da, vertrauten aber auf René und dessen gewonnenen Fakten vom vergangenen Sonntag. Ist die Erwartung zurückhaltend, umso schöner das Erlebnis. Andere blieben zu Hause, nicht aber wir, bei sich zeigender Sonne und quasi frühlingshaften Bedingungen.
Meniggrund – Obergestele – Niderhore, einer der vielen beliebten SAC-Touren im Diemtigtal. Gerade die Woche zuvor waren wir oben, Gestelegrat, Puur, Stand. Beim Aufstieg guckten zwei Gämsen von der Kante des Niderhore in die Tiefe, später querte eine im Trab unweit unseres Rastplatzes. Niemand wollte sich «verstecken» und alle wählten wir bei der Abfahrt die Adventure-Linie mit Querung eines Fliessgewässers. Im Riedli hockten wir noch zusammen, bei einem Möhl oder dem Kaffee-Riedli-Spezial.
Danke René und Manuel für die perfekt geplante und (gottlob) durchgeführte Tour!
Mit dabei: Susanne S., Regine, Fritz, Marianne, Roger, Susanne G., Gerhard, Beatrice, Chiara, Christine, und Benno (Bericht)
Meniggrund, Gestelengrat, Puur, Stand
Wird die heutige erste Mittwochsskitour doch zu einem Glückstag? Die zwölf Angemeldeten wagten kaum daran zu glauben, dass diese bei solch frühlingshaftem Wetter und nach den ergiebigen Regenfällen vom letzten Wochenende doch noch stattfinden könnte. Aber «momou», Sandra hat gestern die Verhältnisse im Diemtigtal getestet und uns die erste Frühlingsskitour im Dezember versprochen! Gespannt und voller Vorfreude treffen wir uns im Meniggrund. Hinter dem Parkplatz eine Wassereisfläche, danach tatsächlich Schnee auf und neben dem Strässchen. Alles Nötige ist im Rucksack, alle Geräte getestet, die Motivation hoch, die beiden Siebnergruppen können loslegen. Der Aufstieg zum Gestelengrat bietet keinerlei Schwierigkeiten, dafür umso mehr Zeit für dies und jenes Schwätzli auf der Schnurrispur. Zum Grat hoch dirigiert uns Sandra in gewählter Formation für das perfekte Foto: eine Reihe Tüüreler zwischen Himmel und Erde. Genau so ist auch unsere Stimmung! Neu lernen wir nun auch den Spitznamen des Gestelengrats kennen: Piz Oesch. Frau Oesch, die Namensgeberin, ist allerdings heute nicht anwesend und «füdliblutt am Sünnelen», offensichtlich braucht sie dafür die Sommerwärme. Ja nu, zu unserem Glück brauchts keine Frau Oesch. Wir geniessen die erste Abfahrt in die Obergestele hinunter auf gar nicht schlechtem Schnee, beinahe Sulz, dreherfreundlich, ohne Druck geht es auch für die Männer gut um die Kurven. Für den Aufstieg von der Obergestele zum Puur müssen wir etwa 120 Hm bewältigen, danach fahren wir mit lockeren Schwüngen den wirklich schönen Hang Richtung Seebergsee hinunter. Auf der Sonnenterrasse der Hütte geniessen wir Picknick und die Rundumsicht auf die Diemtigtaler- und Simmentaler Bergwelt. Dabei bieten die ausgesägten Kühe des Terrassengeländers Sujets für ungewöhnliche Fotos. Wohltuend sind die Sonnenstrahlen zur rechten Zeit oder gemütlich duftend Bennos Pfeife. Nun heisst es den dritten Aufstieg in Angriff nehmen, er ist mit gut 100 Hm auch nicht sehr lang, das Ziel: der Stand. Auch hier bereitet die Abfahrt hinunter zum Menigbach grosse Freude. Kein Pulver (der wurde uns auch nicht versprochen), aber sehr gut befahrbarer Schnee. Auf dem Strässli dann hinunter zum Parkplatz stören zwar die vielen Fusstritte ein wenig und wir fragen uns, ob die Fussgänger nicht doch einfach in der Stadt herumlatschen könnten. Wohlbehalten und guter Dinge kommen wir unten an und lassen diese erste tolle Tour im Skiliftbeizli Riedli ausklingen. Vielen Dank Sandra und René für eure Entscheidung und diesen wunderbaren Tag im Schnee.
Susanne St., Benno, Martin, Regine, Felizitas, Gerhard, Susanne G., Roger, Madeleine, Corinne, Rita, Marianne (Bericht)
Fazit der Teilnehmenden vom Drytooling-Kurs
Sandro Grossen:
"Wetter ok, Ausbildung und Infos Top, Grittibänz fantastisch und Glühwein überragend 😊 Insgesamt ein richtig toller Tag und eine super Einführung ins Drytooling."
Vielen Dank nochmals fürs Organisieren und deine super Inputs.
Roland Maron:
Merci für den lässigen Samstag, ich hab’s wieder sehr genossen! Anbei mein Mini-Fazit zum Tag der langen Arme:
Mit der gewohnten Ruhe vermittelt uns Willi alles Wissenswerte zu Material, Technik und Taktik. Und wie so oft, fast beiläufig, verrät er uns dabei die wahren Tricks, welche uns am Berg ein bisschen effizienter, ein bisschen organisierter, es uns ein bisschen bequemer machen. Eine wahre Goldgrube!
Beim selber Hand anlegen an den frisch herausgeputzten Felsen zeigt sich dann schnell, dass es trotz allem als vierte Komponente auch noch das eine oder andere Quäntchen Strom in den Armen braucht. Bis zum Ende des Tages haben wir schliesslich alle gleich viel davon: nämlich gar keinen mehr. Um die Glühwein-Tasse zu heben, Nüssli zu knacken und Grittibänze zu zerstückeln (danke Tegi!) reichts dann doch noch irgendwie. Es war ein absolut gelungener Steinmetz-Schnuppertag in geselliger Runde – danke allen!
Stefan Lüthi:
Die Grasmutten sind mit viel Schnee zugedeckt, deshalb stand Drytooling im Allmithölzli auf dem Programm. Mit viel Aufwand hat uns Willi viele schöne Toprope-Routen eingerichtet. Unsere Technik ist noch zu wenig gut, um den ganzen Tag dran zu bleiben. Deshalb gilt es schnell zu klettern, um weniger lang Kraft zu brauchen und so möglichst alle Routen durchzusteigen. Drytooling gefällt so gut, dass wir es eigentlich häufiger machen sollten (auch um die Ausdauer zu verbessern).
Seilschaft Glöisi und Tegi:
Ups…in der ersten Route haben wir «alt» ausgesehen und auch gefühlt, und dann gings von Route zu Route besser, wir haben den Schwerpunkt verlagert, die Frontzacke präzis in die Löcher gesetzt und die Pickel optimal gefasst, Griffe gewechselt etc, bis wir in der letzten Route praktisch keine Kraft mehr gebraucht haben – welch ein Erfolg, wir haben von den Instruktionen und dem Coaching von Willi profitiert – Merci
Deborah Wälti:
Es war ein sehr schöner und lehrreicher Tag mit dem SAC!
« i mah nüme» oder «Block» wurde zwar regelmässig gesagt, doch ich genoss den Tag sehr, gerne wieder 😊
Cornelia Brönnimann:
Vielen Dank, Willi, einmal mehr, für diesen top eingerichteten Klettergarten, deine hilfreichen Inputs und diesen tollen Muskelkater, der heute noch stärker ist als gestern ;-
Chrigu Aebischer:
Drytoolen bis mir dr Strom usgange isch – isch o das Jahr wieder super gsi. Merci Willi
Teilnehmende: Cornelia, Deborah, Tegi, Chrigu, Eric,Glöisi, Role, Sandro, Stefu, Willi
Bei so halb schönem Wetter und etwas Schnee machen wir diesen tollen Herbstklassiker. Da alles feucht und glitschig ist, sichern wir konsequent auf dem ganzen Grat und auch am steilen Aufschwung auf die Gemsflue. Tolle Übungstour in den heimischen Bergen.
Kletterwoche Finale
Statements der Teilnehmenden:
Gerhard:
Finale Ligure, was für ein Trip im Oktober. Viel Verkehr dafür jede Menge scharfer Kanten und Griffe wie Rasiermesser. Abend Gelati und Apero um die Wunden zu lecken und Essen vom Feinsten. Super Team und bis zum nächsten mal 😃
Beat:
Kletterwoche in Finale - gefühlt viel länger als nur sechs Tage
Abwechslungsreiche und für die Finger anspruchsvolle Kletterei in traumhafter Umgebung. Dazu auch bei Regenpause Spass bei Spiel mit Kaffee und Süssigkeiten
Auch die ligurische Küche haben wir wieder ausgiebig genossen. Nicht zu denken, wenn dies so weiter ginge...
Einmal mehr Dankeschön an Tegi und Willi.
Gianni:
Die harten Routen der harten Jungs im legendären Finale Ligure haben alles von uns abverlangt. Wir haben mit der Wand, mit unserem inneren ‚Büebu‘, der Routenbewertung und den wild campierenden Touristen gekämpft. Um uns davon zu erholen oder zu belohnen, je nach Perspektive, hat es zuweilen zwei Apéro‘s gebraucht, jeden Tag ein köstliches Glace und wunderbare Nachtessen. Die Teller haben wir zu Ehren des Koches und oft Köchin, nach allen Regeln der Kunst mit einer originalen ‚scarpetta‘ Schranksauber gemacht. Was soviel bedeutet wie: mit dem Brot den Teller ausschlecken. Selbst am einzigen aber aussichtslosen Regentag haben Tegi und Willi ein trockenes Zeitfenster und kletterbaren Fels gezaubert. Es war eine unvergessliche Kletterwoche mit lehrreichen Kletterrouten und Instruktionen, viel Humor und herzlichen Menschen. Herzlichen Dank
LG an alle und hoffentlich bis bald 🤩
Glöisi:
Klettern Finale Ligure, immer wieder eine Reise wert. Angefangen mit dem obligaten Kaffeestop kurz nach dem Gr. St. Bernhard. Schöne und interessante Kletterspots, gemütliche Apéros am Meer oder in der Altstadt von Finalborgo. Gutes Essen und gute Gespräche, manchmal auch nur „Dumm schnure“…
Auf der Rückfahrt natürlich der Halt im legendären Speckkeller!
Eine super Woche mit tollen Leuten..!
Merci Tegi und Willi für die Organisation!
Guide Willi:
Finale - gäng ume äs highlight, dass äs ume so e unvergesslichi wuche isch worde , isch öich glunge, härzlechkeit, humor, viu spirit und chlätter-moves i zbringe…💪 lets hit the ropes 🧗♀️
Drum: ganz härzleche dank💪😊💫☘️
Fr/Sa 19./20.09.2025
2-Tageswanderung Anzère - Sé Rouge - Cabane des Audannes - Lac de Tseuzier - Bisse d’Ayent – Anzère
Ich freue mich auf die 2-Tageswanderung mit Wanderleiter Markus Tanner ins Wallis von der er bereits bei unserer letzten Tour geschwärmt hat! Und dieses Wochenende im September verspricht, meine Vorfreude nicht zu enttäuschen - es ist sprichwörtlich traumhaftes Wanderwetter!
Wir starten unsere Tour am Freitagmittag bei der Bergstation der Sesselbahn in Anzère, das am Südhang oberhalb von Sion liegt. Nach kurzem Aufstieg ist der Pas de Maimbré überquert und wir stehen plötzlich vor den Türmen der Dolomiten! Wie, was? Wir sind doch immer noch in der Schweiz, oder? Ja, aber die Kulisse präsentiert sich mit ihren Felsformationen wahrlich majestätisch und sicher nah an den weltbekannten Südtiroler Originalen!
Dieses imposante Bühnenbild der Natur dann weiter ansteigend hinter uns lassend, erreicht unser Wandergrüppchen nach ca. 1 Std. ein Hochplateau, das mich bei seiner Überquerung in Gedanken noch weiter als die Dolomiten wegträgt - nämlich auf den Mond! Die wettergeformte, steinerne Landschaft in verschiedenen Farben hinauf zum Col de la Selle lässt mich wie einen Spaziergang auf dem Erdtrabanten erleben, nur mit Bodenhaftung und ohne Raumanzug!
Ein 45-minütiger Abstecher vom Pass auf den Gipfel der Sé Rouge eröffnet uns auf dem höchsten Punkt unserer Tour (2893m) den Genuss auf das Amphitheater der Walliser Viertausender.
Nach zügigem Abstieg erreichen wir am frühen Abend die Cabanes des Audannes, wo wir bei genüsslichem lokalem Hopfensaft bei fast sommerlicher Abendstimmung die Tageseindrücke verdauen.
Am 2. Tag entscheiden wir uns, anstelle des direkten Abstiegs von der Hütte zurück nach Anzère, den auf Empfehlung von Markus lohnenswerteren Umweg über den Col des Eaux Froides und hinab zum Lac de Tseuzier einzuschlagen. Wir queren beim steilen Abstieg vom Pass zum Stausee schroffes, ausgewaschenes und für Wanderer anspruchsvolleres Karstgelände und erreichen nach 2 ½ Stunden konzentrierter Wanderrhythmik das Zwischenziel Restaurant du Barrage mit Rösti d’alpage und Wildteller.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Wanderführer - oder vertrauen Sie einfach Ihrem Wanderleiter! Der Weg abfallend vom Lac de Tseuzier zurück nach Anzère kann Höhenangst oder Knieschlottern begünstigen! Er liegt teilweise zwischen Felswand und Abgrund oder führt durch einen Tunnel entlang der alten Grand Bisse d'Ayent (Suone) zurück nach Anzère. Es ist ein zum Schluss der Tour aufgehobenes Erlebnis der anderen Wanderart und es hat sich gelohnt, sind wir der Empfehlung von Markus gefolgt!
Mein Fazit der Tour: All inclusive. Bilderbuchwetter, ausserirdische Landschaften, lokale Köstlichkeiten und sogar ein bisschen Nervenkitzel. Was will man mehr? Da bin ich gerne wieder mal dabei. Vielen Dank Markus!
Leitung: Markus Tanner
Teilnehmer: Mariann Ramser, Madeleine Stöckli, Christian Disch
Bericht von Christian Disch, Toffen
Tourenbericht Biketour Region Moosalp
Zuerst wären wir in Bern beinahe in den falschen Zug gestiegen (danke This), und beim Ausstieg hätte Steefoux um ein Haar seinen Rucksack liegen lassen (danke Roger)… der holprige Einstieg würde auf ein ebensolches Wochenende schliessen lassen, aber holprig waren eigentlich nur die Trails, ansonsten erlebten wir zwei äusserst harmonische Tage:
In Ausserberg wurden wir von einer Ländlerformation empfangen und fuhren die ersten Kilometer bis Raron zur Talstation von Unterbäch auf schönen Trails und durch schmucke Dörfer. Keine Frage, wir waren im Wallis gelandet: bereits hätten sich uns die ersten zwei Gelegenheiten für einen Frühschoppen am Wegesrand geboten, aber angesichts der bevorstehenden Höhenmeter verzichteten wir.
Nach der Gondelfahrt bis Unterbäch machten wir Bekanntschaft mit der eher unorthodoxen Bikebeförderung der Sesselbahn nach Brand: mangels Haken wird einem das Bike einfach auf den Schoss gelegt… 😊
Bei Brand setzten wir uns wieder auf unsere Bikes und folgten dem Biketrail Nr 542 von Schweiz Mobil, um auf die wunderschön gelegene Moosalp zu gelangen. Plaudernd und trampend erreichten wir diese just um die Mittagszeit. Während Roger und ich uns mit unseren mitgebrachten Sandwiches begnügten, gönnten sich Steefoux und This eine Portion Älplermagronen im Restaurant. Ein Alleinunterhalter mit kitschigen Schlagern «versüsste» unser Dessert, als wir uns für Kaffee und Crèmeschnitte dazugesellten. Wir flüchteten und nahmen den Downhill Richtung Kalpetran unter die Räder. Durch wunderschöne Lärchenwälder und auf flowigen Trails ging’s abwärts, nur hie und da wurden wir unterbrochen von gesprächigen, Schlager hörenden Wandergruppen… In Kalpetran angekommen, stieg es noch einmal zünftig an, nicht alle Beine vermochten die steilen Rampen fahrend zu überwinden, aber schlussendlich kamen wir alle mehr oder weniger erschöpft in St. Niklaus (die Walliser sagen Saniglas) an. Dort deckten wir uns mit Apéro, Znacht und Zmorge ein (und im Geschäft lief wohl welche Musik? …klar, Schlager!). Hier stiess auch noch Jonatan, unser fünftes Mitglied, dazu. Er war eine Stunde nach uns auf der Moosalp gestartet und traf jetzt etwa gleichzeitig wie wir in St.Niklaus ein, soviel zu seinem Fitnsslevel… (und unter uns: er liess uns auch bergab ziemlich alt aussehen!)
Per Postauto ging es nun hoch nach Grächen, wo wir uns in einer Ferienwohnung im Chalet Schwalbennest einquartierten. Den Sonnenuntergang genossen wir bei einem Glas Weisswein auf dem Balkon, danach gab es eine zünftige Portion Pasta mit einer herrlichen, selber gemachten Tomatensauce (merci This), das hatten wir uns verdient!
Am nächsten Morgen erwartete uns ein klar blauer Himmel und ein frisch zubereitetes, köstliches Birchermüesli (merci Steefoux), was will man mehr?
In der Morgenkühle waren wir froh, dass die ersten Kilometer leicht anstiegen, so konnten wir uns aufwärmen. Bald folgten wir einer idyllischen Suone, bevor wir die Abfahrt nach Kalpetran in Angriff nahmen. Während uns weiter oben die wunderschönen Ausblicke beeindruckt hatten, erwarteten uns im unteren Teil viele enge, aber durchaus fahrbare Kurven. Von Kalpetran rollten wir dann auf einem hübschen Höhenweg nach Stalden, wo wir die Luftseilbahn nach Gspon bestiegen. Dort erwartete uns dann die Schlüsselstelle dieser Etappe: In steilen Rampen aber wunderschöner Umgebung gings hoch nach Sädölti, wo wir ziemilich verschwitzt eine verdiente Pause einlegten, Kalorien nachschoben und die Sonne genossen. Den Umweg über den Gebidumpass liessen wir anschliessend aus und machten uns direkt auf den Weg nach Giw, wo wir uns noch ein Dessert gönnten.
Danach kam auch trailmässig das Dessert des Tages: 1300 Tiefenmeter auf meist flowigen, manchmal steilen und ab und zu steinigen oder wurzeligen Trails! Das mit den Steinen wurde Roger dann zum Verhängnis und er fing den einzigen Platten dieses Wochenendes ein! Dafür ein zünftiger, trotz mehrerer Salamis konnten wir den Pneu nur soweit flicken, dass er zwar dicht war, Roger aber die letzten paar Kilometer sehr defensiv fahren musste.
Unten in Visp ging dann plötzlich alles sehr schnell, alle verschwanden mit ihren Bikes in die dafür reservierten Wagen und suchten sich im total überfüllten Zug ein Plätzchen… Das hätten wir auch gemütlicher angehen können, aber ansonsten erlebten wir wie gesagt zwei äusserst harmonische, friedliche und lustige Tage, mit coolen Trails und in schöner Umgebung! Merci, mit euch würde ich sofort wieder auf eine Biketour gehen, es het gfägt!
Tina
Mit dabei waren: Jonatan, Roger, Steefoux, This
FAMILIEN KLETTERN Sewenhütte 30.-31. August 2025
Wir waren am Samstag/Sonntag auf einem zweitägigen Kletterwochenende im Sustengebiet, zuerst sind wir 1 Stunde 37 Minuten und 550 hm den Berg hochgelaufen. Als wir in der SAC Hütte Sewen angekommen sind, sind alle hineingegangen und haben zuerst etwas gegessen und getrunken, es gabe feine Haussuppen. Nachher gingen wir in der Nähe der Hütte in den Klettergarten klettern und abseilen. Das Abseilen hat mir sehr viel Spass gemacht und ich bin 5 mal überhängend abgeseilt. Nach dem Klettern, das immermal wieder kurz vom Regen begleitet wurde, sind wir wieder in die Hütte zurückgegangen, weil das Wetter gar nicht mitgespielt hat. Anschliessend durften wir trotz dem Regen noch mit der Seilbahn über die Schlucht flitzen, fast alle Kinder durften 4 mal fahren, dank Christof der im Regen die Kinder ans Drahtseil anhängte und das Gställti kontrollierte. Nachher sind wir in die Hütte zum feinen Abendessen gegangen.
Am nächsten Morgen sind wir geweckt worden und die Sonne hat geschienen. Wir gingen gutgelaunt zum Frühstück. Nachher haben wir besprochen, wer was macht. Die einen gingen zum Klettergarten oberhalb der Hütte und die anderen gingen mit dem Bergführer Samuel auf Mehrseillängentour unterhalb der Hütte. Es war sehr toll und schön, wer das auch einmal erleben möchte, soll sich für das nächste Jahr auch anmelden.
Liebe Grüsse
Andrea
22.-24. August 2025
Freitag Mittag, mein Rucksack ist gepackt und ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof Bern, gespannt, wer da mit mir in den nächsten drei Tagen die alten Schmugglerpfade erkunden wird. Was sie wohl in ihrem Gepäck mitführen? Schon auf dem Perron erspähe ich eine SAC-Verdächtige, es ist Christine. Im Zug nach Brig stossen dann bald auch Marianne, Madeleine und Markus zu uns, in Thun dann noch Christian und Mark, der noch kurz angeln war und uns mit zwei süssen Thunfischen beglückt. Die Fahrt auf den Simplon ist unterhaltsam, der Chauffeur aus Napoli kennt jedermann und steuert das Postauto gekonnt um die Kurven, die 9 Minuten Verspätung in Brig sind rasch aufgeholt. Beinahe hätte er noch ein Elefantenrennen mit einem Lastwagen eingelegt. Pünktlich beginnen wir also die 700 Höhenmeter Aufstieg zum Furggu, Markus schlägt ein gäbiges Tempo an. Nach einer Stunde liegt Gabi bereits 440 Höhenmeter unter uns. Auf der Furggu angekommen, erhalten wir eine Einführung ins Schmugglerleben des 19. und 20. Jahrhunderts. Wir befinden uns auf dem Stockalperweg, der uns ins Zwischenbergental zu unserer Übernachtungsstätte in Bord führt (Stockalper, ein einflussreicher und mächtiger Walliser Geschäftsmann im 17. Jahrhundert, der sich mit Transport und Handel über den Simplon bereichert hat). Wir werden reichlich verpflegt und geniessen eine ruhige Nacht im Massenschlag der Unterkunft.
Gut ausgeruht und gestärkt nach einem feinen Frühstück und exzellentem Cappuccino nehmen wir am Samstag Morgen den nächsten Anstieg zur Alpe Waira in Angriff. Markus vorne, Mark als Schlussgarde, was während der ganzen drei Tage so eingehalten wird. Wir gehen den Tag etwas geruhsamer an, haben wir doch beinahe 20 km und je ca. 1000 Höhenmeter Auf- und Abstieg vor uns. Auf der Alpe Waira erzählt uns Pascale, die Bio-Milchbäuerin und Käserin begeistert von ihren Erlebnissen auf der Alp. Sie betreut hier zusammen mit zwei Kolleginnen 30 Kühe, welche ein grosses Einzugsgebiet zum Weiden haben, was die Frauen fit hält. So brauchen sie bis zu drei Stunden, um die Kühe zu den mobilen Melchstationen zu treiben. Wieder unterwegs passieren wir schon bald den Wairasee und die Lust auf ein erfrischendes Bad steigt. Nach einem weiteren kurzen Aufstieg erreichen wir den Tschawinersee, ein Bijou, um eine kleine Rast und ein Bad im kühlen Nass einzulegen. Doch Badenixen gibt es scheinbar nur zwei in dieser Gruppe? Markus schafft es dann noch, die Füsse etwas im Blau zu schwenken. Und Mark entpuppt sich als begabten Kameramann, um die Mutprobe festzuhalten - es war nur schön und braucht absolut keinen Mut, gell Marianne! Erfrischt und gut gelaunt gehts an weiteren Seelein vorbei bis zur Bocchetta Gattascosa, der Grenze nach Italien. Kurz vor der Grenze verschlingen wir noch etwas Schmuggelware und sind gespannt, was uns auf der anderen Seite erwartet. Ein steiler Abstieg, begleitet von Gelächter, Musik und Gesang, der vom Rifugio Gattascosa zu uns hinaufsteigt. Benvenuti in Italia! Im Rifugio lassen wir uns umgeben von farbenfrohen Menschen jeden Alters einen Kaffee schmecken und die Beine etwas baumeln, bevor wir uns den weiteren Abstieg unter die Füsse nehmen. Schon bald lockt ein weiteres Rifugio zu einer Einkehr und Erfrischung. Die letzen ein und einhalb Stunden danach führen bereits durch Buchen- und Kastanienwälder bis zu unserer Unterkunft in Graniga oberhalb von San Lorenzo.
Am Sonntag geht es dann durch Wälder und Schluchten im Valle di Bognanco, immer etwas hoch und wieder runter. Markus kennt hier jeden Weg. Wir sind ab und an wieder auf einer Mulattiera, wunderschöne und gut erhaltene Wege, welche früher mit Maultieren begangen worden sind. Die kleinen schmucken Dörflein, die wir passieren, sind alle mit Waschstellen eingerichtet, an welchen früher der Dorftratsch stattgefunden hat. Wir werden von einer Bewohnerin mit Pfirsichen direkt vom Baum verpflegt. Nach viereinhalb Stunden treffen wir pünktlich für eine von Mark bereits vor der Abreise ersehnte Pizza in Domodossola ein. Gestärkt für die Reise, etwas müde, aber voll motiviert, nächstes Jahr wieder eine mehrtägige Wanderung in diesem Gebiet in Angriff zu nehmen, kehren wir mit dem Zug zurück.
Mille grazie a Markus per questo giro cosi bello e ricco di avventure! Mille grazie anche a tutti i partecipanti. Abbiamo vissuto tre giorni bellissimi.
Teilnehmende: Stieger Pia, Sommer Christine, Oppliger Mark, Stöckli Madeleine, Ramser Mariann, Disch Christian
Leitung: Tanner Markus
Tourenbericht: Pia Stieger
Sonne, Eis und heiss – Iffigenalp – Wildstrubelhütte – Plaine Morte – Wildstrubel – Wildstrubelgletscher – Gemmipass - Leukerbad
Am Morgen des 9. August ging es mit dem ÖV von Bern zur Iffigenalp, Lenk im Berner Oberland. Zu acht stiegen wir bei strahlendem Sonnenschein und heissen Temperaturen den steilen Wanderweg hinauf zur Wildstrubelhütte. Bei den Rawilseeleni machten wir eine Mittagsrast und kühlten unsere Füsse im lauen Wasser. Nach dem wohlverdienten Zvieri in der Hütte machten unsere Tourenleiter Ädu und Joni einen Auffrischungs-Seilkurs mit uns, um die wichtigsten Knoten und Techniken für den morgigen Tag auf dem Gletscher zu repetieren. Vor dem Znacht stiegen wir noch hinauf zum Grat auf 2900m, um die Plaine Morte und den Wildstrubel zu sehen und die geplante Route zu überblicken. Nach dem Nachtessen folgte ein wunderbarer Sonnenuntergang, sogar mit Besuch von einem Bartgeier.
Am nächsten Morgen gabs Frühstück um 05.00 Uhr und danach gings zügig los wieder über die Wisshorelücke und Richtung ewiges (?) Eis. Wir überquerten die Plaine Morte in zwei Vierer-Seilschaften ohne Probleme und in wunderschöner Sonnenaufgangsstimmung. Auf der anderen Seite, am Fusse des Wildstrubels, packten wir die Gletscherausrüstung wieder in den Rucksack und machten uns an den Gipfelaufstieg über die steile Geröllhalde. Während dem Aufstieg zog eine Wolke über den Berg und verwehrte uns am Gipfel um ca. 9.45 Uhr jegliche Aussicht. Freude herrschte sowieso, und nach einem kurzen Gipfeltrunk machten wir uns zügig auf den Weg hinunter zum Wildstrubelgletscher.
Dort erwartete uns im Gegensatz zur Plaine Morte noch etwas Neuschnee, was für Abwechslung sorgte. In den gleichen Vierer-Seilschaften stiegen wir den immer steiler und aper werdenden Gletscher hinab. Beim steilsten Stück wechselten wir aufs kurze Seil und schafften es ohne Ausrutscher zum Fuss des Gletschers. Dort machten wir eine wohlverdiente Mittagspause bei erneut bestem Wetter. Es folgte ein längeres Stück durch schottriges Gletschervorfeld. Bei der Lämmerenhütte, gönnten wir uns eine kleine Stärkung, um dann kurz vor 15.00 Uhr bei der Gemmi-Bergstation einzutreffen. Damit erreichten wir eine nahtlose ÖV-Verbindung bis zurück nach Bern, inkl. Glacé in Leukerbad.
Wildhorn Germannrippe
Wenn eine Beiz als Treffpunkt vereinbart wird, startet eine Tour schon mal sehr vielversprechend. Und pressiert sind wir heute ja keineswegs, steht doch heute lediglich der Aufstieg in die Wildhornhütte an. Weil Tegi, Willi, Glöisi und Role etwas gar gut in der Zeit sind, legen die schon mal einen taktischen Verzögerungshalt in einem Lenker Café ein, schliesslich will die Bergfahrt zur Iffigenalp gut getimt sein.
Kaum oben angekommen trifft auch schon das Postauto ein, doch da steigt nur Stefan, nicht aber Stephan aus. Wie sich herausstellt, hat auch er einen Verzögerungshalt in einem Lenker Café eingelegt. Gemäss eigener Aussage von Anfang an als Zmorge-Pause so geplant 😉 In einem zweiten Poschi trifft schliesslich auch Stephan (ohne nennenswerte Zwischenhalte) ein und so sind nun alle da. Die Besetzung der sechs freien Seilenden für die morgige Tour ist also sichergestellt und wir können die Tour hochoffiziell im vereinbarten Restaurant starten.
Auch wenn die Sonne schon ganz schön einheizt (Primaloft und Daunenjäggli bleiben im Rucksi), geht der Aufstieg äusserst ring und kurzweilig vonstatten. Schliesslich gibt es seit der letzten Tour einiges zu erzählen. Eine kurze Trinkpause und den einen oder anderen Foto-Halt, um die fiktiven Insta-Kanäle zu bedienen legen wir aber natürlich gleichwohl ein.
Weil Stephan niemanden so wirklich für eine Klettergarten-Session begeistern kann, schliesst er sich Willi an, um schon mal den morgigen Weiterweg zu erkunden. Und bevor es sich Glöisi allzu gemütlich einrichten kann, wird auch er für die Erkundungstour lanciert 😊
Die anderen drei kümmern sich in der Zwischenzeit um die wichtigen Fragen des Lebens: Hat die Hütte nun 96 Schlafplätze – wie auf der Website der Sektion angegeben – oder "nur" deren 79, wie im Reservationsportal ersichtlich? Ersteres ist streng genommen korrekt. So viele Gäste vermag die Essstube jedoch nicht unterbringen, weshalb glücklicherweise nicht alle Betten vergeben werden. Auch so ist es ganz schön voll und laut.
Es hat möglicherweise Seltenheitswert, wenn auf einer Hütte nachts tatsächlich kein Fenster-auf-Fenster-zu-Kampf stattfindet. So hat die ansonsten eher bescheidene Nacht doch auch was Gutes… Besondere Eile ist beim Frühstück um 4 Uhr keine geboten – der Plan ist, dass wir die Gruppe mit dem Wildgrat als Ziel vor uns ziehen lassen. Das gelingt ihnen (oder uns?) dann auch gerade so. Auf jeden Fall brechen wir um 4:45 Uhr bei T-Shirt-Temperaturen auf in Richtung Germannrippe.
Diese erreichen wir bei traumhafter Morgenstimmung und sogleich steigen wir wie abgemacht ein: Tegi und Willi queren über ein Band direkt hoch zum zweiten Stand, Stefan und Stephan sowie Glöisi und Role steigen regulär über die markanten Risse ein. So entstehen keine langen Wartezeiten und wir kommen effizient vorwärts. Dass die Stände der ersten drei Seillängen jeweils unter einem Felsvorsprung gut geschützt sind, ist durchaus begrüssenswert. Denn gerade bombenfest präsentiert sich der Fels hier noch nicht. Dies ändert ab der vierten Seillänge jedoch deutlich: Während sich links und rechts des Pfeilers eindrückliche Wandfluchten eröffnen, von denen man sich kaum erklären kann, wie der ganze Schutt überhaupt zusammenhält, führt die Kletterei selbst über meist sehr soliden, griffigen und rauen Fels. Oft im zweiten, dritten Grad, eine Handvoll Stellen verlangt dann aber schon mal kräftiges Ziehen oder präzises stehen auf Reibung. Zu unser aller Freude gelingt das allen auch mit Bergschuhen tiptop und so bleiben die Kletterfinken den ganzen Tag im Rucksack.
Im unschwierigen Gelände vom Ausstieg der Kletterei bis zum Gipfel passieren wir mehrfach verschiedene Gesteinsschichten. Mal in Würfel gesplittert, mal plattig, mal grob, mal ganz fein. Allen gemein ist allerdings, dass sie unglaublich brüchig sind. Überhaupt ist die Nordseite des Wildhorns und seine Umgebung im Wesentlichen eine beeindruckend grosse, aber wunderschöne und absolut besuchenswerte Schutthalde. Fast etwas unglaublich, dass sich hier drin diese ansprechende Kletterlinie findet.
Den (nördlichen) Gipfel des Wildhorns haben wir beinahe für uns alleine, nur ein etwas gar hitziger Trailrunner gesellt sich noch dazu. Selbstverständlich werden wieder Berge in allen Himmelsrichtungen benannt, Pläne für künftige Touren geschmiedet und Erlebnisse von vergangenen Bergabenteuern geteilt, bevor wir uns im schon gut aufgeweichten Schnee an den Abstieg machen. Mühsam ist das Einsinken dank der Steilheit des Gipfelhangs zum Glück nicht und unten wo's flacher wird ist der Gletscher bereits aper, hier ist das Vorwärtskommen ohnehin kein Problem.
Knapp neun Stunden hat die Rundtour gedauert, bis wir wieder auf der Hüttenterrasse sitzen und dringend benötigte Flüssigkeit nachladen können. Frisch betankt und mit wieder vollen Rucksäcken nehmen wir den Abstieg unter die Füsse. Während das gestern hochwärts fast nebenbei ging, fühlt sich der Weg heute eher zäh an. Um von den schon etwas müden Beinen und der grossen Hitze abzulenken, malen wir uns schon eifrig aus, womit wir – einmal im Restaurant unten angekommen – Kehle und Geist verwöhnen werden.
Fleissig schafft das Bedienpersonal die georderten Getränke – es sind nicht gerade wenige – an den Tisch. Dass die persönliche Meinung des Kellners zum einen oder anderen möglicherweise etwas speziellen Wunsch schon mal lautstark kundgetan wird, können wir verkraften. In der geselligen Runde auf der idyllischen Gartenterrasse bietet es sich an, nicht nur den Durst zu löschen, sondern auch den Hunger zu stillen. Stephan hat uns leider bereits in Richtung Quartierfest verlassen, die anderen fünf labilen Gemüter sind bei sowas aber natürlich schnell dabei. Selbstredend, dass wir auch den unverhofft entdeckten Simmentaler-Biergarten im Lenker Dorfkern nicht einfach passieren…
Äs isch lässig gsi! Danke fürs Führen, Organisieren & dabei sein!
Mit von der Partie: Tegi,Glöisi, Role, Stefan, Stephan, Willi
Bericht: Roland Maron
Mit dem Zug von Bern ging es bei bestem Bergwetter in Richtung Wallis. Nach und nach sammelte sich unsere Truppe - Sandra, Eric, Chantal, Christoph, Nicolas, Livia, Anna und Selina – bis wir schliesslich in Sierre vollzählig waren. Von dort aus mit dem Postauto weiter via Vissoie bis Zinal, wo wir motiviert die 1580 Höhenmeter in die Cabane de Tracuit CAS auf uns nahmen.
Stetig bergauf steigend und plaudernd legten wir die ersten Meter zurück. Nach kämpferischen Begegnungen mit Walliser Eringerkühen brauchten wir bereits eine erste kleine Verschnaufpause. Wieder gestärkt wanderten wir weiter, Schritt für Schritt den Berg hinauf, genossen die Aussicht und kamen gut voran. Nach etwas mehr als der Hälfte machten wir an einem mehr oder weniger windstillen Ort eine Mittagspause bevor wir den wieder steiler werdenden Rest des Weges in Angriff nahmen. Nach einer kurzen Kraxelei kurz vor der Hütte erreichten wir diese nach ca. 4.5 Stunden Aufstieg.
Nachdem wir das Zimmer bezogen und uns gestärkt haben – die meisten leider ohne Kuchen – zeigten uns Sandra und Nicolas, wie wir jemanden aus einer Gletscherspalte rettet, falls es tatsächlich soweit kommen sollte. Eine super Übung, die uns alle auf den nächsten Tag und den bevorstehenden Aufstieg zum Bishorn einstimmte. Anschliessend genossen wir vor dem Nachtessen das Hüttenleben und besprachen gemeinsam die Tour des kommenden Tages. Nach dem wohlverdienten Nachtessen – sehr leckeres Risotto und noch besserer Brownie – gingen wir früh zu Bett.
Nach einer für manche mehr, für andere weniger guten Nacht war die fast ganz ausgebuchte Hütte gefühlt gleichzeitig auf den Beinen und beim Frühstück. Im überfüllten Schuhraum, wo sich alle gleichzeitig bereit machten, boxten wir uns durch und konnten wie geplant starten. Nach kurzem Weg zum Gletscher wurden die Steigeisen montiert und die beiden 4er-Seilschaften gebildet. Als zwei von vielen weiteren machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Bishorn, der zu diesem Zeitpunkt noch etwas im Nebel lag.
Der Aufstieg führte uns über den Turtmanngletscher, bei dem im unteren Abschnitt nicht alle Hosenbeine trocken geblieben sind. Immer wieder ist man knietief eingebrochen. Im oberen Teil wurde es einfacher und wir genossen die ersten Sonnenstrahlen auf unseren Gesichtern. Inmitten vieler anderen Gruppen bahnten wir uns den Weg durch Stop-and-Go-Verkehr hinauf zum Gipfel. Nach 3.5 Stunden war es geschafft: Gratulationen, Gipfelfoto der besten Gruppe und diverse Fotoshootings durften natürlich nicht fehlen, um diesen Moment festzuhalten.
Nach einer kurzen Pause unterhalb des Gipfels machten wir uns an den Abstieg der ersten Höhenmeter dieses Tages. Die Sonne liess uns ordentlich schwitzen und unterwegs benötigten wir mehrere Stopps zum Reduzieren der Kleiderschichten. Dank aufmerksamer Beobachtung im Aufstieg konnten wir im Abstieg eine bessere Routen wählen. Zurück bei der Hütte packten wir die Rucksäcke um, für einige gab es Kaffee und Kuchen und gestärkt nahmen wir den Weg ins Tal unter die Füsse.
Bereits am Vortag war diskutiert worden, wie angenehm der Weg zum Herunterlaufen wohl sein wird. Nach der Schlüsselstelle bei der Hütte zeigte sich: Der Weg war gut genug, der Untergrund angenehm – beste Voraussetzungen für einen entspannten Abstieg. Bis auf ein kleines Missverständnis in Sachen Abkürzung vs. offizieller Weg (Anna und Eric waren plötzlich vor uns) verlief der Abstieg gut. Die letzten Meter zogen sich, Füsse begannen zu schmerzen und man hörte doch den einen oder anderen klagenden Ausruf. Jetzt stellte sich die entscheidende Frage: Noch zügig zur nächsten Verbindung – oder gemütlich ins Dorf und mit einem verdienten Apéro auf die Tour anstossen? Hier preschte Eric nach vorne und gab das Tempo an, um das Postauto zu erwischen. Es ging perfekt auf – auch dank Taxijoker von Eric für die letzten Meter – und schon waren wir auf dem Heimweg.
Nach rasanter Fahrt von Zinal nach Vissoie wartete ein bereits volles Postauto auf uns, das wir noch ein bisschen überfüllter machten. Stehend und zusammengequetscht waren alle froh, als wir in Sierre ankamen und uns dort die wohlverdiente Glace gönnten. Die restliche Zugfahrt zurück nach Bern verlief entspannt – mit viel Geplauder, Lachen und dem wunderbaren Gefühl, einer grossartigen Tour gemeinsam erlebt zu haben.
Vielen Dank an Sandra und Nicolas für die unvergessliche Tour 😊.
Tourenbericht: Selina Walther
Tourenbericht Klettern Orny, 11.-13.07.2025
Eckwerte:
Selbstverständlich ist die Vorfreude bei diesen Rahmenbedingungen gross! Früh geht’s am Freitagmorgen los, schliesslich wollen wir alles rausholen aus dem Tag. Der Mietbus ist bereits bestens eingelaufen und kennt den Weg praktisch von selbst, hat er die Strecke doch erst drei Tage zuvor mit den Aosta-Bikern zurückgelegt. Am Parkplatz dann wird noch fleissig Edelmetall gehandelt, so dass jede Seilschaft auch ja genügend Eisen in den Felsen verlochen kann. Dank platzsparender Zahnpasta passt so auch noch der eine oder andere Klemmkeil mehr in den Rucksack.
Flott bringen wir die ersten 700hm bis La Breya hinter uns, eine Pause hier im kleinen Beizli erscheint uns angebracht (um nicht zu sagen «wohlverdient»). Gemütlichen Schrittes steigen wir anschliessend zur Cabane d’Orny hoch, während wir gespannt Radio «Theresa Freeride» und ihrem Studiogast «MG» lauschen.
In den wildesten Formen – Risse, Schuppen, Verschneidungen, genauso wie Wülste, Bäuche, Löcher und Platten – präsentiert sich der leuchtend orangene Granit der Klettergarten-Felsen direkt oberhalb der Hütte. Hier verbringen wir den Nachmittag und nutzen die Zeit um Kletter-, Strampel-, Lege- und Seiltechniken zu verfeinern.
Zwischen Apero und Znacht reicht dann die Zeit gerade noch, unser Zimmer zu beziehen. Die Hütte ist nur zu ⅔ ausgebucht, und so haben wir Glück, dass wir zu sechst sieben Betten zugeteilt erhalten. Lena in die Einzelbox, Tegi und Willi in die Päärchenbox und die andern drei auf die vier Betten in der Mitte.
Zwar fällt die Vorspeise dem defekten Geschirrspüler zum Opfer – die Arbeitskräfte auf der Hütte müssen weise eingesetzt werden – der leckere, hüttenuntypische Quinoa-Gemüse-Eintopf und die frisch gebackenen Brownies sowie der offerierte Gratisdrink machen das aber längst wett. Gut genährt geniessen wir die wohlverdiente Nachtruhe, nur Willi kämpft tapfer die ganze Nacht gegen irgendwelche anonymen Fenster-Schliesser in unserem Schlag. (Danke für deinen Einsatz!)
Obwohl die Hochtüreler längst weg sind, als wir ausgeschlafen zum Zmorge erscheinen, herrscht in und um die Hütte Hochbetrieb: Seit halb 4 Uhr nachts treffen hier nämlich die Läufer des «X-Alpine»-Laufs ein: Am Vorabend um 10 Uhr sind sie in Verbier gestartet, 140km Distanz und 9300hm vor sich. Bis hierher wurden immerhin schon 46km und 3500hm zurückgelegt. Bei unserem Aufbruch in Richtung Aiguille de la Cabane wünschen wir zur Sicherheit schon mal «guten Enspurt». (Mag sein, dass das nicht nur aufbauend war, ist aber keinesfalls unserem Zynismus, sondern eher gewissen Verständigungsschwierigkeiten geschuldet.)
Wir nehmen gleich die ganze Wand in Beschlag und starten nebeneinander in die Routen «Le passage des vieux», «Voie bon accueil» und «Tichodrome». In bestem, griffigem Felsen führen diese in abwechslungsreicher Manier auf die knapp nicht 3000 Meter hohe Aiguille de la Cabane (auch nicht bekannt als Aiguille du Glacier Rond). Gelegentlich wird die vorhandene Absicherung mit selbst platzierten Klemmgeräten ergänzt. Highlight sind klar die beiden luftig steilen, aber äusserst gutgriffigen Seillängen auf den Gipfelturm. Ohne viel Felskontakt seilen wir 20m ab, bevor wir am kurzen Seil die Schuttrinne zurück zum Wandfuss absteigen. In der Hoffnung auf etwas weniger Wind (und damit wärmere Temperaturen) wechseln Tegi und Willi in den Klettergarten, die anderen zwei Seilschaften steigen nach kurzer Pause aber auf jeweils anderen Routen erneut in die Wand ein. Während Glöisi und Role den Selbstabsicherungs-Klimbim in der «Tichodrome» eher vergebens mittragen (keine Zeit zum Legen, resp. unnötiger Ballast beim Satz an den rettenden Henkel), verstehen Lena und Dänu in der «Namaste» inzwischen, weshalb Willi die Führe nicht empfehlen konnte und sind froh, die sehr dürftige Absicherung selbst ergänzen zu können.
Zum Feierabendbier treffen dann nach und nach alle drei Seilschaften in der Hütte ein und einem entspannten Hüttenabend steht nichts im Wege. Zumindest nicht, bis Madame «Nº 1» auftaucht. Bis auf ein Bett ist die Hütte heute nämlich ausgebucht, und entgegen unserer Hoffnung, dass wir die Glücklichen sind, welche das Extrabett von letzter Nacht behalten können, sucht Nº1 ausgerechnet in unserer Reihe verzweifelt nach ihrem Bett. Sie kriegt also die Einzelbox, Lena kommt rüber zu uns ins Gräbli. Dass Nº 1 später dann aber auch noch den strategisch besten Tisch kriegt (welchen Tegi kurz zuvor ergattert hatte) empfinden wir schon fast ein bisschen als Demütigung… 😉
Auch in dieser Nacht wird wieder ein erbitterter «Fenster auf / Fenster zu»-Kampf geführt. Allerdings mit neuen Gegnern, und die schrecken sogar vor dem Schliessen von Fensterläden nicht zurück. Schliesslich gewinnt aber auch diesmal Team Frischluft.
Der bewölkte Morgenhimmel sorgt für wunderschöne Stimmung, bestätigt aber auch die Wetterprognosen, dass bereits im Laufe des Vormittags mit Regen gerechnet werden muss. Wir entscheiden uns, den Zustieg zum Gendarmen an der Aig. de la Cabane gleichwohl in Angriff zu nehmen, bei Wetterverschlechterung haben wir immernoch die Option, direkt zum Klettergarten weiter unten am Hüttenweg abzusteigen. Davon machen wir aber nicht gebrauch, sondern steigen nacheinander in «Les 3 surplombs» ein. Nach unspektakulärer Einstiegslänge führt die Route entlang grosser Henkel (oder «Broten», wie Glöisi sie nennt) empor. Bis an einen runden Bauch, welchen man entweder elegant an seiner linken Seite erklettern, oder – mindestens so elegant, nur hats zum Glück niemand gesehen – mit der «Bauch-an-Bauch»-Methode direkt überklettern kann. Auch die nächste, fast 50 Meter lange Seillänge weiss mit abwechslungsreicher Kletterei entlang üppiger Briefkästen, grossen und feinen Rissen, Platten und Schuppen zu überzeugen. Dank Dänus Griff in die Werkzeugkiste ist nun auch am Standplatz alles ordentlich festgezogen. Nur das Wetter scheint nicht mehr lange dicht zu halten und so treffen uns auf den letzten Klettermetern tatsächlich erste Regentropfen. Für die einen – bereits am Ausstieg angekommen – das Zeichen, die Regenjacke zu montieren. Für andere, in der letzten Seillänge durch einen grossen Überhang «geschützt» - das Zeichen, den Fotoapparat zu zücken… Retour geht’s auch diesmal durch eine schuttige (und zu Tegis Freude farbenfroh botanische) Rinne zurück zu den Rucksäcken am Einstieg. Die Regenzelle ist längst vorbei und bereits zeigen sich wieder Sonnenstrahlen, unter denen wir den weiteren Abstieg zurück nach La Breya bewältigen. Nur gelegentlich halten wir kurz an, um Instagrammer-like die schönen Momente festzuhalten.
Und dann aus heiterem Himmel redet Dänu etwas von Käseschnitte. Mit diesem Floh im Ohr ist das Restprogramm natürlich schnell gemacht: Abstieg zum Parkplatz über die Drahtseildirettissima (nicht, dass hier noch andere Varianten in Frage gekommen wären), dann runter zum See ins Restaurant. Bei Käseschnitte und Rösti lassen wir die drei in jeder Hinsicht gelungenen Klettertage ausklingen.
Herzlichen Dank Tegi und Willi fürs Organisieren, Tätschmeistern und Führen & allen für die lässigen Tage!
Bericht: Role
Samstag, 5. Juli – Montag, 7. Juli 2025: Cevedale und Ortler (3 statt 4 Tage)
Gletscher, Geröll und Kanonen: Unterwegs im Herzen der Ortlergruppe
Regentropfen prasseln gegen die Windschutzscheibe und die Scheibenwischer surren, als uns das Taxi durch das wildromantische Martelltal bis ans Ende der Strasse auf gut 2000 Meter bringt. «Sieht es so im Paradies aus?», frage ich mich bange und denke mit Wehmut an die eben zu Ende gegangene Schönwetterperiode. Der Regen und die ungewohnte Kälte treiben uns vorerst einmal in die gemütliche Stube des Gasthofes Schönblick. Der herzliche Empfang in breitem Vinschgauer Dialekt, die leckeren Knödel und die Sonnenstrahlen, die in der Zwischenzeit die Regenwolken verdrängt haben, lassen uns frohen Mutes die zwei Stunden Hüttenaufstieg zur Marteller Hütte in Angriff nehmen. Dieser ist reizvoll. Wasserfälle stürzen von Felswänden und im Hintergrund erhebt sich die vergletscherte Zufallspitze wie eine Wächterin über das Martelltal. Zwischen knorrigen Arven und glitzernden Moorseelein versteckt sich die Ruine des ehemaligen Hotels Paradies und man versteht sofort, warum sich die ehemaligen Betreiber und Gäste dieses Hotelbetriebes hier wie im Paradies gefühlt haben müssen: In seiner kurzen Blütezeit von 1937-1943 umfasste das Luxushotel 150 Betten und hatte sogar ein eigenes Postamt, eine Sauna und einen Coiffeur. Danach folgten weniger paradiesische Zeiten: Wehrmacht und SS besetzten die Anlage und machten daraus ein Kurhaus für deutsche Soldaten und eine Spionageschule. Seit den Fünfzigerjahren ist das merkwürdige Gebäude mit seinem roten Anstrich und dem auffälligen Pultdach dem Verfall preisgegeben verlottert still vor sich hin.
Unsere Gruppe besteht aus Edith, Sandro, Mark, Benno, dem Schreibenden sowie unserem Leiterteam Sandra und Bergführer Tinu. Anderntags wollen wir den mächtigen Doppelgipfel Zufallspitze/ Cevedale überschreiten und nach Sulden absteigen, doch die unberechenbare Wetterlage verlangt Kompromisse. Aus der Gipfeltour wird ein Gletschertrekking mit anspruchsvollen Schutt- und Geröllpassagen bei der Überschreitung des Eisseepasses.
Fünf Uhr früh: Wie in Watte gehüllt liegt das Martelltal zu unseren Füssen. Die ersten Sonnenstrahlen streichen bald über die Berggipfel. Optimale Bedingungen für tolle Sonnenaufgangsfotos. Zügig queren wir eine Schwemmebene, steigen über die Moräne auf und betreten schon bald mit Steigeisen ausgerüstet und angeseilt den Zufallferner. Die vergangenen Hitzetage haben dem Gletscher zugesetzt: Die Schneefläche sieht aus wie ein überdimensionierter Eierkarton. Der Gang darüber ist mühsam und tückisch, zudem umhüllt uns bald der Nebel. Nicht immer ist das Einsinken harmlos, mindestens einmal hängen Füsse über dem Bodenlosen... Das erste Zwischenziel und mit 3280 Metern der höchste Punkt unserer Etappe sind die Drei Kanonen, stumme Zeugen des Gebirgskrieges von 1915-18, der im 1. Weltkrieg auch in der Ortlergruppe getobt hat, denn hier verlief die Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Eindrücklich sind auch die Folgen des Gletscherrückganges: Statt über Eis und Schnee kraxeln wir über instabilen Schutt und Geröll zum Eisseepass. Auf der Suldner Seite hat ein Felsausbruch die Sicherungen der Steiganlage zerstört, sodass eine Abseilpassage für Nervenkitzel sorgt. Auch die Szenerie ist dramatisch: Mächtige Hängegletscher kleben an den Wänden des Dreigestirns Ortler, Zebrù und Königsspitze, zu deren Füssen sich der schuttbedeckte Suldenferner erstreckt. Nur die Häupter dieser Bergriesen stecken in dicken Wolken. Pünktlich vor den ersten Regentropfen und der Mittagspause erreichen wir die Seilbahnbergstation bei der Schaubachhütte und gleiten im Trockenen hinunter nach Sulden. Dort lässt es sich im Hotel Eden gut weilen und man verhungert auch nicht: Beim Apero-Buffet fühlt man sich wiederum wie im Paradies, während draussen die Wolken tief hängen und es immer wieder regnet. Gar nicht paradiesisch sind die Wetteraussichten für den übernächsten Tag: Heftige Niederschläge in Form von Schnee bis 2000 Meter sind angesagt. Die Entscheidung, einen Tag früher als geplant heimzufahren und auf die Besteigung des Ortlers zu verzichten, fällt uns leicht. Aber noch bleibt uns der dritte Tag: Wird sich die Sonne zeigen, wie einige Wettermodelle hoffen lassen, oder werden die Pessimisten Recht haben, die Niederschläge ankündigen?
Montagmorgen, Blick aus dem Fenster: Blaue Flecken zeichnen sich in der Wolkendecke ab und stimmen zuversichtlich. Die Vertainspitze soll unser Ziel sein, mit 3554 Metern der höchste Gipfel der Laaser Berge, dem Massiv zwischen Sulden und Laas im Vinschgau. Ein schöner Berg also, der mittels einer abwechslungsreichen Alpinwanderung zu erreichen ist. Zudem nimmt einem die Gondelbahn die ersten 500 Höhenmeter ab. Doch reicht ein Zeitbudget von 6 Stunden für 1200 Höhenmeter auf und ab bei einer Wegdistanz von 10 Kilometern? Es reicht nicht! Obwohl das Wetter es mit uns gut meint, ist das Zeitbudget für den Aufstieg 280 Meter unter dem Gipfel aufgebraucht und es muss an den Rückweg gedacht werden, denn es steht uns noch eine gut sechsstündige Rückreise bevor. Dennoch hat sich der Abstecher ins einsame, wilde Rosimtal mit seinem Restgletscher und den eindrücklichen Gletscherschliffplatten, die die Schlüsselstelle dieser reizvollen Alpinwanderung im T4+-Bereich bilden, sehr gelohnt. Abgerundet wird unser dreitägiges Bergabenteuer im Ortlergebiet durch das leckere Apero-Picknick, mit dem uns Sandra und Mark im Zug überraschen: Südtiroler Speck, Käse und Trockenfleisch mit lokalem Fladenbrot ergeben in der Kombination ein schmackhaftes Fingerfood-Erlebnis. Was bleibt? Die Erkenntnis, dass es besser schmeckt, wenn man nicht immer an Hygiene denkt. Die Erkenntnis, dass Bergerlebnisse auch ohne Gipfelerlebnis top sein können. Und nicht zuletzt die Erinnerungen an eine grossartige Berglandschaft und ganz viele lustige und lustvolle Momente des Zusammenseins.
Teilnehmende: Edith Hoffland, Mark Oppliger, Sandro Grossen, Benno Winkler, Hansruedi Spörri
Leitung: Sandra Crameri, Martin Hostettler, Bergführer
Bericht: Hansruedi Spörri
Tourenbericht Bike Aostatal
Nachdem sich zwei Teilnehmer leider kurzfristig noch abmelden mussten, reisten wir schlussendlich am Samstag, 5. Juli zu neunt mit unseren Bikes ins Aostatal. Zum ersten Mal hatten wir Jürgus neuen, selbstkonstruierten Bikeanhänger dabei, er war gerade rechtzeitig fertig geworden…
Für den ersten Tag hatten wir den Col de Pierre auserkoren, eine nicht allzu lange, aber schöne Tour, bei der man die ersten 1400 hm mit Hilfe der Pilabahn überwinden kann. So etwas kommt uns natürlich immer sehr gelegen… Trotzdem blieb uns nach einem flowigen Start eine Schiebe-/Tragestrecke nicht erspart, das gehört jedoch auch dazu. Und es lohnte sich, die Abfahrt war zwar anfangs technisch schwierig, gestaltete sich aber immer schöner – bis wir in den Wald kamen..! Ab da war fertig lustig: das Unwetter vom letzten April hatte nicht nur im Wallis, sondern auch hier seine Spuren hinterlassen und für uns gab es fast kein Durchkommen mehr bei all diesen kreuz und quer liegenden Bäumen. Eine Weile lang kämpften wir uns durch, dann kamen wir zum Glück auf ein Strässchen, welchem wir folgten bis wir weiter unten wieder auf (diesmal geräumte) Wanderwege wechselten.
Nach dem Bezug unserer Zimmer im HB Hotel und einer erfrischenden Dusche erkundeten wir die schmucke Altstadt von Aosta und genossen rauchende Apéros und einheimische Biere. Auch die Pizze im schönen Garten des Bataclan schmeckten hervorragend, auch wenn es für immer ein Rätsel bleiben wird, wo der Rest der Pizza geblieben ist, welchen ich mit ins Hotel genommen habe…
Am zweiten Tag hatten wir uns den Colle Fetita vorgenommen, und nach einem kräftigen Frühstück fühlten wir uns bereit dafür. Auch heute konnten wir dank dreier Autos, die wir geschickt positionierten, von mehr Tiefenmetern als Höhenmetern profitieren. Wir starteten in Challancin etwas oberhalb von Salle, (der Heimat von Federica Brignone!) und pedalten uns kontinuierlich hoch bis zur Alp Tramail des Ors, den Mont Blanc immer im Blick. Ab der Alp war dann wieder tragen angesagt… 200 hm weiter oben begann eine herrliche Abfahrt über Alpwiesen, gefolgt von einem wunderschönen Panoramaweg. Zum Dessert gab es einen tricky Zickzacktrail durch den Wald, diesmal zum Glück ohne im Weg liegende Bäume… Auch diesen Tag schlossen wir mit einem feinen Znacht in einem hübschen Innenhof von Aostas Altstadt ab.
Der dritte Tag wurde zu unserem Shuttletag. Zwei Guides von Aosta Valley Freeride mit zwei Autos samt Anhänger und Driver zeigten uns eine Vielfalt an Trails rund um Aosta. Zwar starteten wir den Tag mit zwei Platten (am gleichen Bike!) in der ersten Abfahrt, danach blieben wir aber verschont, auch wenn die eine oder andere Blessur davongetragen wurde… Manchmal musste man das Herz in die Hand nehmen und manchmal half absteigen, aber im Grossen und Ganzen trafen die Guides unser Niveau ziemlich gut und die Abfahrten machten grossen Spass. Am Ende resultierten 2850 Tiefenmeter gegenüber 128 Höhenmetern! Zur Belohnung gab’s Gelati, im Becher, im Biskuit oder sogar im Brioche (jedem seinen Geschmack…). Natürlich hiess es auch an diesem Abend wieder: duschen, umziehen, durch die Gassen schlendern, Apéro, Nachtessen, schlafen.
Der vierte war dann auch schon unser letzter Tag, wir hatten uns für den Colle Croce entschieden, eine Erhöhung bei La Thuile, wo am vergangenen Wochenende Mountainbike Weltcuprennen in den Disziplinen Downhill und Enduro stattgefunden hatten. Waren wir bis jetzt mit warmen Temperaturen verwöhnt worden, hatte es in der Nacht nun merklich abgekühlt. Den Strassenanstieg auf den Colle San Carlo erleichterte dies, beim darauffolgenden Uphill Trail wurde es bereits etwas ungemütlicher, und auf dem Colle Croce zogen wir so ziemlich alles an was wir dabeihatten. Der kalte Wind vertrieb uns bald wieder und wir stürzten uns in die Abfahrt, welche notabene am vergangenen Wochenende die Weltelite der Endurofahrer heruntergebrettert waren… In Sachen Geschwindigkeit hätten wir es ganz sicher nicht mit ihnen aufnehmen können, aber wir fuhren stilsicher und wegen der Schönheit der Landschaft und des Trails mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Berg hinunter. Zurück in La Thuile belohnten wir uns mit einer letzten Pizza, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, oder die Ferien in Hochsavoyen fortsetzten.
Herzlichen Dank allen die dabei waren und somit zum Gelingen dieser Biketage beigetragen haben, egal ob Backoffice, Frontoffice, Mechaniker, Weinkenner oder Chauffeuse! Und ein wehmütiger Gruss geht an die beiden unglücklichen, welche daheim bleiben mussten, wir hätten euch gerne dabeigehabt, Märcu und Thömu!
Mit von der Partie waren: Brige, Caro, Möni, Sabine, Bruno, Jürgu, Reto, Tegi und Tina.
Bericht: Tina
Ersatztour: Tageswanderung von Hohtenn aufs Schwarzhorn 2661 m am Eingang des Jolitals und durch schönen Lärchen-Föhrenwald runter nach Raron. Ausser dem verschlafenen Feldhasen, dem Tannenhäher, der Mönchsgrasmücke, dem Zilpzalp und Co. sind wir niemandem begegnet, haben aber zahleiche Alpenblumen und das Wolkenschauspiel bestaunt und eine Abkühlung unter Suonenwasserfällen genossen.
Rosenlaui – Dossenhütte – Rosenhorn – Glecksteinhütte
Was gibt es Schöneres, als auf einer Bergtour eine Überschreitung zu machen?
Das überaus heisse Sommerwetter zwang uns schon beim Start im Rosenlaui beim Beizli den ersten Trinkhalt einzulegen. Da aber die Hütte beim Sitzenbleiben im Tal nicht näherkommt, mussten wir uns wohl oder übel aus dem Schatten begeben und den abenteuerlichen und landschaftlich sehr schönen Aufstieg in die Dossenhütte in Angriff nehmen.
Bald waren wir schon oben im Talkessel und vor uns steilte sich der Moränengrat auf. Zügig gewannen wir auf diesem an Höhe und erreichten dann den klettersteig-ähnlich Weiterweg durch das Couloir. Im Blick hatten wir dabei immer die imposanten Eisbrüche vom Rosenlauigletscher und vis-à-vis die Kalkfluchten vom kleinen Wellhorn.
Auch weiter oben galt es konzentriert weiterzulaufen, denn der ausgesetzte Gratweg war erst kurz unter der Hütte zu Ende.
Das verdiente Bier gab es vor der Hütte mit einem guten Blick auf den morgigen Tourstart hinauf auf den Tossensattel.
Wegen der sehr hohen Temperaturen wollten wir früh los, war doch der Weg über die weiten Gletscherflächen lang und ein Einsinken würde die Tour zu einer Tortur werde lassen.
Doch schon der Aufstieg über die Flanke in einer gut gefroren Spur war ein positives Erlebnis zum Tourstart, der dann auch noch mit einem fantastischen Sonnenaufgang gekrönt wurde.
Schnell waren wir oben auf dem Tossensattel und der Weiterweg über den trockenen Bänderweg bis auf den Rosenlauigletscher war alsbald gemeistert.
Es folgt ein weiter Weg über das eindrückliche Gletscherplateau unter dem Ränfenhorn hindurch, hinauf auf die Wätterlimi und weiter über die steile Firnflanke auf den Grat bis auf den aussichtsreichen Gipfel vom Rosenhorn.
Wir genossen die Gipfelrast bei bestem, windstillem Wetter im leichten Pullover, der Fernblick gigantisch.
Bald schon traten wir den Abstieg an, wollten wir doch möglichst lange vom noch gefrorenen Firn profitieren.
Nachdem wir den Gletscher Richtung Beesibärgli verlassen hatten, schlug die Hitze wieder richtig gnadenlos zu und der Weiterweg zu Glecksteinhütte wurde zur durstigen Herausforderung, wobei die stiebenden Bergbäche willkommene Abkühlungen brachten.
Der Schluss wäre schnell erzählt, wenn sich nicht der Abstieg von der Glecksteinhütte dermassen in die Länge gezogen hätte. Die westseitig ausgesetzten und mittlerweile aufgeheizten steilen Kalkwände rösteten uns unerbittlich und zudem kam nach dem sicher letzten Gegenanstieg doch noch ein weiter.
Glücklich waren wir alle, als wir uns auf den letzten Abstiegsmetern in einen erfrischenden Bergbach setzen konnten. Das kristallklare Wasser liess die Lebensgeister wieder aufleben und zurück blieben schöne Erinnerungen an eine erlebnisreiche Bergtour.
Mit dabei waren Anna, Livia, Marie, Benjamin, Roland und Matthias
Der Samstag startet mit einer gemütlichen Zugfahrt nach Kandersteg. Von dort ging es, zugegebenermaßen etwas beengt, aber voller Vorfreude, zur Talstation Sunnbüel. Per Gondel konnten wir die ersten Höhenmeter vom Tag bequem überwinden.
Von hier brachen wir zur gemütlichen Wanderung über den Üschenegrat, Wyssi Flue zum Berghotel Schwarenbach, unserer Unterkunft für die Nacht auf. Gegen Ende der Wanderung war die Temperatur deutlich angenehmer, da die Sonne durch die aufkommenden Quellwolken versteckt wurde. Durch die super Planung konnten wir unser Ziel ohne Regenschauer erreichen. Erst beim verdienten Geniessen des Hütten-Kuchens wurde es draussen mit Regen etwas unfreundlicher. Bei der Ankunft im Hotel wurden wir vom “Boss” begrüsst, das orange Hugo Boss Polo mit der Aufschrift Boss war dabei sehr amüsant. Am Abend war der "Boss" sogar zu Späßen aufgelegt – vielleicht, weil er wusste, dass das frühe Bergsteigerfrühstück um 4 Uhr morgens nicht mehr seine, sondern "Chef"-Sache war!
Eine kurze Technikauffrischung vor dem Abendessen rundete den Tag ab und stimmte uns perfekt auf die morgige Tour ein.
Mit mehr oder weniger Schlaf brachen wir am Sonntag kurz vor 5 Uhr zu unserem Hauptziel auf: dem Balmhorn. Durch die frühe Stunde konnten wir den ersten Aufstieg zum Zackengrat noch ohne direkte Sonneneinstrahlung absolvieren. Dies machte den Aufstieg etwas angenehmer, aber nicht weniger anstrengend. Über den Zackengrat ging es anschliessend mit wärmender Sonne weiter Richtung Balmhorn. Von hier aus konnten wir bereits unser Ziel sehen, was aber noch recht in der Ferne lag. Kurz vor dem Mittag erreichten wir gemeinsam den Gipfel – ein unvergesslicher Moment!
Nach dem erfolgreichen Abstieg zur Sunnbüel, ging es dann per Gondel, Sardinenbüchse (Bus) und schliesslich bequem mit dem Zug wieder nach Hause.
Eine rundum gelungene Hochtour mit unvergesslichen Eindrücken!
SAC-Ausbildungskurs vom 14.06.2025
Am 14.06.25 fuhren wir um 7.00 Uhr von Schwarzenburg los, in Richtung Jura, um den Ausbildungskurs am Rüttelhorn durchzuführen. Dabei waren die beiden Kursleiter Glöisi und Willi, und die Teilnehmer Selina, Felizitas, Samira, Mark, Clà, Eric und ich (Livia). Zuerst gab es ein erste Ausbildungslektion im Wald, dabei konnten wir «8ter Knoten» und die Seilverkürzung üben. Für einige war es eine Repetition des Kurses, welcher eine Woche früher stattgefunden hatte, für andere wiederum galt es aber viel neues zu üben. Nach einigen Versuchen sah die Seilverkürzung schon bei allen sehr gut aus, dies erlaubte uns bereits zum nächsten Schritt gehen zu können. In idealem Übungsgelände konnten wir uns gegenseitig am kurzen Seil führen, und uns an die abwechselnde Führungshand gewöhnen.
Nach einem kurzen Anstieg zum Klettersteig-Einstieg, ging es dann auch schon los mit den Mikroseillängen. Nach einer kurzen Instruktion konnten wir uns schon in zweier Seilschaften auf den schönen Klettersteig machen.
Oben auf dem Rüttelhorn haben wir uns eine Mittagspause verdient. Nach der Mittagspause ging es dann noch ums Abseilen. Da es bei diesem Thema einigen doch etwas mulmig wurde, liessen wir uns die Instruktion doch lieber zweimal zeigen und erklären. Doch irgendwann war es so weit, und jeder stand zuoberst an der Kante und musste/durfte sich nach hinten in den Klettergurt hängen. Unten angekommen ging es nochmals drei Seillängen nach oben, bis wir dann noch zum krönenden Abschluss kamen. 40m über einen überhängenden Felsen abseilen. Wahrscheinlich war bei allen oben auf dem Felsen der Puls etwas höher, doch unten waren alle glücklich und stolz, dies gemeistert zu haben.
Nach einer solchen Aktion, und bei diesem heissen Wetter, wollten alle nur noch ein kühles Getränk, welches wir uns in der Schmiedenmatt gönnten.
Für alle Teilnehmer war es ein sehr schöner, lehr- und erfolgreicher Tag, bei dem all die wichtigsten Grundlagen wieder aufgefrischt werden konnten. Merci Willi und Glöisi für diesen super Ausbildungstag
Wir treffen uns an der Schwarzwasserbrücke, um bei angesagtem furchtbarem Wetter die Grundzüge der Seiltechnik zu erarbeiten. Es haben alle etwas aus dem Kurs mitnehmen können, auch die beiden Leiter! Lustig war das Abseilen von der Hängebrücke und noch besser – die Selbstaufstiegsübung danach. Lobend zu erwähnen: Auch unser Senior liess sich nicht abhalten, die 10 abgeseilten Meter auch wieder aufzusteigen! Kompliment, eine tolle Gruppe.
Tourenbericht Klettertage Aosta
Diverse Gedanken und Eindrücke der Teilnehmenden …..
Dänu:
Die Klettertage starteten wir bei sonnigem, warmen Wetter mit einigen Kletterübungen im Klettergarten bevor wir uns an den Fels wagten. In griffigen, schönen Routen feilten wir an unseren Kletter- und Sicherungstechniken wobei der gute Austausch aller Beteligten eine lockere Stimmung unterstützte.
Auch am zweiten Tag wurde derselbe Klettergarten zu unserer Träiningswand. Wir erlernten die Sicherungstechniken zum effizenten Klettern auf MSL.
Am dritten und vierten Tag vergnügten wir uns auf MSL-Routen wonach uns Paula und ihr Mann in Courtil am Abend jeweils ausgezeichnet bewirteten.
Auf der Rückfahrt hielten wir uns protokollgemäss an den traditionellen Besuch im Speckkeller bevor wir irgendwann im Verlaufe des Abends in die Heimat zurückfanden.
Gianni:
Dass Klettern ein grosses Vertrauen in den Kletterpartner voraussetzt ist wohl ziemlich klar und durften wir einmal mehr erleben. Dieses Wochenende haben wir aber weit mehr als nur Klettervertrauen erleben dürfen. Wir haben einander motiviert, angefeuert, betreut, gecoacht, geweckt, neues beigebracht, unterstützt und unterhalten; ein unglaublicher Gruppen-Groove hat für viel Freude und Spass gesorgt. Einziger Wermutstropfen: das Cola kam erst am letzten Tag zum Zug.
Stephan:
Top Klettertage im Aostatal! Von der ersten Seillänge bis zum letzten Genepy eine gelungene Sache. Allen Beteiligten ganz herzlichen Dank.
Mark:
Supert Tage, gutes Wetter freundliche Leute, gutes Essen und spitzen Fels.
Danke Willi und Tegi fürs Organisieren
Glöisi:
Das antizyklische Verhalten, Mittwoch bis Samstag, bescherte uns über die Auffahrtstage auch ein entspanntes Reisen.
Rolf:
Danke euch allen für die tollen Tage die wir zusammen verbringen durften.
@Tegi
Herzlichen Dank für deine Organisation mit top Unterkünften und leckerer Gastronomie
@Willi
Tausend Dank für deine Instruktionen, Tipps und dem Fahrservice
@Stefan
Besten Dank für deine fundierte Nachlese
Übungstour im Gantrischgebiet zwischen Schwalmere, Chrummfadeflue und Hohmad bei leichter Schneeauflage und etwas durchzogenem Wetter. Trittsicherheit, Ausdauer, Sicherungstechniken im ausgesetzten Gelände wurden geübt. Eine gelungene und gar nicht so kurze Tour in unserem heimatlichen Voralpengebirge.
Tourenbericht MTB Technikkurs
Den diesjährigen MTB Technikkurs verbrachten wir bei schönstem Frühlingswetter in der Region Solothurn, und Guide Silvan von den Bike Buebe konnte uns nicht nur einige Auffrischungen und Tipps in Sachen Fahrtechnik geben, sondern auch haufenweise attraktive Trails rund um Rüttenen und Solothurn zeigen.
Los ging es morgens um 9 beim Bahnhof Solothurn, nach einer kurzen Fahrt durch das schöne Städtchen bogen wir bereits auf ein kleines Waldsträsschen ein, wo wir an einem geeigneten Plätzchen die ersten Übungen zu Balance, Bremsen und Stufenfahren machten. Nach ein paar weiteren wunderschönen Trails gab es einige Inputs in Sachen Kurven fahren… wir merkten: korrektes und zügiges Kurvenfahren ist gar nicht so einfach, macht aber Spass!
Gegen Mittag fuhren wir Richtung Oberdorf, von wo uns die Seilbahn zum Weissenstein hochbrachte. Dort machten wir eine wohlverdiente Pause, genossen die Aussicht und assen unser Picknick. Ein kühler Wind trieb uns aber schon bald weiter, und wir nahmen den neu erstellten Weissenstein Bike Trail in Angriff. Durch flowige Steilwandkurven (Technik!) und über einfache Sprünge, welche aber alle auch überrollt werden konnten, ging es talwärts. Das letzte Stück machte so Spass, dass wir es nach einem kurzen Uphill gleich noch ein zweites Mal fuhren!
Wieder zurück im Wald wo wir schon den Vormittag verbracht hatten, tasteten wir uns noch an eine der Königsdisziplinen heran: das Hinterradversetzen, eine Technik, welche es einem ermöglicht, auch engste Kurven, welche nicht mehr im Fluss fahrbar sind, zu meistern… zu behaupten, alle Teilnehmenden würden diese komplexe Übung nun beherrschen, wäre stark übertrieben, aber zumindest wissen wir nun, woran wir noch arbeiten können!
Den Apéro schliesslich gab es mitten in Solothurn an einem gemütlichen Platz an der Aare. Während einige sich schon bald darauf auf den Heimweg machten, genehmigten sich andere noch einen weiteren Apéro und ein feines Znacht, um anschliessend satt, zufrieden und müde wieder heim zu fahren.
Ein grosses Dankeschön gilt Silvan von den Bike Buebe, welcher uns einmal mehr mit viel Knowhow einige Skills und Tricks beigebracht hat und uns über die schönsten Trails von Solothurn geführt hat!
Mit dabei an diesem lehrreichen Tag waren: Caro, Cornelia, Florian, Glöisi, Housi, Reto, This und Organisatorin/Schreiberin Tina
Tourenbericht Monte Rosa mit der Besteigung des Nordend 4608
Dieses dreitägige Tourenerlebnis führte uns mit grandiosen Aussichten über beeindruckende Gletscher und zu luftigen Höhen.
Nach unserer gemeinsamen Anreise auf das Klein Matterhorn starteten wir unsere Skitour mit einer ganz kurzen Abfahrt über das Breithornplateau Richtung Schwarztor. Nach einem kurzen Aufstieg zum Schwarztor spürte man bereits, dass das Atmen in der Höhe etwas schwieriger fällt. Dieses Gefühl sollte uns auch in den nächsten zwei Tagen weiterhin begleiten.
Nach einer guten ersten Abfahrt über den Schwärzegletscher seilten wir uns für den Aufstieg über den Gornergletscher Richtung Monte-Rosa-Hütte an. Die nächsten Höhenmeter bis zur Hütte wurden begleitet von der wunderschön strahlenden Sonne. Leider ist das Laufen bei diesen Temperaturen nicht immer angenehm. Trotz des schwitzigen Aufstiegs erreichten wir am Nachmittag die Monte-Rosa-Hütte. Nachdem wir uns eingelebt und etwas Flüssigkeit und feste Nahrung zu uns genommen hatten, bereiteten wir uns auf den grossen Aufstieg am Sonntag vor.
Als wir uns am Sonntag auf den Aufstieg Richtung Nordend vorbereiteten, konnten wir zum Glück feststellen, dass das Wetter nicht so schlimm war wie vorhergesagt. Einige Wolken hingen immer noch über dem Nordend und der Dufourspitze, aber nichts, das uns von einem Start abhalten würde. Nach einem langen und durch die Höhe immer anstrengenderen Aufstieg erreichten wir gegen Mittag den Silbersattel. Nachdem wir eine kleine Stärkung zu uns genommen hatten, nahmen wir den letzten Abschnitt ohne Ski auf uns. Mit Pickel und Steigeisen bewaffnet überschritten wir den Grat Richtung Gipfel. Am Ende war noch eine kleine Klettersequenz notwendig. Nach diesem letzten Hindernis erreichten wir endlich unser Ziel: Nordend, 4608 m. Zusätzlich kann ich hier noch anmerken, dass dies meine erste Besteigung eines 4000ers war :)
Das einzige Verbesserungspotenzial wäre eine etwas weniger neblige Aussicht auf dem Gipfel gewesen.
Nachdem wir unsere wohlverdiente Abfahrt durch den pulvrigen Schnee gemeistert hatten, konnten wir uns auf der sonnigen Terrasse der Monte-Rosa-Hütte ausruhen.
Der letzte Tag unserer dreitägigen Monte-Rosa-Tour verlief mit einer schönen Route, die uns wieder zurück nach Zermatt führte. Nach einem frühen Start und einem kurzen Marsch auf den Fellen mussten wir die Ski auf den Rucksack binden und einen kurzen «Klettersteig» überwinden. Nachdem wir uns auf der anderen Seite abgeseilt hatten, führten wir unsere Tour Richtung Stockhorn fort. Nachdem wir eine weitere schöne Gletscherebene überwunden hatten, konnten wir unsere Ski auf dem Stockhornpass abfellen und uns für die Abfahrt vorbereiten.
Der letzte Teil der Tour erwies sich als etwas mühselig, da der Weg bis zur Riffelalp daraus bestand, möglichst wenig Höhe zu verlieren und möglichst alle Bäume unterwegs zu verfehlen. Nach diesem letzten Teil konnten wir unsere dreitägige Monte-Rosa-Tour mit der Bahn von der Riffelalp nach Zermatt abschliessen.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Tinu, unserem Bergführer, und Mätthu für die Organisation dieser Tour bedanken.
Merci ou aune angere Teilnehmer wo diä drü Tag zumene unvergässliche Erläbnis hei la wärde!
Mit dabei waren: Tinu, Mätthu, Steffu, Mark, Jonas und Beni
Tourenbericht: Beni
Tourenbericht Giglistock mit Matthias Remund
Eigentlich stimmen bereits im Titel dieses Berichtes zwei Sachen nicht: schon einige Wochen vor der Tour hatte Matthias sie nämlich an Roland Maron übergeben, und dieser wiederum änderte das Tourenziel nach Absprache mit uns Teilnehmenden, sodass wir vom Steingletscher weg die andere Talseite hochstiegen Richtung Fünffingerstock.
Die ersten paar Höhenmeter mussten wir mangels Schnee noch über Stock und Stein kraxeln, doch schon bald konnten wir in die Skibindungen steigen. Unerwartet blies ein kräftiger Wind welcher uns frösteln und unsere Mützen einfangen liess. Der Schnee erwies sich als hart aber griffig, so konnten wir die Harscheisen vorerst im Rucksack lassen. Die meisten von uns stiegen mehr oder weniger schweigend den Hang hoch, nur Mark erzählte Sandro ohne Punkt und Komma Anekdoten aus seinem Chauffeurleben. Ihm gehen anscheinend weder die Geschichten noch der Atem je aus…
Wir kamen gut vorwärts, und schon bald erreichten wir den Gletscher, wo wir in die Gstältli schlüpften und nun doch noch die Harscheisen montierten, denn es wurde zunehmend steiler. Zum Glück hatte der Wind nachgelassen. Nach etwas Verpflegung und kenntnisreicher Panoramaerklärung von Roland ging es eine Stufe höher. Die Bödeli für die Spitzkehren erwiesen sich dank einer Hundertschaft von Vorgängern als wahre Terrassen, auch schien inzwischen die Sonne welche den Schnee aufweichen liess, so kamen wir ohne Probleme über die Steilstufe und entledigten uns bald wieder der Bremsen unter den Bindungen.
Nach einem letzten Pässchen erblickten wir linkerhand nur wenige Meter von uns entfernt den Gipfel. Ach wie schön! Bei näherer Betrachtung dann allerdings etwas Ernüchterung: natürlich tummelten sich nun all jene, welche vor uns gelaufen waren schon auf der kleinen Steinpyramide..! Da aber niemand von uns scharf war auf ein spektakuläres Gipfelfoto, setzten wir uns etwas weiter weg an ein gemütliches Plätzchen und verspeisten unser Mittagessen, doch was heisst hier Mittagessen, durch unseren frühen Start um halb sieben und unser zügiges Hochsteigen war es erst etwas nach zehn Uhr. Wiederum konnte Roland die umliegenden Gipfel lückenlos benennen und wusste auch so einige Touren welche er gerne noch machen würde oder schon gemacht hatte.
Hinter uns lockte unsere Jungspunde ein steiles Couloir, welches aber auf die «falsche» Seite runterging, nämlich ins Meiental, das wäre dann ein längerer Marsch zurück zum Steingletscher geworden… und eventuell doch etwas zu stotzig… und überhaupt, vielleicht ein andermal.
Wir genossen noch eine Weile das herrliche Wetter und das Panorama und nach dem obligaten Fast-Gipfelfoto rüsteten wir uns für die Abfahrt. Wie sich zeigen sollte, hatten wir einen ziemlich guten Zeitpunkt erwischt und so fuhren wir von oben bis unten in schönstem Sulz. Beim Parkplatz angekommen staunten wir nicht schlecht: als wir losgelaufen waren, war er eigentlich schon voll gewesen, aber jetzt standen nochmals etwa doppelt so viele Autos da! Zum Glück hat es so viel Platz am Susten…
In der Lodge genehmigten wir uns je nach Gusto noch etwas Warmes oder Kaltes und liessen den Tag Revue passieren. Wir waren uns einig, dass der Fünffingerstock eine gute Entscheidung gewesen war, auch wenn es bei gegebenen Verhältnissen noch die eine oder andere sehr verlockende Variante am Giglistock gäbe… Fortsetzung folgt.
Vielen Dank Roland für diese wunderbare Frühlingstour!
Mit von der Partie waren: Lena, Benjamin, Jannik, Mark, Sandro und Tina
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