Mariannehubel statt Hochmatt
Aufgrund der grossen Neuschneemengen haben wir unsere Tour umgeplant und uns für das schöne, sichere Diemtigtal Richtung Mariannehubel entschieden. Wir wurden von zauberhaften, verschneiten Bäumen begrüsst. Zuerst haben wir uns ein wenig durch den Nebel gekämpft, aber wurden auf dem Gipfel bei sonnigem Wetter empfangen. Leider war die Mittagspause ein wenig zu lange und den ersten Teil mussten wir im aufkommenden Nebel fahren. Trotzdem konnten wir den Neuschnee geniessen und ab der Baumgrenze war die Sicht auch wieder gut. Zuletzt liessen wir den Tag bei einer Getränkerunde in der Beiz ausklingen.
Mit dabei waren: Larissa, Beni, Sandro, Dänu, Tomi (merci für den Bericht & Bildli!) und Roland
Was für eine erfreuliche Nachricht: Die geplante Tour auf den Gurbsgrat kann stattfinden! Der strahlende Sonnenschein und die Vorfreude auf den Schnee machten die ungemütliche Zug- Hinfahrt schnell vergessen. Die ersten, etwas weniger schönen, Höhenmeter nahmen wir per Lift in Angriff. Oben angekommen zeigte sich bald: Nicht nur das Wetter ist fantastisch, auch der Schnee schien Grossartiges zu versprechen – juheee! Aufstieg in Stille, jeder Schritt ein Genuss und schon bald standen wir auf dem Gurbsgrat. Nach einer kurzen Pause gönnten wir uns die erste Abfahrt im teilweisen noch unbefahrenen Pulverschnee – Glück pur – bitte noch mehr davon! Wir stiegen erneut hoch und fanden auch bei der zweiten Abfahrt Schnee ohne Spuren. Anschliessend verweilten wir in einem "Alpbeizli" und tankten ausreichend Sonne, bevor wir übers Skigebiet talwärts fuhren. Danke Roland für die Tour und den wunderbaren Schnee-Tag!
Mit dabei waren: Bernadette, Baba, Simone (die den schönen Bericht verfasst hat – merci!) und Mätthu.
Wir begeben uns zu den einfachen und gut erreichbaren Fällen bei der Spittelmatte ob Kandersteg. Es hat wenig Eis, vermutlich wegen der Trockenheit, von den Temperaturen her war es ja nicht so schlecht im Januar. Bald gesellen sich weitere Kletterer zu uns, so dass wieder ein leichter Dichtestress aufkommt. Wie immer können wir uns gut durch die meines Erachtens nicht sonderlich stringent organisierte Gruppe navigieren und können die Grundtechnik und den Vorstieg üben, auch den Wunsch nach einer MSL können wir erfüllen. Für ein anderes Jahr müssen wir womöglich einen neuen Kletterplatz finden. Ein lehrreicher Eistag bei dürftigen Verhältnissen.
Aufgrund der prekären Schneesituation im Goms hat Cornelia zwei Ersatztouren organisiert:
Montag, 29. Dezember 2025: Skitour Rinderhütte – Mauerhorn – Ferden
Für die heutige Tour hiess es sehr früh aufstehen, da die Anreise nach Leukerbad recht lang ist. Mit dem Zug um 06.07 Uhr ab Bern reisten wir via Visp und Leuk nach Leukerbad und von dort mit dem Skibus zur Torrentbahn. Hier hiess es nun 45 Minuten anstehen, bevor wir mit der Gondelbahn zur Rinderhütte hochfahren konnten. Um 10.00 Uhr starteten wir auf 2310 m auf unsere Skitour und schon nach wenigen Minuten waren wir dem Trubel im Skigebiet entflohen. Die spektakuläre Aussicht auf die Walliser Alpen, die schöne Landschaft und die Einsamkeit abseits der (Skitouren)-Touristenströme liessen uns die Strapazen der Anreise schnell vergessen. Zuerst traversierten wir recht flach unter dem Schafberg und dem Torrenthorn zum Wysse See auf 2337 m. Hier begann – zuerst leicht coupiert und dann bald steiler – der eigentliche Aufstieg. Via Schwarze See (2602 m) und Galmpass (2866 m) erreichten wir nach 4 Stunden den Gipfel des Mauerhorns auf 2943 m. Nach einer kurzen Pause fuhren wir hinunter zum Galmpass. Von hier wählten wir die Abfahrt auf der Nordseite des Mauerhorns über die Resten des Oberferdengletscher. Die Abfahrt bis zur Kummenalp war viel besser als erwartet und je nach Exposition fanden wir z.T. sogar noch etwas Pulverschnee! Unterhalb der Kummenalp überquerten wir einen etwas mühsamen Lawinenkegel und wollten von hier eigentlich dem Strässchen nach Ferden folgen. Die Querung von verschiedenen Lawinenkegeln und eisige, ausgesetzte Stellen erschienen uns aber zu heikel und so wählten wir schlussendlich den recht ruppigen Sommerwanderweg für die Abfahrt. Weiter unten gelangten wir auf die Strasse nach Ferden und konnten auf dieser mit einigen kurzen Tragstrecken bis ca. 150 hm oberhalb von Ferden abfahren. Und wie es sich für eine „Frühlings-Skitour“ gehört, wanderten wir mit aufgebundenen Skiern nach Ferden. Von hier ging es mit Postauto und Zug wieder heimwärts.
Herzlichen Dank an Cornelia für die gute Umplanung und die kompetente Führung der für uns alle unbekannten Überschreitung von Leukerbad ins Lötschental.
Mit dabei waren Barbara, Hansruedi, Debi und Sandra (Tourenbericht).
Mittwoch, 31. Dezember 2025: Kombitour Widdersgrind 2103 m - Lawinenbulletin grün!
Unsere Ersatztour – der Dezember 2025 lässt dies zu – führt uns von Spiez Bahnhof mit dem Auto der Tourenleiterin Cornelia und drei TeilnehmerInnen nach Oberwil i.S. und hinauf bis in die «Bränd». Von da aus wandern wir, dick eingepackt bei den frostigen Temperaturen, aus dem Nebel übers Nebelmeer am «Nässli» vorbei Richtung Südostgrat des Widdersgrinds. Ab der Holzmad auf ca. 1700 m geht’s besser mit Steigeisen, der Schnee hier ist gut gefroren. Durch die lichten Tannen stampfend zum Einstieg unter dem Widdersgrind überholt uns noch ein junger Oberwiler Skitüreler mit Hund. Ab hier steigen wir ohne Steigeisen in gemütlicher Plaisirkraxelei im T4 weiter dem Gipfel mit dem markenten Gipfelkreuz entgegen. Ohne Zeitdruck geniessen wir in warmen, windlosen Gefilden unser Mittagessen und brechen wiederum mit Steigeisen Richtung Grenchengalm auf. Vor dem «Hanen» steigen wir steil die Ostflanke hinab, alles kein Problem, bei den Verhältnissen. Die Landschaft unten ist traumhaft, die Schneeschuhe angeschnallt wandern wir weiter, philosophieren über die Tierspuren im Schnee, welche wir fachmännisch (bzw. fachfrauisch, Anm. der Redaktion) als Luchsspuren identifizieren und geniessen die Gegend mit den vielen Senken, den einzelnen Föhren und der hügeligen, eher flachen Landschaft. Eine spannende, abwechslungsreiche Tour, vielen Dank der Leiterin für die coole Idee. Mit dabei waren Sandra, Hansruedi und Barbara (Tourenbericht).
Bei so halb schönem Wetter und etwas Schnee machen wir diesen tollen Herbstklassiker. Da alles feucht und glitschig ist, sichern wir konsequent auf dem ganzen Grat und auch am steilen Aufschwung auf die Gemsflue. Tolle Übungstour in den heimischen Bergen.
FAMILIEN KLETTERN Sewenhütte 30.-31. August 2025
Wir waren am Samstag/Sonntag auf einem zweitägigen Kletterwochenende im Sustengebiet, zuerst sind wir 1 Stunde 37 Minuten und 550 hm den Berg hochgelaufen. Als wir in der SAC Hütte Sewen angekommen sind, sind alle hineingegangen und haben zuerst etwas gegessen und getrunken, es gabe feine Haussuppen. Nachher gingen wir in der Nähe der Hütte in den Klettergarten klettern und abseilen. Das Abseilen hat mir sehr viel Spass gemacht und ich bin 5 mal überhängend abgeseilt. Nach dem Klettern, das immermal wieder kurz vom Regen begleitet wurde, sind wir wieder in die Hütte zurückgegangen, weil das Wetter gar nicht mitgespielt hat. Anschliessend durften wir trotz dem Regen noch mit der Seilbahn über die Schlucht flitzen, fast alle Kinder durften 4 mal fahren, dank Christof der im Regen die Kinder ans Drahtseil anhängte und das Gställti kontrollierte. Nachher sind wir in die Hütte zum feinen Abendessen gegangen.
Am nächsten Morgen sind wir geweckt worden und die Sonne hat geschienen. Wir gingen gutgelaunt zum Frühstück. Nachher haben wir besprochen, wer was macht. Die einen gingen zum Klettergarten oberhalb der Hütte und die anderen gingen mit dem Bergführer Samuel auf Mehrseillängentour unterhalb der Hütte. Es war sehr toll und schön, wer das auch einmal erleben möchte, soll sich für das nächste Jahr auch anmelden.
Liebe Grüsse
Andrea
Ersatztour: Tageswanderung von Hohtenn aufs Schwarzhorn 2661 m am Eingang des Jolitals und durch schönen Lärchen-Föhrenwald runter nach Raron. Ausser dem verschlafenen Feldhasen, dem Tannenhäher, der Mönchsgrasmücke, dem Zilpzalp und Co. sind wir niemandem begegnet, haben aber zahleiche Alpenblumen und das Wolkenschauspiel bestaunt und eine Abkühlung unter Suonenwasserfällen genossen.
Wir treffen uns an der Schwarzwasserbrücke, um bei angesagtem furchtbarem Wetter die Grundzüge der Seiltechnik zu erarbeiten. Es haben alle etwas aus dem Kurs mitnehmen können, auch die beiden Leiter! Lustig war das Abseilen von der Hängebrücke und noch besser – die Selbstaufstiegsübung danach. Lobend zu erwähnen: Auch unser Senior liess sich nicht abhalten, die 10 abgeseilten Meter auch wieder aufzusteigen! Kompliment, eine tolle Gruppe.
Übungstour im Gantrischgebiet zwischen Schwalmere, Chrummfadeflue und Hohmad bei leichter Schneeauflage und etwas durchzogenem Wetter. Trittsicherheit, Ausdauer, Sicherungstechniken im ausgesetzten Gelände wurden geübt. Eine gelungene und gar nicht so kurze Tour in unserem heimatlichen Voralpengebirge.