Wer sich zum Ziel gesetzt hat, alle Kantonshöhepunkte der Schweiz zu besteigen, muss auch auf den Sommet des Diablerets im Waadtland (3210m). Die «Teufelshörner» sind weder furchteinflössend noch braucht es besonderen Mut. Zwar war es am 5. August sehr warm, aber höllisch heiss dann nun doch nicht – zumindest nicht in den Bergen.
Da die Tour schon 2025 geplant war und wegen schlechten Wetters nicht durchgeführt werden konnte, freute ich mich sehr auf den 1. Juli 2026. Doch auch an diesem Tag waren die Wetterprognosen so schlecht, dass an eine Durchführung der Tour nicht zu denken war. Zum Glück hat Sandra ein Ausweichdatum vorgeschlagen: Am 5. August konnten wir den Sommet des Diablerets in Angriff nehmen. Mit Zug und Postauto sind wir zum Col de Pillon und mit der Seilbahn zum Scex Rouge hochgefahren.
Zuerst fällt der Weg über die Skipiste etwas ab und wir wandern durch eine karge Mondlandschaft, die bald von Steinen und Felsen durchsetzt ist, Richtung Dome (3016m) hinauf. Es folgt ein Abstieg über eine felsige Stufe, die mit einem schon etwas in die Jahre gekommenen Fixseil ausgestattet ist. Sandra und Jonas sichern den Abstieg mit einem eigenen Seil. Auf dem Glacier des Diablerets montieren zwei Seilschaften die Steigeisen – es geht aber auch ohne. Der Gletscher ist sehr ausgeappert und leidet unter der Wärme. Und ja, es hat Spalten. Vorsicht ist geboten. Immer rechts haltend und leicht ansteigend laufen wir Richtung Gipfel und erreichen diesen pünktlich zum Zmittag.
Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf den Rückweg. Schon beim Start am Morgen hatte es einige Wolken, die sich langsam, aber sicher verdichten. Dadurch ist die Aussicht auf die umliegenden hohen Berge etwas getrübt. Wir machen uns auf dem gleichen Weg zurück Richtung Scex Rouge. Die touristischen Attraktionen sind heute nicht lohnend, da der Nebel die Aussicht nun definitiv verhüllt. So machen wir uns auf die Rückreise und sind pünktlich zum Abendessen wieder zurück in Bern.
Vielen Dank an Sandra und Jonas für die gute Planung und das umsichtige Führen. Es hat sehr viel Spass gemacht!
Mit dabei: Angelina, Barbara, Dieter, Felizitas (Tourenbericht), Jonas (Tourenleiter), Martin, Michael, Patricia, Sandra (Tourenleiterin), Selina, Silke, Stefan
