Eigentlich hätten wir alle gerne den Skitourenklassiker Schibe-Märe angegangen. Aber äbe, Winter ist nicht mehr Winter, das Chrummfädi heisst nicht mehr Chrummfädi und alleine ist man schon lange nicht mehr im Gantrisch. Genug lamentiert: es war trotzdem cheibe schön.
Die warmen Temperaturen haben den Pulverschnee von letzter Woche schon arg umgewandelt. Deshalb sind wir heute möglichst weit oben gestartet, also auf der Wasserscheide. Los ging’s in Richtung Kamelhoger, der – oh wunder – noch unverspurt war. Die Abfahrt bis zur Obernünenen war besser als erwartet. Dann sind wir der Normalroute in Richtung Chrummfädi (äh, sorry: Gustispitz) aufgestiegen. Scheinbar heisst unser beliebter Skitourenberg seit 2016 (der Historiker hat’s soeben geprüft) auf der Landestopo nun Gustispitz. Wir Alteingesessenen wurden ja hier an dieser Stelle schon einmal belehrt: Die Schubladen-Mauser bei der Landestopo in Wabern haben unser Chrummfädi kurzerhand 500m nach Südosten versetzt.
Zu unserem Glück fahren die meisten aufstiegsorientierten Tourengänger (Skimo?) in den arg zerfahrenen Hängen wieder runter. So bleibt den abfahrtsorientierten Skifahrer:innen genug Platz, um schöne Spuren im Schnee zu hinterlassen.
Die klassische Abfahrt zum Skilift Länggrätli wird von Jahr zu Jahr abenteuerlicher. Von der Brücke ist nicht mehr viel übrig und die Variante über den Bach war für uns zum Glück machbar. Bei harten und eisigen Bedingungen sicher nicht so lustig.
Wieder mal eine schöne Skisafari mit alten Bekannten und neuen Gesichtern. Schön war’s!
